Vertrauen ist gut, vorbeugen besser

Alarmsysteme lassen sich als Einbruchschutz oftmals einfach nachrüsten. Der Fachmann vor Ort kennt sich mit den unterschiedlichen Systemen bestens aus und berät über die verschiedenen Möglichkeiten beim Einbruchschutz.
  • Alarmanlagen schützen – und halten Einbrecher fern. Foto: djd

Die Zeit der Negativrekorde scheint vorerst vorbei zu sein: Schon 2018 ist laut Polizeilicher Kriminalstatistik die Zahl der Wohnungseinbrüche auf 116 540 Fälle zurückgegangen, für 2019 erwarten Experten eine ähnliche Entwicklung. Die exakten Zahlen werden erst noch veröffentlicht. Dennoch bleibt das Risiko weiter groß – vor allem für diejenigen Hausbesitzer, die bislang noch nichts für eine bessere Absicherung ihres Zuhauses unternommen haben.

Erfahrene Täter können Fenster oder Terrassentüren ohne weitergehende Absicherung oft in wenigen Sekunden aufhebeln. Umso wichtiger ist es, die Verbrecher bereits vorher in die Flucht zu schlagen.

Täter nicht hereinlassen

„Der Einbruchschutz für das Eigenheim bleibt weiter unverzichtbar“, sagt Ralf Mikitta, Sicherheitsberater des Verbandes für Wohneigentum Baden-Württemberg. „Es ist viel zu früh, von einer Trendwende bei den Wohnungseinbrüchen zu sprechen. Womöglich kehren die Banden, die augenscheinlich im Moment stärker in Skandinavien zuschlagen, bald wieder nach Deutschland zurück.“ Die Folgen eines Wohnungseinbruchs dürfe man jedenfalls nicht unterschätzen. Während die materiellen Schäden von der Versicherung abgedeckt werden, leiden nach Mikittas Worten Opfer oft monate- oder gar jahrelang psychisch unter dem Erlebnis: „Eine gute Vorbeugung ist der beste Schutz davor.“ Eine Alarmanlage etwa kann automatisch erkennen, wenn sich Täter an Türen und Fenstern zu schaffen machen und diese durch akustische und optische Signale vertreiben, noch bevor sie überhaupt ins Haus gelangen. Gut geeignet für die Nachrüstung sind Funksysteme Für ihren Betrieb müssen noch nicht einmal zusätzliche Datenleitungen verlegt werden.

Wichtig ist es, beim Kauf einer Alarmanlage darauf zu achten, dass man den Fachmann vor Ort hinzuzieht. Der kann genau sagen, wo Schwachpunkte in Haus oder Wohnung sind und welche Anlage die geeignetste ist. Außerdem weiß der Fachmann auch, wie die Alarmanlagen gefördert werden können. djd

© Gmünder Tagespost 13.11.2019 18:17
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