CO2-Angaben: Ermittlungen eingestellt

Staatsanwaltschaft kann den Verdacht der bewussten Manipulation nicht mit Sicherheit nachweisen.
Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat Ermittlungen wegen manipulierter CO2-Angaben bei Volkswagen eingestellt. Begründung: Der Verdacht gegen sechs Beschuldigte habe sich nicht beweisen lassen. Die Staatsanwaltschaft hatte untersucht, ob Angaben zu CO2-Emissionen im Testbetrieb bewusst manipuliert worden waren und daher in Typgenehmigungen deutlich zu niedrig angegeben worden sein könnten.

Im Ergebnis sei deutlich geworden, dass VW die für die Emissionen und den Verbrauch gegebenen Spielräume und noch zulässigen Toleranzbereichen für sich genutzt habe, teilte die Staatsanwaltschaft mit. VW hatte 2015 eingeräumt, „dass bei der CO2-Zertifizierung einiger Fahrzeugmodelle zu niedrige CO2- und damit auch Verbrauchsangaben festgelegt wurden“. Das betreffe 800 000 Wagen.

Die Ermittlungen zu einer möglichen Marktmanipulation und das Verfahren wegen Software-Manipulationen beim Stickstoffdioxid-Ausstoß laufen in Braunschweig weiter. Wegen mutmaßlicher Marktmanipulation sind Ex-VW-Chef Martin Winterkorn, Konzernchef Herbert Diess und der Aufsichtsratsvorsitzende und ehemalige Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch angeklagt. Winterkorn ist zudem mit weiteren VW-Mitarbeitern wegen Betrugs angeklagt. dpa
© Südwest Presse 30.04.2020 07:45
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