Schlusslicht im Handwerk

Niedriger Umsatz pro Kopf und auffallend viele Geringverdiener.
Nie waren Friseursalons beliebter als nach der wochenlangen Zwangspause in der Corona-Krise. Doch pünktlich zur Wiedereröffnung an diesem Montag macht das Statistische Bundesamt auf strukturelle Schwächen des Friseurhandwerks aufmerksam. Nach den jüngsten verfügbaren Zahlen aus dem Jahr 2017 erwirtschafteten in Deutschland rund 240 000 Beschäftigte in 52 700 Unternehmen einen Branchenumsatz von 6,7 Mrd. EUR. Mit einem Pro-Kopf-Umsatz von 28 000 EUR bilden sie damit unter allen Handwerksberufen das Schlusslicht.

Typisch ist zudem der mit 16 Prozent überdurchschnittliche Anteil von Beschäftigten mit geringfügiger Entlohnung. 37 500 Beschäftigte gingen 2017 mit Monatseinkommen von 450 EUR oder weniger nach Hause. Im gesamten Handwerk beträgt der Anteil der Geringverdiener lediglich 10 Prozent. dpa
© Südwest Presse 05.05.2020 07:45
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