Damit Azubis ihre Vergütung behalten

Corona Was die IG Metall Jugend Ostalbkreis in Zeiten der Kurzarbeit von Unternehmen und Regierung fordert.

Aalen. „Aktuell drohen mehrere Unternehmen mit der Kündigung von Auszubildenden und erhöhen den Druck auf die Bundespolitik, Paragraf 19 BBiG auszusetzen, der die Fortzahlung der Ausbildungsvergütung bis zu sechs Wochen bei Ausfall der Ausbildung sichert. Damit hätten Auszubildende im Falle der Kurzarbeit bis zu 40 Prozent weniger Vergütung“, so Alexander Relea-Linder, Jugendsekretär der IG Metall Jugend Ostalb.

Bosch AS Betriebsrat Kevin Hanselmann weist darauf hin, dass eine gesetzliche Änderung im BBiG dazu führen würde, dass nicht nur Azubis in besser bezahlten Branchen einen harten Vergütungsunterschied hinzunehmen hätten, sondern auch die in Klein- und Kleinstunternehmen ohne den Schutz durch Jugend- und Auszubildendenvertretungen, Betriebsräte oder Tarifverträge. Bei einer Ausbildungsvergütung von 800 Euro würde sich die um 320 Euro auf 480 Euro verringern.

„Wir fordern von der Bundesregierung Lösungen, die keine Minderung der Ausbildungsvergütung zur Folge haben“, sagt Alfing Betriebsrat Alexander Pohl. „Insgesamt plädieren wir für die Erhaltung der sechs Wochen Fortzahlung der Ausbildungsvergütung und für die Erhaltung der Ausbildungsplätze in vollem Umfang“, betont Alexander Relea-Lindner abschließend.

© Gmünder Tagespost 06.04.2020 19:30
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