1. FC Heidenheim verliert und jubelt

Fußball, 2. Bundesliga Verrückter letzter Spieltag: Obwohl die Elf von Trainer Frank Schmidt mit 0:3 untergeht, steht sie in der Aufstiegsrelegation zur Bundesliga. Dort wartet jetzt Werder Bremen.
  • DFL-Chef Christian Seifert (rechts) gratuliert Frank Schmidt (links) und Vorstandsvorsitzender Holger Sanwald.
  • Unzufrieden: FCH-Trainer Frank Schmidt ärgerte sich immer wieder über den Auftritt seiner Profis.
  • Vorübergehende Enttäuschung: Obwohl der 1. FC Heidenheim im letzten Spiel bei Arminia Bielefeld mit 0:3 (0:2) unter die Räder kam, reichte es am Ende für die Relegation. Fotos: Eibner
  • Seltene Überlegenheit: Der 1. FC Heidenheim konnte sich bei Arminia Bielefeld nur selten so durchsetzen.

Es ist die wohl schönste Niederlage der gesamten Saison: Der 1. FC Heidenheim ist am letzten Spieltag mit 0:3 (0:2) beim Meister Arminia Bielefeld untergegangen und darf trotzdem feiern. Dank einer unerwarteten 1:5-Klatsche des Hamburger SV zieht die Elf von Trainer Frank Schmidt als Tabellendritter in die Relegation ein zur 1. Liga.

Zwei Spiele trennen den 1. FC Heidenheim also noch vom Aufstieg ins Fußball-Oberhaus. Im Relegations-Hinspiel gastiert der FCH am Donnerstag bei Werder Bremen. Am Montag darauf kommt der Bundesliga-Sechzehnte in die Voith-Arena zum Rückspiel. Anpfiff ist jeweils um 20.30 Uhr.

Dass dem 1. FC Heidenheim der bislang größte Erfolg in der Vereinsgeschichte gelungen ist und die Mannschaft die Zweitliga-Saison 2019/2020 als Tabellendritter abgeschlossen hat, haben die Brenztäler auch dem Konkurrenten zu verdanken. Dem HSV hätte angesichts der FCH-Pleite gar ein Unterschieden gegen Sandhausen gereicht. Doch stattdessen blamierten sich die Norddeutschen im eigenen Stadion und gingen mit 1:5 gegen den SV Sandhausen unter.

Wobei Trainer Frank Schmidt die eigene Niederlage beim Meister Bielefeld bis Donnerstag genau aufarbeiten wird. Jedenfalls müssen sich seine Profis gegen Werder Bremen enorm steigern, um bestehen zu können.

Bei Heidenheim sorgte ein Doppelschlag in der Anfangsviertelstunde für Ernüchterung: Fabian Klos (14.) und Alois Voglsammer (17.) schossen Bielefeld früh mit 2:0 in Führung. Fast zeitgleich gab’s aber auch gute Nachrichten aus Hamburg: Sandhausen schoss sich ebenso mit einem Doppelschlag mit 2:0 in Führung (13./22.). Als Aaron Hunt das 1:2 für den HSV erzielte, begann das Zittern im Heidenheimer Lager – bis Sandhausen in der Schlussphase innerhalb von neun Minuten auf 5:1 erhöhte und ordentlich Schützenhilfe leistete.

Damit spielte am Ende auch das 0:3 des 1. FC Heidenheim keine Rolle mehr.

Bielefeld Heidenheim 3:0 (2:0)

Bielefeld: Ortega – Brunner, Behrendt, Pieper (85. Salger), Lucoqui (80. Hartherz) – Prietl – Hartel, Seufert (65. Schütz) – Clauss (65. Soukou), Klos, Voglsammer (80. Weihrauch)
Heidenheim: Müller – Busch, Mainka, Beermann, Föhrenbach (46. Theuerkauf) – Dorsch – Griesbeck, Thomalla (78. Mohr), Kerschbauer (46. Schnatterer) – Otto (59. Schimmer), Kleindienst (46. Leipertz)
Tore: 1:0 Klos (14.), 2:0 Voglsammer (17.), 3:0 Clauss (53.)
Gelbe Karten: Kerschbaumer

© Gmünder Tagespost 28.06.2020 20:24
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