Heiße Drähte im Südwesten

Die Corona-Krise betrifft jeden – das macht redaktionelle Arbeit schwierig und einfach zugleich.
Schon im regulären Betrieb ist die Koordination der Baden-Württemberg-Berichterstattung mit viel Kommunikation verbunden: Der ständige Austausch über Themen und Ereignisse erfordert enge Drähte der Zentralredaktion zu den Korrespondenten – und zu den rund 20 Außen- und Partnerredaktionen im Verbund der „Südwest Presse“, von Aalen bis Bietigheim-Bissingen.

Mit der Corona-Krise hat sich das verstärkt und beschleunigt: Da viele Kollegen im „Homeoffice“ sitzen, wächst die Flut an Mails, glühen die Telefon-Drähte, sogar die Regierungs-Pressekonferenz läuft nun per Video-Stream. Auch die Schlagzahl der Ereignisse hat sich in einem Maße erhöht, dass wir noch mehr als sonst umsteuern, improvisieren, reagieren müssen. Die Zusammenarbeit mit der Online-Redaktion ist intensiv wie nie – die Leser, das zeigen alle Zahlen, erwarten zu Corona-Zeiten von uns schnelle und präzise Berichterstattung im Netz, egal ob spätabends oder früh am Morgen.

Andererseits ist die Arbeit zuletzt fast monothematisch geworden – Corona dominiert auf allen Ebenen und Kanälen. Im Krisen-Modus wird die sonst übliche Nachrichten- und Themenkonkurrenz in der Redaktion ebenso zurückgedrängt wie manche journalistische Marotte. Was jetzt zählt, ist das, was die Leser direkt betrifft und bewegt. So lenkt die Corona-Krise auch den Blick auf den Wesenskern des Zeitungsmachens – und darauf, was wir am besten können. Roland Müller
© Südwest Presse 25.03.2020 07:45
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