Erster Erfolg für Handel mit Iran

Europäische Plattform Instex bringt Geschäft als Ausgleich für US-Sanktionen in Gang.
Beim Versuch, das Atomabkommen mit dem Iran zu retten, sind die europäischen Vertragsmächte Deutschland, Frankreich und Großbritannien einen Schritt vorangekommen. Wie das Auswärtige Amt am Dienstag mitteilte, ist jetzt die erste Handels-Transaktion mit dem asiatischen Land jenseits der US-Sanktionen abgeschlossen worden. Eine Ladung mit medizinischen Gütern sei im Iran angekommen.

Sie wurde über die von Europa eingerichtete Handelsplattform Instex abgewickelt. Über diese soll der brachliegende Handel mit dem Mullah-Regime laufen, so lange das Land wegen des Atomprogramms mit US-Sanktionen belegt ist. Der Handel soll dem Iran einen Anreiz bieten, sich an das Abkommen zu halten, das die USA 2018 einseitig aufgekündigt hatten.

Um welche Güter es konkret geht, wollte das Auswärtige Amt unter Verweis auf die Vertraulichkeitsklauseln zwischen Instex und dem Exporteur nicht mitteilen. Allerdings soll es sich nach Informationen dieser Zeitung um Medikamente eines deutschen Unternehmens handeln.

Die Nachfrage für weitere Handelsabschlüsse ist durchaus vorhanden. „Instex liegen derzeit etwa 50 weitere Anfragen europäischer Unternehmen vor“, heißt es im Auswärtigen Amt. Der Schwerpunkt liege dabei auf dem humanitären Bereich, wie medizinischen Produkten und Nahrungsmitteln. Stefan Kegel
© Südwest Presse 01.04.2020 07:45
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