Arbeitslosigkeit steigt weiter

  • Arbeitsagentur Aalen. Foto: Archiv

Aalen

Auch im abgelaufenen Monat fordern die Auswirkungen der Corona-Pandemie ihren Tribut auf dem Arbeitsmarkt in Ostwürttemberg. So ist die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Personen um 715 (7,3 Prozent) auf nunmehr 10.447 Arbeitslose angestiegen. Damit verzeichnet die Arbeitsagentur Aalen heute in Ostwürttemberg 3.097 Arbeitslose mehr als noch vor einem Jahr.

„Die Tatsache, dass die Zunahme an Arbeitslosen im Mai niedriger ausgefallen ist als noch im Vormonat, stellt aber noch kein Signal für eine Trendwende zum Positiven dar“, bewertet Elmar Zillert, Chef der Aalener Arbeitsagentur diese Entwicklung. Wie bereits im Vormonat ist der Anstieg der Arbeitslosigkeit in Ostwürttemberg im Mai etwas moderater ausgefallen als im Land. Hier erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen um 8,0 Prozent. Entsprechend kletterten die Arbeitslosenquoten in Ostwürttemberg um 0,2 Prozentpunkte auf 4,1 Prozent und im Land um 0,3 Prozentpunkte auf 4,3 Prozent.

Die Einstellungsbereitschaft der Betriebe ist weiterhin gering. So konnten im Berichtsmonat lediglich 453 Personen im Agenturbezirk ihre Arbeitslosigkeit durch die Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung beenden. Das waren 90 Personen weniger als noch im April und 260 Personen oder 36,5 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Die saisonübliche Frühjahrsbelebung blieb auch im Monat Mai aus

Landkreise

Die Arbeitslosigkeit hat in beiden Landkreisen gleichermaßen zugelegt. Im Ostalbkreis erhöhte sich die Zahl der arbeitslos Gemeldeten um 457 Personen (7,3 Prozent) auf 6.680 Arbeitslose. In Heidenheim nahm sie um 258 Personen (7,4 Prozent) auf 3.767 Personen zu. Dies drückt sich auch in den Arbeitslosenquoten beider Kreise aus. So stiegen die Arbeitslosenquoten im Ostalbkreis um 0,2 Prozentpunkte auf 4,1 und im Kreis Heidenheim um 0,3 Prozentpunkte auf 5,1 Prozent. Innerhalb des Ostalbkreises verzeichnet die Agentur große Unterschiede in der Arbeitsmarktentwicklung. Während die Arbeitslosigkeit in der Geschäftsstelle Ellwangen gegenüber April um 1,7 Prozent und im Vorjahresvergleich um 19,8 Prozent anstieg, kletterte die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen im Bereich der Hauptagentur Aalen allein im abgelaufenen Monat um 9,4 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr hat sich hier die Zahl der Arbeitslosen mit einem Plus von 51,9 Prozent mehr als verdoppelt.

© Gmünder Tagespost 03.06.2020 09:51
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