Ein Drittel weniger neue Fahrzeuge

Deutsche Schlüsselindustrie schickt zehntausende Mitarbeiter vorübergehend nach Hause.
38 Prozent weniger Autos als vor einem Jahr sind im März neu zugelassen worden. Das teilt das Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg mit. Es habe 40 Prozent weniger gewerbliche und 34 Prozent weniger private Neuzulassungen gegeben. Ausnahme: 56 Prozent mehr elektrische (10 329) und 62 Prozent mehr Hybrid-Pkw (28 735). Insgesamt wurden 215 120 Pkw verkauft.

Der Rückgang um 38 Prozent war der höchste Rückgang seit der Wiedervereinigung. Gleichzeitig produzierten die Hersteller 37 Prozent weniger Autos. Doch die große Phase der Unsicherheit dürfte für die deutsche Schlüsselindustrie, in der 800 000 Menschen arbeiten, jetzt erst richtig beginnen.

„Wir stehen vor einer Herausforderung in bisher nie gekanntem Ausmaß“, sagt Hildegard Müller, die Präsidentin des Branchenverbandes VDA. Der Branchenexperte Stefan Bratzel erwartet, dass der globale Automarkt in diesem Jahr um 17 und in Europa um 21 Prozent absacken könnte.

Volkswagen hat die Produktionsunterbrechung in allen deutschen Werken gerade bis zum 19. April verlängert. Zehntausende Daimler-Beschäftigte gehen am Montag für zwei Wochen in Kurzarbeit, BMW hat Kurzarbeit bis 19. April für 20 000 Beschäftigte angemeldet. Wann PSA (Opel) seine Werke wieder hochfährt, steht nicht fest. Bei Continental sind 30 000 Menschen hierzulande in Kurzarbeit. dpa
© Südwest Presse 04.04.2020 07:45
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