Ein neues Zuhause für die Quartiersarbeit

Im Senioren- und Dienstleistungszentrum in Straßdorf ist Raum entstanden, um die Generationen zusammenzuführen und die Arbeit von Vereinen und Institutionen zu koordinieren und zu unterstützen. Die neue Begegnungsstätte wird eine Bereicherung für das Gemeindeleben.
  • Stolz präsentierten die jungen Künstler beider Kindergärten sowie der Römerschule ihre Werke zur Eröffnung der Bauzaungalerie im Rahmen des Dorfjubiläums im Juli 2019. Foto: DRK
  • Wenn die Corona-Krise überstanden ist, soll es wieder Angebote wie das „Geselliges Tanzen“ geben. Foto: DRK

Schwäbisch Gmünd-Straßdorf. Mit dem symbolischen Spatenstich hat im März 2018 die Verwirklichung des Millionenprojekts in der Straßdorfer Ortsmitte begonnen. „Das ist ein besonderer Moment für den DRK-Kreisverband – aber auch für den Stadtteil“, sagte damals Dr. Joachim Bläse in Funktion als Präsident des DRK-Kreisverbandes Schwäbisch Gmünd. Und er betonte, der Bau der 15 Millionen Euro teuren Pflegeeinrichtung sei ein „Meilenstein in der DRK-Geschichte“.

Jetzt ist die erste Bauphase abgeschlossen. Im Erdgeschoss hat die Quartiersarbeit ein neues Zuhause gefunden und zieht aus dem Hochhaus am Kreisel rein in die neue Dorfmitte.

„Unsere neue Begegnungsstätte ist offen für alle“, sagt Andrea Demsic, die seit Herbst 2015 als Quartiersmanagerin das ehrenamtliche Engagement im Ort koordiniert, Verwaltung, Vereine, Unternehmen sowie Bürgerschaft zusammen führt und Ansprechpartnerin ist für alle in Straßdorf. „Mit der Quartiersarbeit sollen bereits vorhandene Angebote ausgebaut und neue Unterstützungsmöglichkeiten geschaffen werden“, beschreibt Andrea Demsic, die eng mit dem Ortsvorsteher Werner Nußbaum und den Mitarbeiterinnen im Bezirksamt zusammen arbeitet.

Raum für Vereine, Institutionen und Unternehmen

Mit im Boot bei der Quartiersarbeit sind auch Vereine, ortsansässige Institutionen und Unternehmen sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger. Ein Netzwerk an Hilfeleistungen für ältere Menschen und Menschen mit Unterstützungsbedarf gibt es bereits in Straßdorf. Im Generationenbüro des Fördervereins Straßdorf e.V. werden ehrenamtlich ergänzende Hilfen durch Straßdorfer Bürger koordiniert, auch altersgerechte Veranstaltungen werden auf die Beine gestellt. Die beiden Kirchengemeinden im Ort sowie verschiedene Vereine bieten ebenfalls Angebote an.

Unsere neue Begegnungsstätte ist offen für alle.

Andrea Demsic Quartiersmanagerin

Etwa 100 Quadratmeter groß ist die neue Begegnungsstätte, die durch eine Trennwand teilbar ist. Bei Bedarf können zwei Veranstaltungen zeitgleich stattfinden. Eine vollausgestattete Teeküche sowie moderne und behindertengerechte Sanitäranlagen stehen zur Verfügung. Im Büro der DRK-Quartiersmanagerin können vertrauliche Gespräche geführt werden. „Auf 200 Quadratmetern ist der Bereich der Begegnungsstätte und des Quartiersbüros sehr großzügig gestaltet“, beschreibt Projektleiter Bruno Bieser die neuen Räumlichkeiten, die barrierefrei zugänglich sind und ausreichend Parkplätze für die Besucher bieten.

Sobald die Corona-Lage es zulässt, sollen wieder der wöchentliche Schwätz- und Spieltreff sowie die Info-Cafés und Nähtreffs stattfinden. Auch der jährliche Neujahrsempfang, Gymnastik, Tanz und ganz neu Line-Dance bringen dann Leben in den Raum. „Für Sitzungen von Vereinen oder Treffen von Selbsthilfegruppen steht die Begegnungsstätte ebenfalls offen“, sagt Andrea Demsic.

Junge Künstler brachten Farbe auf die Baustelle

Demsic hat, mit finanzieller Unterstützung durch die Aktion Mensch, auch eine besondere Aktion organisiert, die im Sommer 2019 für Farbe auf der damaligen Baustelle des Senioren- und Dienstleistungszentrums sorgte. Der Bauzaun wurde mit 14 Kunstwerken verschönert, die Kindergarten- und Schulkindern aus Straßdorf gestaltet hatten. Bei der Ausstellungseröffnung konnten die kleinen Künstler der Römerschule, der Außenklasse der Klosterbergschule und aus den örtlichen Kindergärten Emerland und St. Elisabeth ihre Werke vor Ort betrachten. ub

© Gmünder Tagespost 18.06.2020 13:39
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