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Wohnmobil – entspannt ans Ziel

Stressfrei unterwegs mit dem eigenen Hotel.
  • Das Eisenbahn-Viadukt bei Bietigheim-Bissingen. Foto: adobe stock/HP

Urlaub mit dem Wohnmobil wird immer beliebter. Schätzungsweise fünf Millionen Wohnmobile sind in Deutschland gemeldet. Schon vor der Corona-Welle war das Wohnmobil bei den Deutschen sehr beliebt. Gerade für Wohnmobil-Anfänger ist jetzt die richtige Zeit gekommen.

Kleinere Touren in die nähere Umgebung machen den Umgang mit dem Gefährt leichter. Viele erschrecken zuerst, wenn sie vor dem ausgesuchten Mobil an einer Mietstation stehen. Innen wirkt es noch geräumiger. Da ist man anfangs alarmiert.

Von Vorteil ist es auch, wenn ein Profi erklärt, wo was wie am besten verstaut wird und wie alles funktioniert. Das Chemo-WC oder die Dusche sieht der Anfänger schließlich zum ersten Mal. Ein beliebter Anfänger-Fehler: Alles irgendwie hineinräumen. Wird etwas benötigt, geht die Suche los und kostet nicht nur Zeit, sondern auch Nerven. Besser dran ist, wer sich ein gewisses Konzept für das Verstauen ausdenkt: Beispielsweise alle Kleidung in Schränke hinterm Fahrer, Lebensmittel in der Nähe der Bordküche verstauen.

Gemütlich dahin gleiten

Das Fahren auf der Autobahn ist stressfrei. In der Fahrerkabine ist es wie in einem LKW, die beste Übersicht von oben herab. Über die Seitenspiegel findet die Kontrolle der Spur, zu weit links oder rechts, statt. Bei modernen fahrzeugen unterstützen jede Menge elektronische Assistenten den Fahrer und sorgen für eine sichere Fahrt. Mit einem Wohnmobil fließt der Urlauber im Verkehrsstrom mit und bei einer Pause muss man nicht aussteigen, um an den Kofferraum zu gehen, sondern bleibt im Fahrzeug und geht einfach an den Kühlschrank.

Vor der Fahrt ist allerdings ein Blick auf den eigenen Führerschein ratsam – gerade jüngere Fahrer stehen oft vor dem Problem, dass sie das Wohnmobil gar nicht mehr fahren dürfen, denn beim EU-Führerschein der Klasse B ist bei 3,5 Tonnen Gesamtgewicht Schluss.

Kleine Tour im Ländle

Vor der Abfahrt ist es wichtig zu checken, wo übernachtet werden kann. Viele Regionen haben sich bereits auf die rollenden Wohnungen eingerichtet.

Zwischen Schwäbischer Alb und Rhein gibt es viele Themenrouten zu entdecken, die auch mit dem Fahrrad vom Stellplatz aus gut erreichbar sind.

Der Radweg „Deutsche Fachwerkstraße“ beispielsweise lädt in interessante Orte wie Bönnigheim, Besigheim oder Bietigheim-Bissingen ein. Diese drei Städte bilden das „3B-Land“. Die idyllische Landschaft und die historischen Bauwerke der Bönnigheimer Altstadt begehen hier ein wunderbares Rendezvous. Auch der kulinarische Genuss wird in der Wein- und Museenstadt ganz großgeschrieben.

Der Nachbarort Besigheim ist ein pittoresker Erholungsort und wurde 2010 zum „Schönesten Weinort Deutschlands“ gekürt. In Bietigheim-Bissingen, gerne auch als „Enzflorenz“ bezeichnet, ist das Eisenbahn-Viadukt zu bewundern. Errichtet wurde es 1853 im Zuge des Baus der Eisenbahnstrecke nach Bruchsal. Mit seinen 21 Bögen und einer Gesamtlänge von 287 Metern ist es eines der schönsten Kunstbauten der deutschen Eisenbahngeschichte.

Mitten in der reizenden Altstadt steht der Marktbrunnen. Anschließend geht es für den Radfahrer den Schleifen des Neckars entlang, flach zurück nach Bönnigheim um dort die, vielleicht erste, Nacht im Wohnmobil zu erleben. Michael Scheidle

© Gmünder Tagespost 22.05.2020 14:22
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