Video-Gottesdienste hatten großen Zuspruch

Spraitbachs Bürgermeister Johannes Schurr berichtet über ein pfiffiges Konzept für den kirchlichen Beistand.
  • Auch ein neuer Haarschnitt ist nach den aktuellen Vorschriften wieder möglich, allerdings nur mit Mundschutz. Foto: ub
  • Nach den aktuellen Plänen der Landesregierung sollen schon bald alle Einschränkungen bei den Öffnungszeiten für Kindergärten wegfallen. Foto: ub
  • Dank eines guten Konzeptes konnten in Spraitbach weiterhin Gottesdienste gefeiert werden. Man konnte am Telefon und per Videostream dabei sein. Foto: ub

Spraitbach. Auch das Thema Gottesdienste wurde in Angriff genommen. „Wir haben vor Ostern überlegt, wie man die Gottesdienste zu den Menschen bringen kann“, erzählt Bürgermeister Johannes Schurr. Die Idee: In Kooperation mit der evangelischen und der katholischen Kirchengemeinde wurde der Gottesdienst unter der Woche mit zwei Pfarrern, Orgel und Gesang gefeiert, Johannes Schurr persönlich hat es aufgenommen.

Gottesdienst per Telefon und Streaming

Jeden Sonntag gab es die Möglichkeit, am Telefon einem Ökumenischen Gottesdienst zu folgen – etwas Normalität und ein kleines bisschen Nähe in dieser Zeit. „Über 50 Anschlüsse wurden jeden Sonntag verzeichnet“, freut sich der Bürgermeister. Durch die Ansage am Telefon, wie viele gleichzeitig dabei sind, sei auch ein Gemeinschaftsgefühl entstanden. Auch drei Video-Gottesdienste wurden in Zusammenarbeit mit einer Alfdorfer Firma aufgenommen, die auf der Online-Plattform Youtube etwa am Karfreitag aus der Michaelskirche angesehen werden konnten. 858 Gläubige nutzen allein an diesem Sonntag diese Gelegenheit. Eindrucksvolle Bilder von Spraitbach, von oben mit einer Drohne aufgenommen, untermalten den Gottesdienst. „Die beiden Kirchen sind dadurch zusammengewachsen“, sagt Johannes Schurr.

Die beiden Kirchen sind dadurch zusammengewachsen.“

Johannes Schurr, Bürgermeister

Ländlicher Bereich hält zusammen

Der Spraitbacher Bürgermeister hat auch einen Video-Konferenzraum eingerichtet, der von Organisationen oder Vereinen ebenfalls genutzt werden kann. Ihm sei niemand bekannt, der von Insolvenz bedroht sei, auch wenn es natürlich für viele eine schwere Zeit sei. Spraitbach liege im ländlichen Bereich, der sonst manchmal „belächelt“ werde. „Das hat uns aber in dieser Krise gerettet“, ist Johannes Schurr überzeugt. Der Zusammenhalt sei hier doch besser als in der Stadt.

© Gmünder Tagespost 27.05.2020 16:24
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