Querpass

Gestatten, Schweinsteiger

  • über einen neuen Film von Til Schweiger Carsten Muth Foto: Volkmar Könneke
Die Helden von Rio, die 2014 mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft Weltmeister wurden und sich dadurch für viele Menschen unsterblich machten, sind in die Jahre gekommen. Sicher: Einige kicken noch mehr als passabel. Manuel Neuer, Toni Kroos, Mats Hummels und Thomas Müller etwa. Andere jedoch wie Mario Götze oder André Schürrle und Jérôme Boateng haben ihren Leistungszenit augenscheinlich überschritten und verschwinden immer mehr in der Versenkung.

Wiederum andere haben ihre Karrieren beendet. Zum Beispiel Miroslav Klose. Über dessen Werdegang vom Bolzplatz-Kicker zu einem der besten Angreifer in der deutschen Fußball-Geschichte hat der Journalist und Autor Ronald Reng kürzlich ein lesenswertes Buch geschrieben. Es trägt den schlichten Titel „Miro“.

Doch nicht nur Klose vermarktet erfolgreich seinen Namen. Toni Kroos hat einen Film über sich drehen lassen. „Kroos“ lief im vergangenen Jahr im Kino. Auch Bastian Schweinsteiger ließ sich von einer Kamera begleiten. Seine Laufbahn wird, wie am Montag bekannt wurde, von keinem geringeren als Til Schweiger verfilmt. Die Dokumentation soll noch in diesem Jahr bei Amazon Prime laufen.

Überraschend ist das nicht: Schweini und Schweiger sind gute Freunde, Schweiger laut Schweini die einzige Person, der er ein solches Projekt anvertrauen würde. Den Namen des Films haben die beiden zwar noch nicht verraten. Es wäre aber keine Überraschung, sollte das Werk einfach nur „Schweinsteiger“ heißen.
© Südwest Presse 14.01.2020 07:45
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