Lesermeinung

Zum Thema „Grundrente“ und „Hartz IV“

Wir alle können uns glücklich schätzen, in einem freien und friedlichen Land leben zu dürfen. Viele Bürgerinnen und Bürger nehmen es leider nicht mehr wahr, unter welch glücklichen Umständen wir – bei all den Problemen und Herausforderungen, die wir unbestritten auch haben – doch leben dürfen.

Ich möchte es deutlich machen, dass die CDU die Partei ist, die Menschen anerkennt, die jeden Tag arbeiten gehen, die die starke Mittelschicht begründen. Aber ebenso muss klar sein, dass ein jeder, der unverschuldet in eine Schieflage gerät, sich auch auf den Staat verlassen kann. Die Union hat beispielsweise mit der SPD hart darum gerungen, wie die Ausgestaltung einer Grundrente aussieht. Die CDU konnte durchsetzen, dass eben nicht das Prinzip Gießkanne angewendet wurde – und dennoch ist die Grundrente eine Anerkennung für alle, die ein Leben lang gearbeitet haben.

Wir sind ein Staat, in dem schwächere und bedürftigere Menschen aufgefangen werden. Wenn eine Famili – zum Beispiel mit drei Kindern – auf staatliche Unterstützung angewiesen ist, sollte den Kindern eine Perspektive geboten werden, die Kinder können ja für ihre Umwelt und ihre Verhältnisse am wenigsten. Die Kinder müssen vom Staat alle Möglichkeiten geboten bekommen, dass sie nicht ein ganzes Leben in ihrer Situation verharren müssen.

© Gmünder Tagespost 18.02.2020 22:00
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Kommentare

derleguan

Im Vergleich mit anderereen Staaten haben wir in der Tat ein noch halbwegs funktionierendes soziales Netz. Doch würde ich hier jetzt nicht ausgerechnet die CDU über den grünen Klee loben - sie steht für unsere kapitalistische Gesellschaft, die in eine des Turbokapitalismus ausgeartet ist.

Typisch für unsere kapitalistische Industriegesellschaft ist die soziale Ungleichheit. Produktionsmittel wie Fertigungshallen, Maschinen, Büroausstattungen konzentrieren sich bei Unternehmern. Arbeitnehmer sind weitgehend mittellos, können nur durch ihre Arbeitskraft Geld verdienen. Armut und die Angst vor ihr sind für den Fortbestand des Kapitalismus nützlich. Die mittellosen Arbeitnehmer versuchen mehr zu leisten und damit den anderen Arbeitnehmern zeigen, was ihnen droht, wenn sie sich nicht an die Regeln der Leistungsgesellschaft, in diesem Falle der Konkurrenzgesellschaft halten. Richtig reich wird man durch Ausbeutung der Arbeitskraft vieler anderer Menschen, oder durch eine Erbschaft. Neuerdings vielleicht noch durch groß angelegte Spekulation im Spielkasino der Finanzmärkte. Politik sollte hier zu Gunsten aller Staatsbürger regulierend einwirken. Das geht allerdings nicht mehr, wenn Untenehmereliten mächtiger sind als Politiker, diese in der Hand haben. Dann diktieren sie den Politikern, wie die ihre Arbeit zu verrichten haben. Gute Politiker erkennt man heutzutage daran, wie unabhängig sie von mächtigeren sind, und es nicht nur lediglich vorgeben.

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