Sich nur nicht selbst unter Druck setzen

Lebensstil der Lauf-geht’s-Teilnehmer wird positiver. Kostenlose Infoveranstaltung am Donnerstag, 5. März in Schwäbisch Gmünd beim Deutschen Roten Kreuz in der Weißensteiner Straße 40.
  • Kurt Bachmann.Foto: privat
  • Training und Bewegung an der frischen Luft stärken Körper und Immunsystem. Foto: opo

Bereits seit fünf Jahren betreuen Trainer der DJK Schwäbisch Gmünd die Läufer aus dem Remstal. Dieses Jahr wird ab dem 9. April für sechs Monate jeden Donnerstagabend trainiert. Die Teilnehmer werden langsam und mit Bedacht an die neue Belastung herangeführt. Damit jeder Teilnehmer in seinem Tempo laufen kann, gibt es im Training drei Leistungsgruppen: Walker, Lauf-Einsteiger und Fortgeschrittene.

Typische Anfängerfehler

Mehr als die Hälfte der Lauf-geht’s-Teilnehmer sind blutige Anfänger oder Wiedereinsteiger, die lange Zeit keinen Sport gemacht haben. Hier ist es wichtig, die Muskeln, Sehnen, Bänder und Gelenke vorzubereiten. Denn der größte Fehler, den Laufnovizen machen, ist, zu schnell zu viel zu wollen. Damit joggen sie geradewegs in die Verletzung. Nicht so bei Lauf geht’s. Trainingsplan und Programmmethodik schützen vor Überlastung. Das, so Lauftreffleiter Kurt Bachmann, ist einer der Hauptgründe für die Anmeldung: „Die Teilnehmer schätzen, dass es einen klaren Plan gibt, der nicht nur das eigentliche (Lauf-) Training abdeckt, sondern einen ganzheitlichen Ansatz hat, also auch die Ernährung und Mobilitäts- und Stabilitätsübungen umfasst.“ Auch das gemeinsame Training in der Gruppe werde sehr positiv angenommen.

Änderung des Lebensstils

Anfangs werde es noch als Leidensgemeinschaft wahrgenommen, mit zunehmender Dauer aber motivieren sich die Teilnehmer gegenseitig und es entstehen echte Freundschaften. Ihm selbst als Trainer gefällt das Kennenlernen neuer Menschen, mit denen man sonst vermutlich nie zusammengekommen wäre. „Außerdem freut es mich, wenn ich sehe, dass man anderen Menschen zu einer Änderung ihres Lebensstils zum Positiven helfen kann.“

Neue Streckenauswahl

Die Teilnehmer wissen es zu schätzen, dass es einen klaren Plan gibt, der nicht nur das eigentliche Training abdeckt.“

Kurt Bachmann, Leiter des Lauftreffs

Die Trainer in Gmünd wählen immer wieder neue Strecken aus: Anfangs wird auf weichem Waldboden trainiert, später zur Vorbereitung auf den Halbmarathon auf Asphalt. Dabei achten sie auch auf die Witterung: Bei Regen und Hitze geht es schnell in den Wald. Wichtig ist dem Betreuerstab, dass in jeder Gruppe immer mindestens zwei Trainer sind. Einer läuft ganz vorne und gibt das Tempo vor, einer ganz hinten in Sicht- und Rufweite. Unterschiedliches Tempo der Teilnehmer einer Gruppe wird durch zusätzliche Strecke für die schnelleren Teilnehmer ausgeglichen, etwa durch kurze Pendelstrecken, sodass die Gruppe erst gar nicht auseinanderfällt.

Wichtigster Tipp

Der wichtigste Tipp, den Kurt Bachmann allen neuen Teilnehmern mit auf den Weg gibt: „Setzt Euch selbst nicht zu sehr unter Druck.“ Insbesondere zu Beginn gelte es, einfach locker loszulegen und sich, so gut es eben geht, an den Plan zu halten.

Kostenlose Infoveranstaltung: Die Gmünder Trainer sind auch vor Ort, wenn Wolfgang Grandjean das Programm am 5. März im Deutschen Roten Kreuz in Schwäbisch Gmünd in der Weißensteiner Straße 40 vorstellt. Beginn ist um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. pm

© Gmünder Tagespost 25.02.2020 13:03
512 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.

Anmeldung zum E-Mail-Newsletter aus der Redaktion

Die wichtigsten und interessantesten Meldungen des aktuellen Tages aus der Redaktion direkt in Ihr E-Mail-Postfach – täglich und kostenlos jeden Abend.

Jetzt kostenlos anmelden

Aktuelle Meldungen direkt auf Ihr Handy