Mit „Let’s go swimming“ auch ein „Kunstbad“

Der beliebte Treffunkt für die Bürgerschaft wurde von der Stadt Heubach ohne Zuschüsse vom Bund saniert. Nach der Eröffnungsparty am vergangenen Mittwoch steht das Hallenbad jetzt wieder der Bevölkerung zur Verfügung, für Vereine und Schulen bereits seit zwei Wochen.
  • Stadtbaumeisterin Ulrike Holl, Bürgermeister Frederick Brütting und Sibylle Rettenmaier (v. li.)vor dem Kunstwerk. Foto: aro

Heubach. Der erste und damit umfassendste Bauabschnitt am Heubacher Hallenbad ist vollendet. Seit Mittwoch den 20. November hat das Heubacher Hallenbad wieder geöffnet. Seit Juli wurde „intensiv an der Sanierung gearbeitet“, erklärt Bürgermeister Frederick Brütting. Für Vereine und Schulen stand das beliebte Bad bereits seit zwei Wochen offen, mit einer Eröffnungsparty am Mittwoch, mit kostenlosem Eintritt, Popcorn und Snacks wurde das Bad auch der Bevölkerung wieder zur Verfügung gestellt. Stadtbaumeisterin Ulrike Holl erläutert, wofür die Stadt Heubach 700 000 Euro investiert hat. Die „antike Lüftungsanlage“, musste komplett erneuert werden, dazu gehört auch die Verrohrung in den Decken des Gebäudes. Nach dem Öffnen der Decken wurden große Hohlräume mit alten Installationen sichtbar. Im Zuge dieser Maßnahmen wurden zeitgleich die Decken saniert und eine neue LED-Beleuchtung eingebaut.

Die auf dem Dach befindliche Lüftungsanlage stammt aus dem Jahr 1986 und ist aufgrund undichter Türen und trotz schallabsorbierender Matten extrem laut. Dies habe die Anwohner gestört. Zudem stellt Holl klar: „Wäre die Anlage komplett kaputt gegangen und ausgefallen, hätte dies unwiderruflich zur Schließung des Bades geführt.“ Mit der Sanierung der Lüftungsanlage habe sich die Stadt Heubach definitiv für den Erhalt des Bades entschieden, auch nach dem abschlägigen Bescheid des vom Bund aufgelegten Zuschussprogramms zur „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“, habe der Gemeinderat die Entscheidung „pro Hallenbad“, mitgetragen.

Foyer mit Kunstwerk

Der Umkleidebereich erhielt eine Auffrischung und das Foyer ziert jetzt auf einer ganzen Wand ein Kunstwerk der Künstlerin Sibylle Rettenmaier mit dem Titel, „Let’s go swimming“. Die freundliche und lebendige Szenerie zeigt fröhliche Kinder, die vergnügt dem Badespaß nachgehen. Die Kunstwand wurde von der gebürtigen Heubacherin Rettenmaier erst auf eine zwei Meter mal 80 Zentimeter große Leinwand gemalt, anschließend abgescannt und als Vergrößerung auf Aluminium gedruckt. „Das Bild bringt Farbe und Lebendigkeit in das Bad“, freut sich Bürgermeister Brütting, mit dem „individuellen Kunstwerk hat das Heubacher Hallenbad ein weiteres Alleinstellungsmerkmal.“ Das neue Farbkonzept des Bades wurde dem Bild angeglichen. Er sei vor acht Jahren zur Bürgermeisterwahl mit dem Versprechen des Erhalts der Heubacher Bäder angetreten“, meint Brütting. Das Hallenbad sei nicht nur unverzichtbar für Schulen und Vereine, sondern auch ein „wichtiger Treffpunkt der Bürger, speziell in der dunklen Jahreszeit.“ Der Heubacher Bäderbetriebsleiter Bernd Müller ergänzt: „Mit 18 000 Besuchern im Jahr wird das Bad von der Öffentlichkeit gut frequentiert“, die Wassertemperatur betrage 29 Grad. Ein weiterer kleinerer Bauabschnitt sieht die Sanierung der Lüftungsanlage im Bad vor, die Bestandskanäle in den Decken im Bad müssen überprüft und gegebenenfalls erneuert werden, „um die hohen Decken zu öffnen wird hier der Anbau eines Gerüsts notwendig werden“, erklärt die Stadtbaumeisterin. aro

© Gmünder Tagespost 22.11.2019 19:54
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