In der Rezession angekommen

Deutschland steckt mitten in der schwersten Rezession seit der Finanzkrise 2009. Im ersten Quartal ist die Wirtschaftsleistung um 2,2 Prozent gegenüber dem vierten Quartal 2019 und um 1,9 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2019 eingebrochen, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) mit.

Eine konkrete Prognose für das zweite Quartal wagen die Statistiker derzeit nicht. Das sei auch abhängig von weiteren Lockerungen und Stützungsmaßnahmen, sagte Albert Braakmann, bei Destatis für die Berechnung des Bruttoinlandsprodukts verantwortlich. Aber Auftragseingang und Lkw-Fahrleistungen seien drastisch gesunken, das deute auf eine weitere kräftige Abschwächung hin. Ökonomen erwarten für das zweite Vierteljahr einen Absturz des Bruttoinlandsproduktes von 10 bis 15 Prozent.

Die Auswirkung der Pandemie ist in Deutschland erst im März mit der Schließung von Fabriken, Geschäften, Hotels und Restaurants richtig spürbar geworden. Im europäischen Vergleich ist Deutschland noch glimpflich davongekommen. In den Eurostaaten sank die Wirtschaftsleistung um 3,8 Prozent. otr
© Südwest Presse 16.05.2020 07:45
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