Basketball

Spieler fühlen sich von Liga übergangen

Konzept für die geplante Fortsetzung der Saison steht. Die Fragen der Profis wurden jedoch noch nicht beantwortet.
Für Danilo Barthel, Niels Giffey und Akeem Vargas sind vor dem geplanten Neustart der Basketball-Bundesliga noch ein paar Dinge zu klären. Wie groß ist die Verletzungsgefahr? Wie belastend die dreiwöchige Quarantäne? Fragen, die den Nationalspielern beim Gedanken an eine baldige Fortsetzung des Spielbetriebs durch den Kopf schwirren.

Die Profis fühlen sich von der Liga bislang nicht ausreichend in die Planungen einbezogen. „Es ist eine klare Frustration zu spüren“, sagte Giffey von Alba Berlin der Süddeutschen Zeitung. Er hätte sich gewünscht, „dass man auch die Stimmen der Spieler hört“, meinte Barthel von Meister Bayern München bei MagentaSport. Liga-Boss Stefan Holz nimmt derlei Aussagen sehr ernst. „Dass sich die Spieler jetzt an die BBL wenden, verstehe ich als eine Art Hilferuf“, sagte er und habe „absolutes Verständnis für den berechtigen Schritt“.

Drei Wochen in Quarantäne

Am Donnerstag hatte die Liga ihr Hygiene- und Sicherheitskonzept bei den zuständigen Behörden für ihr Vorhaben eines dreiwöchigen Turniers im Münchner Audi Dome hinterlegt. Während dieser Zeit sollen alle Teams in einem Hotel zusammengezogen werden, um die Infektionsgefahr von außen zu bannen. Aufbauspieler Vargas von den Frankfurt Skyliners hat so seine Zweifel, ob eine komplette Abschottung gelingen kann. „Für mich ist es schwer vorstellbar, dass bei 200 Leuten keiner den Drang verspürt, mal auszubrechen und sich eine Cola an der nächsten Ecke zu holen“, sagte er der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Und Giffey sagte der SZ: „Ich sehe ein großes Problem in der Gesamtidee, für drei Wochen in einem Hotel eingesperrt zu sein.“

Der deutsche Basketball-Meister soll bei dem Turnier in einer Playoff-Runde mit Hin- und Rückspielen ermittelt werden. Die jeweiligen Ergebnisse der beiden Partien im Viertel-, im Halbfinale sowie im Finale werden zu einem Endergebnis addiert, das dann über den Sieger entscheidet. Zuvor spielen die insgesamt zehn Mannschaften in zwei Fünfer-Gruppen in einer einfachen Gruppenphase nach dem Modus jeder gegen jeden die acht Playoff-Teilnehmer aus. sid
© Südwest Presse 09.05.2020 07:45
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