Lesermeinung

Zum Leserbrief „Schamlose Klimaschützer“ vom 25. März:

In seinem Leserbrief lobt Herr Wekemann das engagierte Handeln einiger Bundesminister in der Bekämpfung der Corona-Ausbreitung und tadelt Politiker, weil sie vergleichbare Vehemenz beim Klimaschutz einfordern, ohne dass Beweise für die Schädlichkeit von CO2 vorlägen.

Klima könne man nicht schützen.

Mit Letzterem hat er recht: Man kann nur Menschen schützen, dem Klima ist der Schutz egal. Leider ist Herrn Wekemanns Zweifel am Zusammenhang zwischen Temperaturerhöhung und menschengemachtem CO2-Anteil in der Atmosphäre unbegründet.

(...) Seit 70 Jahren betreibt man wissenschaftliche Eiskernbohrung in der Arktis und der Antarktis, um die Erdklimageschichte zu erforschen. (...) Daraus ist direkt erkennbar, dass die Erdtemperatur streng an den CO2-Gehalt der Atmosphäre gekoppelt ist. Ab 1850, mit dem Beginn der industriellen Revolution, verzeichnet man einen steilen Anstieg von beiden, 100-mal stärker als die natürlichen Schwankungen vor Auftauchen des Menschen waren. Dieser Anstieg beschleunigt sich immer mehr, ähnlich wie beim Anstieg der Corona-Infektionsfälle.

Der Unterschied liegt lediglich in der Zeitskala: Bei der Corona-Verbreitung geht es um Tage, bei der Klimaveränderung um Jahre. Wer diese Kurve gesehen hat, wird die Dramatik des menschengemachten Klimawandels nie mehr anzweifeln. (...)
Bei Corona ist die Dramatik offensichtlich, weil wir die gefüllten Intensivstationen sehen können. Die großen Konsequenzen des Klimawandels werden erst unsere Kinder und Enkel (...) spüren: Anstieg der Meeresspiegel, Veränderung der Meeres- und Luftströmungen, Migrationsströme, Zunahme von Tsunamis, Missernten, Waldbrände, Dürrekatastrophen, das Auftauchen unbekannter neuer Krankheiten und mehr. Politiker und wir Bürger müssen auf kurzfristige Katastrophen reagieren, ohne den Kampf gegen die langfristig drohenden Katastrophen aufzugeben. Das sind wir unseren Kindern und Enkeln schuldig.

© Gmünder Tagespost 01.04.2020 17:15
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Kommentare

derleguan

Frankreich erhebt eine Ökosteuer auf Flugtickets. Diese wird nach Ticketspreis und Strecke gestaffelt. Auch in Deutschland haben die 5 Wirtschaftsweisen vor einem halben Jahr ein Konzept zur CO2 Bepreisung vorgelegt. Warum findet man bei dem Vorschlag nichts, was den Flugverkehr mit einschließt? Die Ausnahmen gibt es immer konsequent für die Falschen. So kommt es zu der perversen Situation, dass ein Flug von Berlin nach München (CO2-Ausstoß: etwa 270 Kilogramm) heute billiger ist als eine Bahnfahrt (etwa 34 Kilogramm). Das muss sich in der nun kommenden neuen Wirtschaftsordnung ändern!

Lasttime

Sehr geehrter Herr Dr. Dörbrand, sehr geehrte Frau Müller,

etwas verspätet melde ich mich zu Wort und muß Herrn Wekemann Recht geben.

Ja - seit 70 Jahren betreibt man wissenschaftliche Eiskernbohrung in der Arktis und Antarktis und es sei erkennbar, daß der CO2-Gehalt in diesen 70 Jahren steigt und es um 1-2 Grad wärmer wird. Natürlich, das stimmt. Dies hat aber nichts mit unserer Lebensweise zu tun. Denn: Dies gab es schon in der Eiszeit:

Dazu kopiert aus Wikipedia: Zur Klimageschichte:

"Dansgaard-Oeschger-Ereignisse (benannt nach dem Paläoklimatologen Willi Dansgaard und dem Physiker Hans Oeschger) werden seit ihrer Entdeckung in den 1980er Jahren erforscht und bezeichnen extrem rasche Temperaturerhöhungen im Bereich des Nordatlantiks während der letzten Eiszeit. Dabei kam es zu einem plötzlichen Anstieg der Temperaturen von 6 bis 10 °C innerhalb eines Jahrzehnts. Diese Warmphasen flauten nur langsam ab und dauerten oft mehrere Jahrhunderte. Aus der Würm- beziehungsweise der Weichsel-Kaltzeit, die vor 115.000 Jahren begann und vor knapp 12.000 Jahren endete, lassen sich in Klimaarchiven 26 Dansgaard-Oeschger-Ereignisse nachweisen, vor allem in grönländischen Eisbohrkernen sowie in den Tiefseeablagerungen des Atlantiks. Nach dem Übergang in das Holozän traten diese abrupten Klimaschwankungen nicht mehr auf. Allerdings gibt es Hinweise, dass ähnliche Temperatursprünge auch während der Eem-Warmzeit vor 126.000 bis 115.000 Jahren stattfanden.

Beitrag der Korallenriffe zur letzten Temperaturerhöhung
Im Zeitraum von vor 16.000 bis 10.000 Jahren vor unserer Zeit

stieg die Temperatur in der Antarktis von –8 °C auf etwas unter 0 °C an;
stieg der Kohlenstoffdioxidgehalt der Erdatmosphäre von 180 ml/m³ (ppm) auf 260 ml/m³, wobei ein Anteil dieser Erhöhung auf die mit steigender Temperatur geringere Löslichkeit von Kohlenstoffdioxid in den Meeren zurückgeht;
stieg der Meeresspiegel um 100 Meter.
Vor ungefähr 10.000 Jahren waren auch die Regionen überflutet, in denen Korallenriffe existieren konnten. Diese benötigen eine relativ hohe Wassertemperatur und flaches, lichtdurchflutetes Wasser. Die Korallen hatten in der Zeit von 9000 bis 6000 Jahren vor heute ihre Blütezeit. Ihre Wachstumsgeschwindigkeit und der weitere Anstieg des Meeresspiegels um 20 Meter hielten sich gerade die Waage. Heute hat die Wachstumsgeschwindigkeit der Korallenriffe stark abgenommen, weil der Meeresspiegel kaum noch steigt. Da bei der Ausfällung des Kalkgehäuses der Korallen Kohlenstoffdioxid frei wird (siehe Kohlenstoffzyklus), wurde der Kohlendioxidgehalt in den vergangenen 14.000 Jahren nach Schätzungen von Wissenschaftlern durch die Korallenriffe um etwa 50 ml/m³ erhöht. Es wird vermutet, dass kalkbildendes Plankton einen ebenso hohen Anteil an der CO2-Erhöhung der Atmosphäre hat wie die Korallen."

Damals, vor 10.000 Jahren erhöhte sich CO2, die Temperatur stieg um 8 Grad. Niemand fuhr Auto.

Wie erklären Sie sich das?

Der Mensch hat seitdem Überschwemmungen, Meeresspiegelanstieg und Dürren, seit 10.000 Jahren überlebt und wird auch jetzt weiterleben. Man muß den Flüssen eben mehr Raum geben und nicht alles zubetonieren und bebauen. Der Meeresspiegel steigt ein bißchen an, dann sollte sich der Mensch anpassen, es als von der Natur gegeben annehmen, sich auf andere Plätze zurückziehen. Aber: Das kann er im 20. Jahrhundert nicht: Er meint: Ihm gehört alles. Wohin er gebaut hat und weiterbauen will. Oder meinen Sie wenn es damals, vor 10tausend Jahren die GRÜNEN schon gegeben hätte wäre alles anders gekommen? Es geht uns doch gut! Nein - Klima, die Erwärmung, die Erhöhung des Meeresspiegels kann man nicht schützen, es ist naturgegeben.

Insofern ist damit, für mich und viele andere, bewiesen, daß es Klimaveränderungen (wärmer, kälter)seit tausenden von Jahren immer schon gab und sie unabhängig von der Lebensweise sind. Man hat dazu jetzt eine politische "Klima-Rettungs-Industrie" geschaffen, die völlig unsinnig ist und unnötig Geld und Gehirn kostet. 

Lasttime

derleguan schrieb am 03.04.2020 um 10:15

Frankreich erhebt eine Ökosteuer auf Flugtickets. Diese wird nach Ticketspreis und Strecke gestaffelt. Auch in Deutschland haben die 5 Wirtschaftsweisen vor einem halben Jahr ein Konzept zur CO2 Bepreisung vorgelegt. Warum findet man bei dem Vorschlag nichts, was den Flugverkehr mit einschließt? Die Ausnahmen gibt es immer konsequent für die Falschen. So kommt es zu der perversen Situation, dass ein Flug von Berlin nach München (CO2-Ausstoß: etwa 270 Kilogramm) heute billiger ist als eine Bahnfahrt (etwa 34 Kilogramm). Das muss sich in der nun kommenden neuen Wirtschaftsordnung ändern!

Guten morgen Leguan,

einen menschengemachten Klimawandel 2020 gibt es nicht. Dazu hier noch eine schöne Kinder- und Jugendseite zum Klimawandel in der Steinzeit:

https://www.steinzeitung.ch/klima/

derleguan

Klimaleugner zu der Lasttime oder Herr Weckemann offensichtich gehören, sind eine verschworene Gemeinschaft. Selbst eine erdrückende Armee von Wissenschaftlern, wird diese Leute nicht an ihrem abstrusen Gedankenkonstrukt zweifeln lassen.

Für alle anderen ein Zitat aus:

https://www.greenpeace.de/themen/klimawandel/klimawandel-eine-unbequeme-wahrheit

"Wir müssen uns den Herausforderungen der globalen Klimaerwärmung stellen
Klimawandel - eine unbequeme Wahrheit"

"Das Ende der Schönwetterzeit

Der Klimawandel findet statt - und wir sind mittendrin. Es ist wissenschaftlich belegt, dass die globalen Durchschnittstemperaturen steigen. In den letzten 100 Jahren hat sich die Erde im Durchschnitt bereits um 0,7 Grad Celsius erwärmt. Der Großteil der Erwärmung fand dabei in den letzten drei Jahrzehnten statt. Und die Folgen dieser Erwärmung spüren wir bereits sehr deutlich.

Es fegen immer mehr Stürme über Europa hinweg, Hurrikans im Golf von Mexiko nehmen an Stärke zu, milde und regenreiche Winter bringen mehr Überschwemmungen, sommerliche Hitze- und Dürreperioden nehmen zu, Gletscher schmelzen und Permafrostböden tauen auf.

An den Folgen der Hitzewelle im Sommer 2003 starben allein in Europa 35.000 Menschen. Jährlich fallen - nach einer Studie der Weltgesundheitsorganisation - 150.000 Menschen dem Klimawandel zum Opfer. Und auch die Kosten steigen: Nach Aussagen der Münchener Rück erhöhte sich seit 1960 die Häufigkeit großer Naturkatastrophen um das Dreifache, die volkswirtschaftlichen Schäden stiegen sogar auf das Neunfache.

Die fünf wärmsten Jahre überhaupt, seit Beginn der Klimaaufzeichnungen, lagen alle im letzten Jahrzehnt: 1998, 2002, 2003, 2004, 2005. Im Jahr 2005 wurde die höchste Durchschnittstemperatur seit über einem Jahrhundert ermittelt.

Kohlendioxid (CO2) ist die Hauptursache für den derzeit stattfindenden Klimawandel. Es entsteht bei der Verbrennung fossiler Stoffe wie Kohle, Öl und Gas. Industrie, Kraftwerke, Verkehr und Computer - sie alle tragen zum Klimakollaps bei. Wir verbrennen fossile Energie in allen Lebenslagen: wenn wir heizen, Auto fahren, Licht einschalten. Noch nie in den letzten 650.000 Jahren war die CO2-Konzentration so hoch wie heute.
Der Treibhauseffekt

Das Gas Kohlendioxid wirkt in der Atmosphäre ähnlich wie das Dach eines Treibhauses: Es lässt die kurzwellige Sonneneinstrahlung ungehindert durch, verhindert jedoch zum Teil die Wärmeabstrahlung - die Erde erwärmt sich. Dieser Prozess war ursprünglich für die Entwicklung des Lebens auf der Erde unentbehrlich, ansonsten wäre es hier so kalt, dass kein Leben möglich wäre. Seit Beginn des Industriezeitalters sind jedoch durch den maßlosen Verbrauch fossiler Brennstoffe Unmengen des Treibhausgases Kohlendioxid zusätzlich frei geworden. Die Erde erwärmt sich immer schneller - wie im Fieber."

Lasttime

derleguan schrieb am 05.04.2020 um 10:14

Klimaleugner zu der Lasttime oder Herr Weckemann offensichtich gehören, sind eine verschworene Gemeinschaft. Selbst eine erdrückende Armee von Wissenschaftlern, wird diese Leute nicht an ihrem abstrusen Gedankenkonstrukt zweifeln lassen.

Es fegen immer mehr Stürme über Europa hinweg, Hurrikans im Golf von Mexiko nehmen an Stärke zu, milde und regenreiche Winter bringen mehr Überschwemmungen, sommerliche Hitze- und Dürreperioden nehmen zu, Gletscher schmelzen und Permafrostböden tauen auf.

Hallo Leguan,

diese "erdrückenden ARMEEN von Wissenschaftlern" existieren noch nicht lange. Sie sind die letzten 10-15 Jahre "auferstanden". Politisch gemacht. Nun - man kann doch die Überschwemmungen, Naturkatastrophen in der Steinzeit und der Eiszeit nicht leugnen. Sie existieren doch. Das wird in Erdkunde, so hoffe ich, immer noch anschaulich besprochen, vielleicht aber auch bewußt ausgelassen (???) um die Schüler "andersgläubig" für Frydays for future zu machen? Politische Lenkung im Hintergrund? Aber: Durch diese neue "Klimakatastrophe" kann man den Bürger abzocken ohne Ende. Die Steuern für die Bürger wachsen, Wissenschaftler verdienen und die Wirtschaft wächst? Nun - mit dem Coronavirus wohl nicht mehr. Deshalb ist es jetzt, in der Corona-Pandemie völlig überflüssig über Klimaschutz zu reden und dazu immer weiter neue Horrorszenarien dazu zu erfinden. Und gerade diese "grünen Klimaexperten" haben unsere Bauern und Landwirte durch Ihre Auflagen (Pestizide, Gülle...), immer im Hintergrund mit den "sogenannten Experten" wirtschaftlich kaputt gemacht. Statt grünen Wiesen wird es in Zukunft Baugebiete geben. Zu dieser Meinung teilt sich ganz Deutschland, das sind nicht nur Herr Wekemann und ich - nein! Deshalb haben die Grünen ja auch so wenig Stimmen bei den Wahlen bekommen und werden nach der Conorakrise darniedergehen.

Lasttime

PS an Leguan:

Es sei denn, den GRÜNEN fällt, dank Ihren wissenschaftlichen Beratern und Medienspezialisten ein, den Wählern zu vermarkten, daß:

Die Corona-Pandemie etwas mit der Klimaerwärmung und unserer Umwelt zu tun hätte. Was natürlich nicht so ist.

Schau´n wir mal.

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