Lesermeinung

Zum Thema Ischgl und Corona:

in jedem Print-online medium ist mittlerweile nachzulesen, das durch das Skigebiet Ischgl in Tirol halb-Europa verseucht wurde (STERN online 30.03.2020 u.a.). Warnungen von Behörden gab es schon ab Anfang März. Zahlreiche Partyfans haben den Aufenthalt storniert. Anderen war das persönliche Vergnügen wichtiger. Bloß keine Party auslassen.

In Stern, Spiegel, Welt etc. werden so häufig wie nie, Aalen und der Ostalbkreis zitiert, welcher sich durch die Partypeople als Corona-Hotspot entwickelt hat. Kann sich eigentlich noch jemand an die Zeit vergangenes Jahr erinnern, als sehr sehr viele Städte und Landkreise den Klimanotstand ausgerufen haben? Was waren das noch für gute Zeiten, als man eine imaginäre Gefahr, die sehr abstrakt und wenn überhaupt sehr weit entfernt war, zu der größtmöglichen aller Gefahren hochstilisieren konnte.

Die Klimahysteriker halten ja die Wirtschaft für das Hauptproblem. Fast alles steht nun still, CO2 wird kaum noch produziert. Die Klimahysteriker können sich freuen.

© Gmünder Tagespost 06.04.2020 19:56
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Kommentare

derleguan

Auch Herr Sauer gehört offensichtlich zu den Klimaleugnern. Diese verschworene Gemeinschaft lässt die Argumente von abertausenden Wissenschaftlern, die uns immer wieder vor Augen führen, womit wir zu rechnen haben, wenn wir den Klimawandel nicht aufhalten, nicht an sich ran. Alle anderen können sich in dieser sorgenvollen Krisenzeit tatsächlich darüber etwas freuen, dass wenigstens die Umwelt ein bisschen aufatmen kann.

Frankreich erhebt eine Ökosteuer auf Flugtickets. Diese wird nach Ticketpreis und Strecke gestaffelt. Belgien, Norwegen und die Niederlande haben die Steuer schon, wie lange wartet Deutschland noch? Auch in Deutschland haben die 5 Wirtschaftsweisen vor einem halben Jahr ein Konzept zur CO2 Bepreisung vorgelegt, warum nicht etwas, das den den Flugverkehr mit einschließt? Es gäbe die Milliarden an Steuereinnahmen, die der Staat gerade jetzt so dringend benötigt. Fliegt eine Person von Frankfurt nach Sydney, Australien rechnet Atmosfair aus, dass für diese Person 10 935 Kilogramm CO² ausgestoßen werden. Das klimaverträgliche Jahresbudget einer Person liegt bei 2300 Kilogramm CO². Ein Inder emittiert ca. 1600 Kilogramm CO² im Jahr. Außerdem kommt es zu der perversen Situation, dass ein Flug von Berlin nach München (CO2-Ausstoß: etwa 270 Kilogramm) heute billiger ist als eine Bahnfahrt (etwa 34 Kilogramm). Das muss sich in der nun kommenden neuen Wirtschaftsordnung ändern!

Sascha81

derleguan schrieb am 07.04.2020 um 10:44

Auch Herr Sauer gehört offensichtlich zu den Klimaleugnern. Diese verschworene Gemeinschaft lässt die Argumente von abertausenden Wissenschaftlern, die uns immer wieder vor Augen führen, womit wir zu rechnen haben, wenn wir den Klimawandel nicht aufhalten, nicht an sich ran. Alle anderen können sich in dieser sorgenvollen Krisenzeit tatsächlich darüber etwas freuen, dass wenigstens die Umwelt ein bisschen aufatmen kann.

Frankreich erhebt eine Ökosteuer auf Flugtickets. Diese wird nach Ticketpreis und Strecke gestaffelt. Belgien, Norwegen und die Niederlande haben die Steuer schon, wie lange wartet Deutschland noch? Auch in Deutschland haben die 5 Wirtschaftsweisen vor einem halben Jahr ein Konzept zur CO2 Bepreisung vorgelegt, warum nicht etwas, das den den Flugverkehr mit einschließt? Es gäbe die Milliarden an Steuereinnahmen, die der Staat gerade jetzt so dringend benötigt. Fliegt eine Person von Frankfurt nach Sydney, Australien rechnet Atmosfair aus, dass für diese Person 10 935 Kilogramm CO² ausgestoßen werden. Das klimaverträgliche Jahresbudget einer Person liegt bei 2300 Kilogramm CO². Ein Inder emittiert ca. 1600 Kilogramm CO² im Jahr. Außerdem kommt es zu der perversen Situation, dass ein Flug von Berlin nach München (CO2-Ausstoß: etwa 270 Kilogramm) heute billiger ist als eine Bahnfahrt (etwa 34 Kilogramm). Das muss sich in der nun kommenden neuen Wirtschaftsordnung ändern!

Die von Ihnen angesprochene Steuer ist am 1. April in Kraft getreten.


https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/klimaschutz/luftverkehrsteuer-1681874


Der Staat ist jedoch meiner Meinung nach auch der einzige Nutznießer aus der Luftverkehrssteuer. Denn für die Umwelt wird sich gar nichts ändern, im Gegenteil, der Flugverkehr wird weltweit weiter zunehmen. Auch hier in Deutschland.
Und mal ehrlich, wer verzichtet denn auf die nächste Flugreise nach Amerika, Asien oder sonst wo hin, wenn im schlimmsten Fall auf die Gesamtrechnung nochmal lächerliche 34,50€ (hin und zurück) oben drauf kommen?
Wenn tatsächlich der Bevölkerung der Spaß am Fliegen hätte vermiest werden sollen, dann hätte die Luftverkehrssteuer mindestens verdoppelt und noch eine Null mit drangehängt werden müssen.
Somit unterstelle ich, dass es von Anfang an nur ums Geld ging und nicht um den Umweltschutz.

derleguan

Sascha81 schrieb am 07.04.2020 um 12:49Der Staat ist jedoch meiner Meinung nach auch der einzige Nutznießer aus der Luftverkehrssteuer. Denn für die Umwelt wird sich gar nichts ändern, im Gegenteil, der Flugverkehr wird weltweit weiter zunehmen. Auch hier in Deutschland.

Und mal ehrlich, wer verzichtet denn auf die nächste Flugreise nach Amerika, Asien oder sonst wo hin, wenn im schlimmsten Fall auf die Gesamtrechnung nochmal lächerliche 34,50€ (hin und zurück) oben drauf kommen?
Wenn tatsächlich der Bevölkerung der Spaß am Fliegen hätte vermiest werden sollen, dann hätte die Luftverkehrssteuer mindestens verdoppelt und noch eine Null mit drangehängt werden müssen.
Somit unterstelle ich, dass es von Anfang an nur ums Geld ging und nicht um den Umweltschutz.

Ich gebe Ihnen vollkommen recht. Mit der Zeit wird man so niedergeschlagen von der Diskrepanz der ewig angekündigten Wichtigkeit des Klimaschutzes und den winzigen Maßnähmchen, dass man selbst schon kleinste Schritte herbeisehnt - große Schritte wären selbstverständlich sehr viel effizienter. Also Steuer auf Flüge verdoppeln und eine Null dranhängen, und das noch vor den Sommerferien.

Sascha81

derleguan schrieb am 07.04.2020 um 20:54

Ich gebe Ihnen vollkommen recht. Mit der Zeit wird man so niedergeschlagen von der Diskrepanz der ewig angekündigten Wichtigkeit des Klimaschutzes und den winzigen Maßnähmchen, dass man selbst schon kleinste Schritte herbeisehnt - große Schritte wären selbstverständlich sehr viel effizienter. Also Steuer auf Flüge verdoppeln und eine Null dranhängen, und das noch vor den Sommerferien.

Genau das wird aber nicht passieren. Nicht vor den Sommerferien, nicht nach Corona und auch nicht danach.
Denn im Umkehrschluss muss man feststellen: Es SOLL gar nicht aufs Fliegen verzichtet werden, sondern der Staat will nur mehr daran verdienen.
Aber um den Bürger in der Angelegenheit noch tiefer in die Tasche zu greifen (und dafür auch noch bejubelt und beklatscht zu werden) muss es eben als "Maßnahme zur Rettung des Klimas" umetikettiert werden.
Denn das Thema Umweltschutz zieht bei der Bevölkerung seit dem Klimahype 2019 schließlich immer.

derleguan

Da haben einige Leute wirklich noch nicht kapiert, um was es geht - es geht darum, die Klimaerwärmung aufzuhalten und damit die Lebensgrundlage der Menschen in Zukunft zu erhalten. Und nicht um den bösen Staat, der immer nur versucht, den armen Bürgern in die Taschen zu greifen.

Nur ein radikaler Bruch mit der heutigen Konsum- und Lebensweise kann den Klimakollaps verhindern. Wenn die natürlichen Ressourcen erhalten und ein gutes Leben für alle Menschen möglich sein soll, muss das profit- und konkurrenzgetriebene Wachstum durch kooperatives Wirtschaften und Zusammenleben ersetzt werden.

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