Rente bleibt zentrale Säule im Alter

Die Regierungskommission kann sich nur auf sehr vage Reformvorschläge einigen.
Die gesetzliche Rentenversicherung soll die zentrale Säule der Altersversorgung in Deutschland bleiben, aber mit Reformen zukunftsfest gemacht werden. Die Rentenkommission der Bundesregierung konnte sich allerdings nur auf sehr vage Empfehlungen einigen. Sie rät, für das Rentenniveau und den Beitragssatz nach 2025 Haltelinien für jeweils sieben Jahre festzulegen. Das Rentenniveau soll 44 bis 49 Prozent erreichen. Derzeit kommt der „Standardrentner“ nach 45 Berufsjahren mit immer durchschnittlichem Verdienst auf gut 48 Prozent vor Steuern. Der Beitragssatz soll zwischen 20 und 24 Prozent liegen. Derzeit beträgt er 18,6 Prozent.

Nicht festlegen wollte sich die Kommission, ob das Rentenalter weiter angehoben werden soll. Derzeit wird es bis 2032 schrittweise auf 67 Jahre erhöht. Ob eine weitere Anhebung erforderlich und vertretbar ist, soll erst 2026 entschieden werden. Nicht festlegen wollte sie sich auch, ob Beamte in die gesetzliche Rente einbezahlen sollen. Das könne zwar die Rentenkassen kurz- und mittelfristig entlasten. Langfristig gebe es aber erhebliche Zusatzbelastungen. Einig ist sie sich nur über eine Altersvorsorgepflicht für alle Selbständigen. Unter den zehn Mitgliedern der Kommission waren Vertreter von Union und SPD, der Sozialpartner sowie drei Wissenschaftler. dik
© Südwest Presse 28.03.2020 07:45
365 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.

Anmeldung zum E-Mail-Newsletter aus der Redaktion

Die wichtigsten und interessantesten Meldungen des aktuellen Tages aus der Redaktion direkt in Ihr E-Mail-Postfach – täglich und kostenlos jeden Abend.

Jetzt kostenlos anmelden

Aktuelle Meldungen direkt auf Ihr Handy