Kirche erstrahlt in frischem Glanz

Über ein Jahr lang dauerte die Instandsetzung des Bauwerkes aus dem 14. Jahrhundert. Dabei musste auch auf den Tierschutz geachtet werden. Der vorgesehene Festgottesdienst zur Wiedereröffnung fiel der Corona-Pandemie zum Opfer.
  • Das Einsetzen der hölzernen Streben und Dachbalken war aufwändig. Foto: Ulrich Kiener
  • Das Gotteshaus wurde komplett saniert.    Foto: Ulrich Kiener

Obergröningen. Zugegeben, übermäßig viel zu sehen gibt es in der rund 500 Einwohner zählenden Gemeinde Obergröningen im Ostalbkreis nun nicht gerade – aber ein schmucker Blickfang sticht jetzt deutlich hervor: Die frisch renovierte Nikolauskirche. Deren Wurzeln reichen zurück bis ins 14. Jahrhundert. Damals wurde sie als Chorturmkirche im romanischen Stil erbaut.

Großes Projekt gestemmt

Die Zeit ging an dem Gebäude jedoch nicht spurlos vorbei. Feuchtigkeit hatte sich an den Balkenköpfen im Turm gesammelt und sie stark beschädigt, auch die elektrische Anlage und der Außenputz waren deutlich in die Jahre gekommen.

Für die Gemeinde war klar: Die Kirche muss saniert werden, doch wie sollten die Kosten gestemmt werden? Ersten Schätzungen nach mussten hierfür rund 500 000 Euro aufgebracht werden. Dass dies gelang, lag auch an Fördertöpfen des Dekanats und der Landeskirche, aus denen Geldmittel für das Projekt nach Obergröningen geflossen sind. Dennoch war für die Gemeinde ein hoher Eigenanteil zu stemmen. Eine Projektgruppe gründete sich daraufhin und entwickelte gute Ideen zur weiteren Unterstützung. So wurde ein alter Heimatfilm gezeigt, der zusammen mit Bewirtung und Spenden über 7000 Euro an Einnahmen generierte.

Berücksichtigung des Artenschutzes

Pfarrerin Florentine Wolter erklärte, dass bei den Maßnahmen zur Sanierung der Artenschutz eine wichtige Rolle einnahm. Für die Dohlen und Fledermausarten, die an und in der Kirche heimisch waren, wurden neue Unterkunftsmöglichkeiten gesucht. Durch diese Problematik verzögerte sich jedoch der Start der Sanierung um ein halbes Jahr von Mai 2018 auf den November 2018. Im Dezember letzten Jahres sind die Renovierungsarbeiten abgeschlossen worden. Inzwischen wurden auch neue Nistkästen angebracht, die nach Angaben von Pfarrerin Wolter von den Tieren gut angenommen werden. als

© Gmünder Tagespost 20.03.2020 20:57
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