Lesermeinung

Zum Artikel „Wie Sie fürs Klima Ihr Bestes geben“ vom 7. November:

Die Überschrift des Artikels hatte Wirkung. Ich hielt inne, überlegte nur kurz, dann war mir klar: Nein, mein Bestes bekommt Ihr nicht, auch nicht fürs Klima! Beim Weiterlesen war zu erfahren, dass das BUND-Mitglied den Klimawandel spüren kann, eine Biologin, die angeblich über mehr Sinne zur Wahrnehmung verfügt als jeder andere.

Klima, auch den ihm innewohnenden stetigen Wandel, kann man weder sehen, hören, fühlen, riechen noch schmecken. Wetter ist es, was vielfältig auf uns wirkt. Dafür sind unsere Sinnesorgane vorzüglich entwickelt, gelegentlich mit Einschränkungen. Dann packt die Fachfrau fürs Bevormunden ihren Katalog für zu verordnende Einschränkungen aus und schwingt dazu die CO2-Keule.

Sie versteigt sich sogar zu der Behauptung, jeder Mensch würde elf Tonnen CO2 im Jahr „verbrauchen“; es dürften aber maximal zwei Tonnen sein. Da bin ich aber fein raus: Ich kann, mit biologischen und medizinischen Grundkenntnissen ausgestattet, versichern: Ich verbrauche überhaupt kein CO2, sondern erzeuge das 100-fache von der eingeatmeten Menge dadurch, dass ich mir das Leben erhalte.

Das Atmen lasse ich mir nicht verbieten. Wie ich meinen Alltag bewältige, geht den Medien beherrschenden Umweltverein nichts an. Wohin und mit welchem Verkehrsmittel ich fahre, ist meine Sache; auch, bei welcher Temperatur ich mich in meiner Wohnung wohlfühle.

Die Hetze auf Landwirte darf in so einem Artikel nicht fehlen: „Die Landwirtschaft ist heftig am Klimawandel beteiligt“, wird behauptet. Daraus folgert die „Expertin“ den Rundumschlag gegen alle. Nur noch der Sonntagsbraten wird zugestanden: „Einmal in der Woche Fleisch (...) essen“. Fast versöhnlich schließt der Artikel: „Bier trinken, Klima retten“. Na dann prost!

© Gmünder Tagespost 14.11.2019 14:05
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Kommentare

derleguan

Da haben einige Leute wirklich noch nicht kapiert, um was es geht - es geht darum, die Klimaerwärmung aufzuhalten und damit die Lebensgrundlage der Menschen in Zukunft zu erhalten.
Natürlich müssen alle Industrie- und Schwellenländer dazu ihren Beitrag leisten.
Die Umwelt, die Klimaerwährmung muss man als Expotentialkurve sehen, die ab 2,0°C rasant steigt und verherende Folgen für die Menschen haben wird. Dieses Szenario wird laut sämtlichen Wissenschaftlern eben schneller eintreten, wenn die Industrie- und Schwellenländer, darunter auch Deutschland nicht mit aller Kraft dagegen halten. Wenn nun auch Deutschland langsam anfängt den Co2-Ausstoß zu reduzieren, dann kommt dieses Szenario eben schneller auf uns zu.

Karin Hofmann

Geehrter Herr Wekemann,

Sie sprechen mir aus der Seele. Mein Artikel vom 25.9. in der Schwäpo war folgender:

"Im Wahn des Klimaschutzes"

https://www.schwaebische-post.de/1824120/

Was sich seither getan hat? Der Mensch ist der größte Klimakiller, allein daß er atmet und Co2 ausstösst, beim Sport natürlich mehr als in Ruhe. Welch ein Drama? Seitdem gibt es immer neue Nachrichten wie der Mensch unsere Welt retten kann: Co2-Abdruck der Lebensmittel: Tomate hat nur 0.3 % im Gegensatz zu Butter mit 24%. Allein das Einatmen von Sauerstoff und Co2-Ausstoss beim Ausatmen des Menschen ist dann klimaschädlich, unabhängig vom Pupsen und Schnaufen der Kühe. Radfahrer, der Mensch an sich, Haus- und Nutztiere, alles müßte CO2-bepreist werden. Angeraten wird das CO2-freundlichere Schweinefleisch statt Rind. Vielleicht wird auf jeder Speisekarte einer Gaststätte bald gefordert, zusätzlich zu den Inhaltsstoffen von 1-6, einen Zusatzvermerk über "CO2-schädlich oder CO2-freundlich" aufzunehmen. Allein der Ausstoss der Arbeitskräfte bei der Spargelernte oder Weinlese könnte umweltschädlich sein. Politisch gesehen: Wenn ein Bürger, der dies alles glaubt und ernst nimmt sein Leben danach ausrichtet: Vor einer anstehenden OP im Krankenhaus CO2-armes Essen zu fordern, den CO2-Ausstoss der ganzen Operation, der Arbeitskräfte zu hinterfragen, wenn er wegen dem starken CO2-Ausstoss die Fahrt mit dem Rettungswagen durch die Innenstadt bis zur Klinik verweigert und mit einem klimafreundlichen Pferdegespann abgeholt und hingebracht werden möchte, wenn er ein fairtrade-OP-Hemd, klimafreundlich hergestellt, möchte: Dann wird er - unweigerlich - in der Psychiatrie landen. Anscheinend wird der Klimawahn unserer Politiker, besonders der Grünen, bisher noch als "normal" eingestuft und sogar hofiert und übernommen. Darüber könnte man Satire pur, durch ei Buch veröffentlichen und Dieter Hallervorden könnte eine wöchentliche Satireserie daraus machen.

Eine verrückte Welt.

Danke für Ihren Leserbrief!

Karin Hofmann

derleguan schrieb am 14.11.2019 um 18:17

Da haben einige Leute wirklich noch nicht kapiert, um was es geht - es geht darum, die Klimaerwärmung aufzuhalten und damit die Lebensgrundlage der Menschen in Zukunft zu erhalten.
Natürlich müssen alle Industrie- und Schwellenländer dazu ihren Beitrag leisten.
Die Umwelt, die Klimaerwährmung muss man als Expotentialkurve sehen, die ab 2,0°C rasant steigt und verherende Folgen für die Menschen haben wird. Dieses Szenario wird laut sämtlichen Wissenschaftlern eben schneller eintreten, wenn die Industrie- und Schwellenländer, darunter auch Deutschland nicht mit aller Kraft dagegen halten. Wenn nun auch Deutschland langsam anfängt den Co2-Ausstoß zu reduzieren, dann kommt dieses Szenario eben schneller auf uns zu.

Guten morgen, werter Leguan,

da sind Sie ja wieder. Ich möchte Sie bitten, uns zu verraten, wie Sie denn nun tatsächlich leben.

Deshalb die Fragen: Wie ernähren Sie sich, haben Sie die Ernährung umgestellt? Wie und auf was? Mit welchem Verkehrsmittel fahren Sie zur Arbeit? Haben Sie auf E-Auto umgestellt? Wie waschen Sie Ihre Wäsche? Sind Sie sportlich unterwegs und wie verringern Sie dann Ihren CO2-Ausstoss? Wie verhalten Sie sich beim Sex, auch dieser CO2-Ausstoß, je nach Alter über Stunden, ist nicht zu verachten. 

Bitte verraten Sie uns doch das alles, geben Sie uns ein Beispiel, seien Sie uns ein Beispiel, damit wir Klimasünder etwas lernen können. Wir warten alle darauf. 

derleguan

Die Frage nach dem Verhalten beim Sex verbitte ich mir im öffentlichen Raum. Sie zeigt wie wenig Gespür die Autorin für Kommunikation in der Öffentlichkeit hat.

Die anderen Fragen sollte sich jeder Stellen, um einer Erderwährmung entgegenzuwirken. Es gibt sogar noch mehr Fragen, die sich jeder stellen muss:

  • Wie oft/wenig fliegen sie im Jahr, fahren mit Kreuzfahrtschiffen?
  • beziehen sie ihren Strom von einem Ökoanbieter oder investieren sie in Braunkohle/Atomkraft?
  • wie oft, für welche Wege benutzen sie öffentliche Verkehrsmittel? Oder fahren sie SUV?
  • Hausbesitzer: Haben sie eine Solaranlage/Photovoltaik auf dem Dach, vielleicht Regenwasser für Toilette und Waschmachine?
  • Bevorzugen sie regionale Produkte?
  • Kaufen sie Dinge ohne Plastikverpackung?

Wer erweitert unseren Fragekatalog für ein besseres Klima?

Karin Hofmann

derleguan schrieb am 15.11.2019 um 10:18

Die Frage nach dem Verhalten beim Sex verbitte ich mir im öffentlichen Raum. Sie zeigt wie wenig Gespür die Autorin für Kommunikation in der Öffentlichkeit hat.

Die anderen Fragen sollte sich jeder Stellen, um einer Erderwährmung entgegenzuwirken. Es gibt sogar noch mehr Fragen, die sich jeder stellen muss:

  • Wie oft/wenig fliegen sie im Jahr, fahren mit Kreuzfahrtschiffen?
  • beziehen sie ihren Strom von einem Ökoanbieter oder investieren sie in Braunkohle/Atomkraft?
  • wie oft, für welche Wege benutzen sie öffentliche Verkehrsmittel? Oder fahren sie SUV?
  • Hausbesitzer: Haben sie eine Solaranlage/Photovoltaik auf dem Dach, vielleicht Regenwasser für Toilette und Waschmachine?
  • Bevorzugen sie regionale Produkte?
  • Kaufen sie Dinge ohne Plastikverpackung?

Wer erweitert unseren Fragekatalog für ein besseres Klima?

Werter Leguan,

meine Argumentation zum erhöhnten CO2-Ausstoß beim Ausatmen des Menschen bei allen körperlichen Aktivitäten beinhaltete, rein sachlich, alle Aktivitäten, die einen erhöhten Ausstoß verursachen und wollte speziell besondere CO2-Ausstoß-Gegner wie Sie auch auf eine ganz menschliche Aktivität hinweisen.

Zu Ihren Vorschlägen für mich, unser "Klima "zu retten":

Ich habe noch nie eine Kreuzfahrt gemacht und werde es nie tun. Ich bin Mieter, kann also auch keine Solaranlage installieren. Ich fahre einen Benziner, den ich brauche, weil ich älter bin als Sie und manche Strecken nur mit dem PKW zurücklegen kann. Der Benzinpreis ist gestiegen: Den GRÜNEN sei dank! Ich kaufe regionale Lebensmittel. Der Strompreis zum Kochen dieser ist wegen dem Atomkraft-Ausstieg gestiegen, den GRÜNEN sei dank. Aber: Ich atme und muß atmen. Leider trage ich deshalb zum Untergang unserer Erde bei. 

Meine Frage an Sie selbst, persönlich, als Vorreiter des Klimaschutzes war: Wie leben SIE den Klimaschutz? Was tun SIE selbst und können uns, aus eigener Erfahrung, auch wenn es nur das Kleinste wäre, empfehlen und weitergeben? Leider, Ihre Antwort: Wir alle sollten uns nur Fragen stellen zum Klimaschutz und überlegen...angelesene Fakten,die anscheinend von Ihnen selbst nicht umgesetzt werden und Sie selbst Ihr Leben nicht verändert haben. Danke für Ihre Antwort.