Jetzt bewährte sich das gute soziale Gefüge

Die enge Zusammenhalt der Bürger in Verbindung mit einem tatkräftigen Sportverein sichern auch in der Corona-Krise die Versorgung aller Bürger mit Gütern des täglichen Bedarfs.
  • Um den Ortsbild prägenden 1917 errichteten Wasserturm spielt sich ein großer Teil des Gemeindelebens ab. Foto: aro
  • Das Rathaus der Gemeinde Göggingen, Amtssitz von Bürgermeister Walter Weber. Mit Blick auf die Corona-Krise ist der Verwaltungschef voller Lob für die Disziplin seiner Mitbürger. Foto: aro
  • Das Busunternehmen Jakob ist heute ein Teil von OK.go. In Göggingen wird den Kunden zudem nach wie vor ein Containerdienst angeboten.

Göggingen. Idyllisch gelegen, auf einer sanften Anhöhe oberhalb des Leintals liegt Göggingen mit seinen Teilorten Horn und Mulfingen. Ruhe und Erholung liegen hier direkt vor der Haustür. Zahlreiche Kleingewerbe und Einzelhändler decken den Bedarf an Gütern des täglichen Lebens ab. Das Einkaufszentrum beim Kreisverkehr Richtung Leinzell bietet zudem weitere Möglichkeiten zum Einkaufen „auf der grünen Wiese“. Das breit gefächerte Vereinsleben sorgt für einen hohen Freizeitwert der rund 2400 Seelen zählenden Gemeinde.

Die Corona-Pandemie macht auch vor dem ländlich geprägten Göggingen mit seinem Teilorten nicht halt. Das Maibaumstellen, das Jahr um Jahr vom Musikverein Horn organisiert wurde, wurde abgesagt. Der Lockdown erreichte den SV Göggingen wie ein Paukenschlag, alle Übungsbetriebe mussten unverzüglich eingestellt werden, traditionsreiche und in der Gemeinde beliebte Feste wurden abgesagt.

Unter dem Motto, „Einer für Alle, Alle für Einen!“, haben die Gögginger Sportler einen Hilfsdienst organisiert der allen Mitbürgern Einkaufsdienste und Botengänge anbieten. Das Angebot richtet sich an alle Mitbürger im Besonderen aber für ältere Bürger, Personen aus Risikogruppen, Menschen in Quarantäne sowie mobil eingeschränkte Mitbürger.

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Das Angebot der engagierten Sportler findet beim Bürgermeister der Gemeinde, Walter Weber, großen Anklang.

Der Bürgermeister erklärt aber dazu: „Die Nachfrage nach Hilfsdiensten ist in unserer Gemeinde eher gering“. Den Grund für die zurückhaltende Inanspruchnahme am Lieferservice des SV Göggingen, sieht der Rathauschef im guten sozialen Gefüge der Gemeinde. Jüngere Familienmitglieder versorgen die Älteren, die Nachbarn sogen sich um betagteren oder immobilen Mitbürger. „Viele ältere Menschen gehen auch selbst einkaufen, um der Isolation für eine Zeit zu entkommen“, meint Weber.

Lob an die Mitbürger

Die Nach- frage nach Hilfsdiensten ist in unserer Gemeinde eher gering.

Walter Weber, Bürgermeister

Am Anfang der Pandemie konnte der Gögginger Bürgermeister die Einschränkungen noch mittragen, jetzt sieht er die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie mittlerweile als „etwas überzogen“ an.

Für seine Mitbürger findet der Bürgermeister lobende Worte: „Die Gögginger tragen die Einschränkungen mit sehr viel Disziplin.“ Viele Feste der örtlichen Vereine mussten abgesagt werden, damit ist eine der Einnahmequellen der Verein versiegt.

Aufruf zur Solidarität

Der Bürgermeister bittet seine Mitbürger, auch jetzt in der schweren Zeit die Vereine mit einer weiter bestehenden Mitgliedschaft zu unterstützen. Den vielen Kleingewerben und Einzelhändlern wäre mit der Inanspruchnahme deren Dienste, statt Online-Bestellungen ebenfalls viel geholfen. aro

© Gmünder Tagespost 22.05.2020 14:22
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