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Was Corona für Beerdigungen bedeutet

Die Pandemie verändert auch die Art, wie wir trauern. Schmid Bestattungen, Concordia Bestattungen und „Bestattungen mit Herz“ aus Schwäbisch Gmünd über die aktuellen Regelungen für einen würdevollen Abschied.
  • Angela Elsner von Concordia Bestattungen, Sascha Wiersdorf von „Bestattungen mit Herz“ und Thomas Schmid von Schmid Bestattungen sind für Sie da. Foto: privat

Gegenwärtig sind Veranstaltungen und sonstige Ansammlungen in Kirchen, Moscheen, Synagogen und die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften grundsätzlich untersagt. Ausnahmen gelten für Erd- und Urnenbestattungen sowie Totengebete unter freiem Himmel. Die Zeremonie in einer Kapelle oder Kirche ist nicht gestattet. Fünf Trauernde können immer an einer Trauerfeier teilnehmen. Hinzu kommen können Angehörige einer Familie,die in gerader Linie verwandt sind, wie beispielsweise Eltern, Großeltern, Kinder und Enkelkinder. Auch für Angehörige der selben häuslichen Gemeinschaft (z.B. Wohngruppen) sowie deren Ehegatten, Lebenspartnerinnen oder Lebenspartner oder Partnerinnen und Partner ist eine Teilnahme möglich.

Die Teilnehmer einer Bestattung sollten vorab gebeten werden, sich an die geltenden Regelungen zu halten und den Teilnehmerkreis so klein wie möglich zu halten. Selbstverständlich wird auch in der aktuellen Krise ein Verstorbener im Beisein der Trauernden beigesetzt und die Trauerfeier von den Friedhofgärtnern nach Absprache und Wünschen dekoriert. Daran hat sich nichts geändert.

Geistliche und Trauerredner müssen nicht als Gäste der Zeremonie mitgezählt werden, ebenso Bestatter selbst und deren Helfer – sofern sie nicht mit der Trauergemeinde in Kontakt kommen.

Es empfiehlt sich, dass ein Verantwortlicher der Trauergemeinde eine Teilnehmerliste führt und diese anschließend der Friedhofsverwaltung oder dem Geistlichen übergibt. Auf der Liste müssen die Kontaktadressen inklusive Telefonnummern der Teilnehmenden festgehalten sein. Nach 21 Tagen sollte eine solche Liste dann vernichtet werden. Trauerfeiern in Krematorien sind laut der Corona-Verordnung generell unzulässig.

Im Augenblick ist die Abschiednahme am offenen Sarg bei Verstorbenen, die an der neuartigen Lungenkrankheit Covid-19 litten, untersagt.

Bei Aufbahrungen in Leichenhallen und ähnlichen Einrichtungen ist eine Besichtigung des Verstorbenen erlaubt, allerdings nur von Einzelnen. Mehrere Personen gleichzeitig dürfen sich nicht verabschieden.

Generell gilt: An allen Veranstaltungen müssen die beteiligten Personen die Maßnahmen zum Infektionsschutz, insbesondere einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zur nächsten Person, einhalten. Ausnahmen vom Mindestabstand sind nur bei hilfebedürftigen Personen zulässig.

Gerade in der gegenwärtigen Krisenlage sind sich die Gmünder Bestatter ihrer Verantwortung mehr denn je bewusst. Sie weisen darauf hin, dass Trauerfeiern für die Hinterbliebenen in Raten bezahlt werden können und betonen: Es ist ihre Aufgabe, in der schwierigen Situation nach dem Verlust eines geliebten Menschen Trost zu spenden, Freiräume für die Trauerarbeit schaffen, aber auch ein zuverlässiger und seriöser Partner bei Organisation und Gestaltung der Bestattung, Trauerfeier und allen Dienstleistungen zu sein. kf

© Gmünder Tagespost 24.04.2020 21:42
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