Agrarminister uneins über Arbeitskräfte

Landwirte fordern, dass die Hilfen aus Osteuropa 180 Tage in Deutschland bleiben dürfen.
Saisonarbeiter, die während der Corona-Krise in der Landwirtschaft arbeiten, sollen 180 Tage, anstatt bisher 115 Tage, im Land bleiben, das ist der Wunsch vieler landwirtschaftlicher Betriebe und einiger Bundesländer. „Allerdings haben wir in der Frage bisher noch keine Einigung erzielt“, sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) am Ende der Agrarministerkonferenz.

Ende März hatte das Bundesinnenministerium die Erlaubnis erteilt, 40 000 Arbeitskräften die Einreise nach Deutschland zu genehmigen. Bis Ende April waren rund 17 700 Arbeitnehmer vor allem aus den Ländern Polen und Rumänien per Flugzeug nach Deutschland gekommen. Aufgrund der hohen Auflagen wie Einreisekontrollen, Abstandsregelung, Unterbringung- und Transportsituation, fordern landwirtschaftliche Betriebe, dass die Arbeitnehmer die gesamte Saison bleiben dürfen.

Jedoch hatte es Hinweise gegeben, dass sich nicht alle Betriebe an die Vorgaben halten. „Das ist jedoch unumgänglich. Die Alternative wäre, dass die gefundene Lösung nicht fortbestehen kann“, warnte Klöckner. Die derzeitige Regelung besteht bis Ende Mai. Im Laufe der nächsten Wochen, würden sich Innenministerium und Landwirtschaftsministerium deshalb über weitere Maßnahmen beraten, hieß es. nj
© Südwest Presse 09.05.2020 07:45
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