Lesermeinung

Warum warten die Anschlusszüge nicht?

Zur Go-Ahead- Verkehrsgesellschaft:

Aktuell ist es vielen Menschen wichtig, Energie zu sparen, nachhaltiger zu agieren, die Umwelt zu schonen usw. Fahrgemeinschaften bilden, die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen. Da stehe ich komplett dahinter, keine Frage! Solange es funktioniert.

Von Funktionalität kann man bei der Verkehrsgesellschaft Go-Ahead leider überhaupt nicht sprechen. Seit dem holperigen Start im Juni hat sich praktisch nichts verbessert.

Der umweltschonende Bürger, kauft sein Ticket für die Bahn, stellt sich damit an den Bahnsteig und wartet auf den Zug, um zu seiner Arbeitsstelle zu gelangen. Leider kommt der Zug beinahe täglich zu Stoßzeiten zwischen 7 und 8 Uhr verspätet an.

In Aalen hat man drei Minuten Zeit, um von Gleis 1 auf Gleis 5 zu hetzen, um seinen Anschlusszug zu erwischen. Würde auch möglicherweise funktionieren, wenn die Anschlusszüge auf die verspäteten Züge warten würden.

In meinem Fall am Dienstag früh handelte es sich um etwa fünf Minuten Verspätung, also machbar. Zumindest war das so als die Deutsche Bahn noch fuhr. Ich bat in Aalen am Schalter um Erklärung, diese zitiere ich wie folgt: „Ihr Problem taucht hier in Aalen mehrmals täglich auf, aber die Züge sind privatisiert, wir Deutsche-Bahn-Angestellten können uns somit leider nicht um das Problem kümmern, die Züge von Go-Ahead warten generell nicht auf verspätet einfahrende Züge.“

Welcher Arbeitgeber macht das mit? Ich kam jedenfalls an diesem Morgen nicht mehr nach Ulm. Auf meine Beschwerde bei Go-Ahead, die ich noch am selben Tag per Mail versendete, wurde nur um den heißen Brei herumgeredet, keine klaren Antworten.

Solange zahlende Fahrgäste auf einem Hauptbahnhof wegen wenigen Minuten Verspätung die Anschlusszüge nicht mehr erreichen, sollte man in der Politik umdenken!

© Gmünder Tagespost 14.11.2019 20:15
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Kommentare

Philipp Scherer

Also zwei Dinge können hier nicht ganz stimmen:

1. Wieso kamen Sie an diesem Morgen nicht mehr nach Ulm? Auf der Brenzbahn besteht ein 30 bis 60-Minuten-Takt. Dann wäre man eben später mit dem nächsten Zug gefahren und hätte beim Arbeitgeber Bescheid gegeben.

2. Go Ahead fährt nicht nach Ulm, denn auf dieser Strecke gibt es keinen Strom.