Was der Sieg von Boris Johnson jetzt für die EU bedeutet

Es war am Ende dann doch ein ziemlich überraschend klarer Sieg der Tories um Boris Johnson. Zwar hat Labour um Corbyn in den letzten Wochen noch ein wenig aufholen können, aber alles in allem war man stets davon ausgegangen, dass die Wahl recht eindeutig ausfallen würde. Nicht so wie damals das ursprüngliche Brexit-Votum, welches diese ganze Chose ja erst so richtig eingeleitet hat. Was aber bedeutet der Sieg von Johnson für die EU nun? Bekannt ist nur, dass der Mann mit der wilden blonden Frisur immer noch so schnell wie möglich aus der Union raus will. Lieber gestern als heute, aber spätestens zum Ende Januar des kommenden Jahres. Ist das realistisch?

Größte Mehrheit in 30 Jahren

Dass Großbritannien aus der EU raus will, das ist nichts neues. Dass sie nun aber auch die nötige Mehrheit haben, um alle Verträge durchzuboxen schon. Seit mehr als 30 Jahren hat Tory nicht mehr eine solche klare Mehrheit besessen, auch das scheint verwunderlich unter einem Premier Johnson. Denn sein bisheriger Politikstil lässt ein wenig an Trump auf der anderen Seite des Atlantiks erinnern. Unorthodox ist noch vorsichtig ausgedrückt, geradezu frei von allen Einschränkungen eher. Sein Führungsstil lässt Spieler ein wenig an das Book of Ra denken. Denn auch hier gibt es immer wieder Neuheiten, die man vorher nicht so hätte erwarten können. Dass der Austritt also in wenigen Wochen passieren wird, da darf man spätestens jetzt von ausgehen. Zumindest was die eigene Bevölkerung und die britische Politik betrifft. Denn auf der anderen Seite ist halt immer noch die EU, die auch ein Interesse daran hat, dass alle Dinge schnell und ordentlich vonstatten gehen – auch wenn sie es immer noch hinter vorgehaltener Hand besser finden würde, wenn die ganze Insel einfach Teil der wirtschaftlichen Union bleiben würde.

Unruhige Zeiten für Internationale

Zumal auch jene Menschen, die seit Jahren in Großbritannien leben, studieren und arbeiten nur wenig Interesse daran haben, dass sie dort schon in wenigen Jahren einen gesonderten Status haben müssen. Das ist alles so gar nicht im Sinne eines offenen Europas, bei dem Menschen keine Grenzen gesetzt sind. Für das eigene Leben und Wohlbefinden sollte man sich nicht so kümmern müssen. Dafür gibt es eher das beste Online Casino für gute Unterhaltung, egal wo man sich befindet. Die Spielewelt sollte frei sein von Einschränkungen, auch wenn Johnson und die Tories dies vielleicht anders sehen wollen. Es bleibt daher abzuwarten, wie sich Großbritannien in den kommenden Jahren entwickeln wird, wenn es nur noch eingeschränkt offene Grenzen gibt und so immer weniger Fachpersonal reinkommt. Dieses Personal aber wird dann mit offenen Armen in den anderen Zentren der EU willkommen geheißen, soviel wird schon feststehen. Besonders die Finanzzentren rund um Frankfurt, Amsterdam und Antwerpen reiben sich schon fast die Hände ob der vielen Talente, die nun vermehrt in Kontinentaleuropa anheuern werden.
Vielleicht ist der Brexit daher für die EU viel hinnehmbarer als für Großbritannien. Auch wenn das auf lange Sicht dort niemand akzeptieren oder gar anerkennen möchte. Vielleicht hat sich die Insel langfristig verspekuliert.

Bild von Free-Photos auf Pixabay

© Gmünder Tagespost 07.01.2020 11:32
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