Querpass

Unvergessliche Augenblicke

  • über den Abriss eines legendären Stadions Carsten Muth Foto: Volkmar Könneke
Erbaut 1926, erweitert in den 1960er Jahren und ein weiteres Mal für die Weltmeisterschaft 1990. Das Giuseppe-Meazza-Stadion im Mailänder Stadtteil San Siro hat fast 100 Jahre auf dem Buckel. Zwischenzeitlich fasste die Arena bis zu 100 000 Zuschauer. Inzwischen gehen nicht mehr ganz so viele rein. Teile des dritten Oberrangs sind aus Sicherheitsgründen gesperrt, so dass nicht mehr alle 85 000 Plätze besetzt werden dürfen.

Nun soll das Meazza-Stadion abgerissen werden. In direkter Nähe wollen AC und Inter Mailand eine neue Heimspielstätte errichten. Die Behörden, so heißt es, haben nichts dagegen. Die Arena sei von „keinem kulturellen Interesse“, stehe daher nicht unter Denkmalschutz.

Viele Fans würden das Stadion wohl sofort unter Schutz stellen. Denkwürdige Erlebnisse verbinden sie mit dem „San Siro“, wie die Arena auch genannt wird. Die Deutschen etwa waren hier gerne zu Gast. Bei der WM 1990 spielte die Nationalmannschaft auf dem Weg zum späteren Titelgewinn zunächst in Mailand. Unvergessen das 4:1 zum Auftakt gegen Jugoslawien und der dramatische Achtelfinal-Triumph gegen die Niederlande inklusive Spuckattacke von Frank Rijkaard.

Schalke 04 gewann 1997 im „San Siro“ den Uefa-Pokal, die Bayern 2001 nach Elfmeterschießen und gegen Valencia die Champions League. Erinnerungen die bleiben, auch wenn das Stadion nicht mehr da ist.
© Südwest Presse 02.06.2020 07:45
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