Gut zu wissen

Kurzarbeitergeld bei Minijobbern

Grundsätzlich entscheidet
der Arbeitgeber, für
welche Beschäftigte er
Kurzarbeit bei der Agentur
für Arbeit anmelden möchte. Aber was ist mit Mini-Jobbern oder Aushilfen?
Können auch sie
Kurzarbeitergeld erhalten?

Nein, erklärt Peter Meyer, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Berlin. Wer auf 450-Euro-Basis arbeitet oder während der Corona-Krise bis zum 31.10.2020 längstens
fünf Monate oder 115 Tage
im Kalenderjahr beschäftigt
wird, gilt nach Paragraf 8
im Sozialgesetzbuch IV (SGB)
als geringfügig Beschäftigter
und zahlt somit keine
Beiträge zur Arbeitslosenversicherung. An eine Pflicht
zur Arbeitslosenversicherung
ist das Kurzarbeitergeld
aber gekoppelt.

Kurzarbeitergeld ab 450 Euro
Einkommen möglich

Für Mini-Jobber kann der
Arbeitgeber entsprechend keine Kurzarbeit anmelden. Sie bleiben im Zweifel ohne Vergütung, wenn der Betrieb geschlossen hat.
Gleiches gilt für Aushilfen, wenn diese als geringfügig Beschäftigte angemeldet sind und nicht
in die Arbeitslosenversicherung einzahlen.

Wer aber zum Beispiel als Werkstudent ein höheres Einkommen als 450 Euro hat, kann Kurzarbeitergeld bekommen, wenn der Betrieb das anmeldet.

Zur Person: Peter Meyer ist
Fachanwalt für Arbeitsrecht
und in der Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV) tätig.

(dpa)

Foto oben: Christin Klose/dpa

© Gmünder Tagespost 30.04.2020 16:10
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