"Baden-Württemberg ist ein Land der Vielfalt"

Zum Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie warnt Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha vor zunehmender Ausgrenzung und Stigmatisierung von Menschen aufgrund deren sexuellen Orientierung und des Geschlechts.

Anlässlich des diesjährigen Tages gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie bzw. -feindlichkeit am heutigen Sonntag, 17. Mai,  warnt Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha vor zunehmender Ausgrenzung und Stigmatisierung von Menschen aufgrund deren sexuellen Orientierung und des Geschlechts: „Zusammenhalten, das ist unsere Stärke. Umso mehr gilt es, auch in diesen Zeiten gegen Ausgrenzung, Benachteiligung und Diskriminierung energisch vorzugehen. Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung sind Menschenrechte und sie gelten für alle – unabhängig von Herkunft, Alter, Glauben, sexueller oder geschlechtlicher Identität.“

Diskriminierung und Gewalt gegenüber Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität finden heute leider immer noch statt. Baden-Württemberg setze sich seit Langem für die rechtliche Gleichstellung, Gleichbehandlung und Sichtbarmachung aller und insbesondere von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transsexuellen, transgender, intersexuellen und queeren Menschen ein. So sei 2015 der Aktionsplan „Für Akzeptanz & gleiche Rechte“ in Kraft getreten – er bilde die wichtigste Grundlage für zahlreiche Verbesserungen und Entwicklungen, die in den letzten Jahren für lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle, transgender, intersexuelle und queere Menschen im Land erreicht wurden.

„Mit dem Aktionsplan bezieht die Landesregierung klar Position: Eine volle gesellschaftliche Teilhabe setzt voraus, dass jeder Mensch, ungeachtet seiner sexuellen und geschlechtlichen Identität, sein Leben ohne Benachteiligung leben kann. Vielfalt ist unsere Stärke – dafür müssen wir uns einsetzen“, so Minister Lucha.

Der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie bzw. -feindlichkeit wird seit 2005 jährlich am 17. Mai als Aktionstag begangen, um durch Aktionen, mediale Aufmerksamkeit und Lobbying auf die Diskriminierung und Bestrafung von Menschen hinzuweisen, die in ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität von der Mehrheitsgesellschaft abweichen. Das Datum geht zurück auf den 17. Mai 1990, an dem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschloss, Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel für Krankheiten zu streichen. Transsexualität wurde hingegen erst 2018 mit dem Erscheinen der ICD-11 (International Classification of Diseases) von der WHO als „Krankheit“ gestrichen.

© Gmünder Tagespost 17.05.2020 08:54
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