Wie fährt der Konzern durch die Krise?

Die Führung berät über das Angebot der Ministerien, das Eigenkapital und die Kreditlinie zu erhöhen.
Wie umgehen mit den finanziellen Folgen der Corona-Krise bei der Deutschen Bahn? Bis in den Abend hinein haben der Aufsichtsrat und der Vorstand per Videoschalte über die Schäden und mögliche Gegenmaßnahmen diskutiert.

Anfang der Woche hatten das Verkehrs- und das Finanzministerium in einem gemeinsamen Entwurf eine Eigenkapitalerhöhung von 6,9 bis 8,4 Mrd. EUR in Aussicht gestellt. Die erste Tranche könnte schon in wenigen Wochen fließen. Doch das Instrument ist umstritten und müsste erst von der EU-Kommission geprüft werden. Die Konkurrenz befürchtet Wettbewerbsverzerrung.

Weiterhin wollen die Ministerien die Verschuldungsgrenze des Konzerns – derzeit 25 Mrd. EUR und längst erreicht – erhöhen. Mit der Aufnahme weiterer Kredite könnten die finanziellen Löcher gestopft werden, die die Corona-Krise gerissen hat.

Insgesamt geht das Papier der Ministerien von Schäden zwischen 11 und 13,5 Mrd. EUR aus. Dazu tragen auch die Anteile der Deutschen Bahn an der Auslandstochter Arriva und der Logistiktochter DB Schenker bei. Alleine die in England operierende Arriva, die eigentlich in diesem Jahr hätte verkauft werden sollen, könnte demnach einen finanziellen Schaden von insgesamt 1,4 Mrd. EUR in diesem und im kommenden Jahr verursachen. dpa
© Südwest Presse 16.05.2020 07:45
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