Gut gefiltert – Saubere Luft im Auto atmen

Autofahren in Corona-Zeiten: Viele Menschen fahren auch mit Maske ihr Kraftfahrzeug. Doch neben der Gefahr des Verstoßes gegen das Verhüllungsverbot machen regelmäßige Checks der Filter und Co. bei den Fachbetrieben im Ostalbkreis die Maske im Auto völlig unnötig.
  • Wer im Auto am Steuer sitzt, sollte keinen Mundschutz tragen. Foto: iStock.com/Miodrag ignjatovic

Seit dem 27. April gilt die bundesweite Schutzmaskenpflicht, zunächst in Geschäften, öffentlichen Gebäuden und in öffentlichen Verkehrsmitteln. Doch viele Menschen tragen den Mundschutz auch am Steuer im eigenen Auto. Ist das überhaupt erlaubt?

Paragraf 23 der Straßenverkehrsordnung legt fest: „Wer ein Kraftfahrzeug führt, darf sein Gesicht nicht so verhüllen oder verdecken, dass er nicht mehr erkennbar ist.“

Zuwiderhandlungen können als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld von 60 Euro geahndet werden. Wer eine Schutzmaske trägt, die Mund und Nase bedeckt und dann auch noch mit Sonnenbrille unterwegs ist, dürfte nur schwer zu erkennen sein - die Vermummung wäre perfekt.

Auto ist ein gut geschützter Raum

Da stellt sich die Frage: Warum sollte ich als Fahrer allein im Auto überhaupt einen Mundschutz tragen? Notwendig ist das nicht. Das Auto ist ein gut geschützter Raum. Jede Form von Schutzmaske lenkt ab, sie behindert die Atmung, die Befestigungsgummis ziehen an den Ohren. Bei Brillenträgern besteht zudem das Risiko der Sichtbehinderung durch beschlagene Gläser.

Wer aus medizinischen Gründen eine Maske trägt, muss für andere klar erkennbar bleiben. Mit handgenähten Masken, Schals oder Schlauchtüchern dürfte das schwierig sein. Für Mitfahrer hingegen gibt es keine Einschränkungen. Wer Kontaktpersonen mitnimmt oder Menschen aus Risikogruppen, lässt sie am besten nur mit Maske sowie hinten rechts einsteigen. So halten sie maximalen Abstand zum Fahrer.

Pollenfilter beim Experten wechseln lassen

Darüber hinaus kann jeder Autofahrer auch ohne Schutzmaske etwas dazu beitragen, im Auto für gute Luft zu sorgen: Zum Beispiel den Pollenfilter auswechseln lassen, sofern das nicht regelmäßig bei der Wartung geschieht. Bei den Kfz-Werkstätten in der Region kann man diesen Dienst und viele andere Serviceleistungen in Anspruch nemen.

Besonders wirkungsvoll und auch für Allergiker empfohlen sind Aktivkohlefilter. Außerdem sollte die Klimaanlage einmal jährlich geprüft und gewartet werden. Unangenehme Gerüche lassen sich durch Filtertausch, Reinigen des Verdampfers und Desinfizieren der Anlage beheben.

Denn gerade jetzt sollte die Klimaanlage ständig mitlaufen: Bei manuell gesteuerten Anlagen das Gebläse auf eine mittlere Stufe schalten und keinesfalls die Umlufttaste betätigen, bei automatisch arbeitenden Anlagen den Automatik-Modus einschalten. So wird die Luft im Fahrzeug angenehm temperiert sowie ständig gefiltert und ausgetauscht. Pro Motor

© Gmünder Tagespost 22.05.2020 18:56
1475 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.

Anmeldung zum E-Mail-Newsletter aus der Redaktion

Die wichtigsten und interessantesten Meldungen des aktuellen Tages aus der Redaktion direkt in Ihr E-Mail-Postfach – täglich und kostenlos jeden Abend.

Jetzt kostenlos anmelden

Aktuelle Meldungen direkt auf Ihr Handy