EU schnürt Hilfspaket für die Wirtschaft

Mit einer halben Billion Euro sollen die Corona-Folgen abgefedert werden.
Nach tagelangen zähen Verhandlungen haben sich die EU-Finanzminister auf Hilfen von einer halben Billion Euro geeinigt, um Mitgliedstaaten, Firmen und Arbeitnehmer in der Corona-Krise zu unterstützen. Vereinbart wurde zudem die Schaffung eines „Wiederaufbaufonds“ für die Zeit nach der Krise. Dessen Finanzierung blieb aber offen. Italien hält dabei an den umstrittenen Corona-Bonds fest.

Die Einigung zeige, dass die EU-Staaten gemeinsam handelten und „die Europäische Union funktioniert“, sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) nach einer Videokonferenz mit seinen EU-Kollegen. Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire sprach von einer „ausgezeichneten Vereinbarung“. Das Paket enthalte „mutige und ehrgeizige Vorschläge, die vor einigen Wochen noch nicht möglich schienen“, erklärte Eurogruppen-Chef Mario Centeno. EU-Ratspräsident Charles Michel sprach von einem „soliden Paket“, das „im Geiste der Solidarität“ auf die Corona-Krise antworte. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) wertete das Milliarden-Paket als „gelebte europäische Solidarität“. EU-Parlamentspräsident David Sassoli sprach immerhin von einem Schritt „in die richtige Richtung“. afp

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© Südwest Presse 11.04.2020 07:45
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