Hochschulen bekommen mehr Geld

Neuer Finanzierungsvertrag unterzeichnet: Es geht um zusätzliche 1,8 Milliarden Euro über fünf Jahre.
Das Land gibt den Hochschulen von 2021 bis einschließlich 2025 mehr Geld – insgesamt geht es um 1,8 Milliarden Euro zusätzlich. Die so genannte Hochschulfinanzierungsvereinbarung wurde der grün-schwarzen Landesregierung zufolge unterzeichnet. Der derzeitige Vertrag läuft Ende 2020 aus.

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) teilte mit: „Die Vereinbarung sieht vor, dass die Hochschulen bis 2025 einen verlässlichen finanziellen Aufwuchs von durchschnittlich 3,5 Prozent pro Jahr erhalten.“ Rechnet man schon bisher garantierte Mittel mit ein, ergibt sich ein Gesamtvolumen der Vereinbarung von mehr als 20 Milliarden Euro.

Der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz der Universitäten, Stephan Dabbert, sagte, damit werde die Finanzierung auf eine verlässliche Basis gestellt. Die Zusatzmittel könnten aber den finanziellen Bedarf, etwa zur Digitalisierung, nicht decken. Die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften erklärten, man habe sich zwar mehr erhofft, aber der Vertrag gebe deutlich mehr Planungssicherheit.

SPD-Hochschulexpertin Gabi Rolland meinte: „Natürlich hatten sich alle Hochschulen zu Recht mehr Geld gewünscht.“ Inzwischen tickten die Uhren aber anders – man sei froh über das Geld, was man bekommen könne. FDP-Hochschulexperte Nico Weinmann sagte: Wegen der Corona-Pandemie seien die Hochschulen gefordert, digitale Angebote zu machen. „Hier muss noch nachgebessert werden.“ dpa
© Südwest Presse 02.04.2020 07:45
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