Knackpunkt: Das 6:5 gegen Rechberg

Fußball, Kreisliga B I Der TV Weiler in den Bergen ist zurück in der Kreisliga AI. In der abgelaufenen Saison bewies der TVW Nervenstärke. Es gab viele enge Spiele.
  • Der TV Weiler in den Bergen (weiß/blau) wird in der kommenden Saison wieder in der Kreisliga A I auf Punktejagd gehen. Foto: Tom

Nach fünf Jahren Kreisliga B ist der TV Weiler in den Bergen zurück in der Kreisliga A I – und das völlig verdient.

46 Mal haben die Spieler des TVW in 14 Spielen ins gegnerische Tor getroffen. Kein anderes Team ist bei diesem Wert stärker. Auch die Abwehrleistung kann sich sehen lassen. 17 Gegentore hat Weiler kassiert. Nur der SV Pfahlbronn ist mit 13 Gegentreffern in der Abwehr etwas stabiler. Aufgrund der Corona-Pandemie war die Saison bereits nach 14 Spielen beendet.

Dabei feierten die Jungs von Trainer Mükayil Dalbudak insgesamt elf Siege, dazu gab es zwei Unentschieden und lediglich eine Niederlage. Am Ende hatte der TVW vier Punkte auf den Zweitplatzierten Waldhausen Vorsprung.

Vor der Saison lautete das Ziel im Aufstiegsrennen mit dabei sein. „Um den Relegationsplatz zwei wollten wir schon mitspielen. Waldhausen, Pfahlbronn und Mutlangen hatten wir vor der Saison als stärksten Gegner angesehen“, erklärte Spielleiter Stefan Schaal. Dass es nun der direkte Aufstieg und die damit verbundene Meisterschaft wurde, damit rechnete Stefan Schaal nicht. In den insgesamt 14 Spielen im vergangenen Jahr, gab es viele enge Spiele – beispielsweise gegen Alfdorf/Hintersteinenberg (2:1) und bei Ermis Gmünd (3:2).

Doch ein Spiel wird man beim TV Weiler nicht so schnell vergessen. Für Schaal war diese Partie auch der Knackpunkt in Sachen Meisterschaft: Das 6:5 Mitte November im letzten Vorrundenspiel gegen den TSGV Rechberg. „Es war ein nasskalter Nachmittag. Beide Mannschaften gaben alles, die Partie wog hin und her. Wir sahen schon mehrfach wie der Sieger aus. Doch Rechberg glich immer wieder aus. In der 90. Minute fiel der 6:5-Siegtreffer. Torschütze war der eingewechselte Nico Sitges.“ Zum Jahresabschluss gab es noch ein 1:1 bei Absteiger Mutlangen.

Die kommende Saison wird echt hart.

Stefan Schaal
Spielleiter TV Weiler in den Bergen

Die Wintervorbereitung lief sehr gut, unter anderem gab es einen Testspielerfolg gegen den FC Spraitbach. Beim TV Weiler ging man optimistisch in die restliche Rückrunde. Doch Corona verhinderte bekanntlich den restlichen Spielbetrieb. „Wir waren bereit für das erste Spiel im Jahr 2020 gegen Türkgücü Gmünd. Und dann? Erstmal die Absage aller Spiele im März. Der Trainingsbetrieb musste auch eingestellt werden. Irgendwie hatten wir aber Hoffnung, dass im April der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden kann“, erklärte Schaal. Auch dazu sollte es letztlich nicht kommen.

Fühlt man sich aufgrund der kurzen Saison überhaupt als richtiger Meister? „Ja, schon. Aber wir hätten die Saison lieber zu Ende gespielt“, so Schaal.

Das Ziel für die kommende Saison in der Kreisliga A ist klar formuliert. „Das ist ganz klar der Nichtabstieg. Die kommende Saison wird aufgrund der Aufstockung und des daraus folgenden verschärften Abstiegs echt hart“, erklärte Schaal.

Im Kader wird es Veränderungen geben. „Sascha Schrauf wird uns leider verlassen. Berufsbedingt und einem damit verbundenen Wohnortwechsel wird er künftig für den SSV Aalen auflaufen. Als Zugänge stehen Lucca Galli (FC Bargau II) und Marco Schwab (SG Bettringen II) fest.“ Der TV Weiler vertraut also auf das Grundgerüst – und möchte als eingeschworene Truppe die Kreisliga A I aufmischen. Am besten mit einem frühen Klassenerhalt in dieser langen und harten Saison.

© Gmünder Tagespost 28.06.2020 20:24
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