Lesermeinung

Zum Thema Öffnung der Schättere-Trasse für Radfahrer:

Am Donnerstag, 9. Juli, werden im Ausschuss des Aalener Gemeinderats die Weichen gestellt, ob der Schätterefußweg für den Radverkehr versuchsweise geöffnet werden soll. Und das trotz der berechtigten Sicherheitsbedenken des Unterkochener Ortschaftsrates.

Die Wegbreite entspricht nicht den Vorschriften für gemeinsame Nutzung in beide Richtungen von Radfahrern und Fußgängern. Zum Beispiel liegt sie ab dem Viadukt teilweise bei nur 1,20 Metern. Damit nimmt die Stadt Unfallrisiken für Menschen sowie Plattfahren und -trampeln von geschützter Natur durch Ausweichmanöver in Kauf.

Da die Geländerhöhe am Viadukt für die Radnutzung zu niedrig ist, müsste sie erhöht werden. Wird von der Stadt ein möglicher Absturz riskiert, ohne die erforderliche Erhöhung? Und nach dem Versuch – wenn dauerhaft Radverkehr erlaubt werden sollte – wird dann das denkmalgeschützte Viadukt durch einen Geländeraufsatz zerstört?

Zurück zu meiner Frage. Die Bundesanstalt für Bauwesen erlässt nicht ohne Grund bindende Richtlinien in der ZTV-ING eben auch über Geländerhöhen. Machen sich also die Gemeinderatsmitglieder und die Stadtverwaltung bei wissentlicher Missachtung strafbar?

Sicher ist, dass bei einem (hoffentlich nie eintretenden) tödlichen Absturz die daraus erfolgenden Regressansprüche auf sie und mich als Steuerzahler kostenmäßig verteilt werden.

© Gmünder Tagespost 08.07.2020 18:19
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Kommentare

NMA

Öffnet die Trasse, JETZT!!!!
Es gibt und gab kein Argument, diese einmalige, ganzjährig befahrbare und familientaugliche Aufstiegsmöglichkeit aufs Härtsfeld künstlich in eine Sackgasse zu verwandeln.

Es gibt zu dieser Strecke eben KEINE Alternative, auch wenn einige hartnäckig zu dieser Frage schlicht wissentlich die Unwahrheit behaupten.

Die Öffnung der Trasse würde Raumschaften verbinden, Möglichkeiten schaffen und wäre ein wichtiger Bestandteil eines nachhaltigen Verkehrskonzepts der Zukunft.

Dieses Projekt schafft ein einmalig attraktives Angebot und vor allem, wird vorhandene, hochwertige öffentliche Infrastruktur endlich für ihren eigentlichen Zweck verwendet.
Vergleicht man die Kosten, die für die Ertüchtigung dieses Schmuckstücks anfallen mit dem hohen Nutzen, den ein solch attraktives Angebot bietet, versteht man nicht, wieso jahrelang Diskussionen mit Menschen geführt werden, die mit Argumenten nicht zu erreichen sind.

Vergegenwärtigt man sich, dass die bei jeder Maßnahme zwangsläufig notwendigen Eingriffe in die Natur bei diesem Projekt verglichen mit den positiven Effekten zu vernachlässsigen sind, muss man hoffen, dass dieses Projekt schnellstmöglich umgesetzt wird.

Sollte eine Erhöhung des Geländers am Viadukt notwendig sein, gibt es Möglichkeiten dies auch im Sinne des Denkmalschutzes zu bewerkstelligen. Ersatzmaßnahmen, mit denen die Beeinträchtigungen für die Fledemäuse minimiert werden sind ebenfalls möglich.

Auch beim BUND und der NABU ist man sich mehr und mehr bewusst, dass die Chancen dieses Projekts weit größer sind als die Risiken und eine konstruktive Begleitung dieses Projekts, aus Sicht des Umweltschutzes, mehr als sinnvoll ist.

Der Wunsch, einen Wanderweg nur für Fußgänger zu haben, ist natürlich grundsätzlich verständlich. Für diesen Wunsch aber die einzig geeignete Strecke für einen sicheren und komfortablen Aufstieg aufs Härtsfeld zu opfern, ist das Gegenteil von klug.

Das kann nicht im Sinne der Allgemeinheit sein und ist schlicht eine nicht nachvollziehbare Verschwendung einer wertvollen vorhandenen Strecke. Es gibt keine Möglichkeit, ein vergleichbares attraktives Angebot an anderer Stelle zu schaffen und gäbe es die Trasse nicht, wäre es heute wahrscheinlich gar nicht mehr möglich sie zu bauen.

Deshalb meine Bitte an den Aalener Gemeinderat:

ÖFFNET DIE TRASSE, JETZT!!!!!!

Helmut Wimmer

Ja, hoffentlich werden heute Abend in Aalen die Weichen gestellt, dass die Posse sein Ende nimmt.


Welche Teilnehmer waren bei der BI-Kundgebung vor kurzem? Die Anwesenden spiegelten in keinster Weise den Bevölkerungsquerschnitt wider. Interessensvertretung wäre der bessere Begriff.
Wer von den Befürwortern der Alternativrouten könnte die „Alternativen“ fahren? Haben sie oder ihre Familienangehörigen diese je getestet? Wie war das Resümee, welche Strecke würden sie bevorzugen? Alternativen sollten sinnvoll, gangbar und akzeptabel generiert werden, sonst werden sie nicht installiert (Sichtwort: Seilbahn).

Es handelt sich um eine Trasse. Eine Trasse ist ein breiter befestigter Weg, auf dem könnte z.B. ein Traktor fahren. Die Trasse ist bestimmt nicht schmäler als bestehende Fuß/Radwege in Unterkochen oder Aalen oder anderswo. Dazu reicht schätzen, nachmessen ist nicht erforderlich. Nochmals zur Historie: Was war der frühere Verwendungszweck der Trasse? Ein Fußweg war es jedenfalls nicht. Wo ihre 1.20 m herkommen, ist deshalb schleierhaft.
Mein Fazit: Das Spiel hier heisst Unterkochen gegen Aalen, die „Argumente“ der BI haben Alibifunktion.

Reinhard Schmidt

Hallo Herr Wimmer,

die 1,2m stammen aus einem der Gutachten, die man im Aalener Rathaus einsehen kann.

Der Vollständigkeit halber >>

Segmentnummer: S-018
Viadukt bis Tunnel
Länge: 1257m
Nutzbare Wegbreite: 1,2 – 2,5m

Helmut Wimmer

Reinhard Schmidt schrieb am 10.07.2020 um 00:18

Hallo Herr Wimmer,

die 1,2m stammen aus einem der Gutachten, die man im Aalener Rathaus einsehen kann.

Der Vollständigkeit halber >>

Segmentnummer: S-018
Viadukt bis Tunnel
Länge: 1257m
Nutzbare Wegbreite: 1,2 – 2,5m

Zur ursprünglichen Verwendung der Trasse die Frage: Wie kam der Zug durch die 1.2m breite Engstelle?

Vorschlag: Aufräumen. Steine zur Seite rollen und Astschere benutzen, dann hat man wieder durchgängig die vollständige Breite.

Fazit:

Ein Gutachten zu hinterfragen, lohnt sich. "Traue keinem Gutachten, das Du nicht selber gefälscht hast" oder soviel zum Thema Sinnhaftigkeit der Argumente der BI.

Häberle & Pfleiderer

NMA schrieb am 08.07.2020 um 19:55

Öffnet die Trasse, JETZT!!!!
Es gibt und gab kein Argument, diese einmalige, ganzjährig befahrbare und familientaugliche Aufstiegsmöglichkeit aufs Härtsfeld künstlich in eine Sackgasse zu verwandeln.

Es gibt zu dieser Strecke eben KEINE Alternative, auch wenn einige hartnäckig zu dieser Frage schlicht wissentlich die Unwahrheit behaupten.

Die Öffnung der Trasse würde Raumschaften verbinden, Möglichkeiten schaffen und wäre ein wichtiger Bestandteil eines nachhaltigen Verkehrskonzepts der Zukunft.

Dieses Projekt schafft ein einmalig attraktives Angebot und vor allem, wird vorhandene, hochwertige öffentliche Infrastruktur endlich für ihren eigentlichen Zweck verwendet.
Vergleicht man die Kosten, die für die Ertüchtigung dieses Schmuckstücks anfallen mit dem hohen Nutzen, den ein solch attraktives Angebot bietet, versteht man nicht, wieso jahrelang Diskussionen mit Menschen geführt werden, die mit Argumenten nicht zu erreichen sind.

Vergegenwärtigt man sich, dass die bei jeder Maßnahme zwangsläufig notwendigen Eingriffe in die Natur bei diesem Projekt verglichen mit den positiven Effekten zu vernachlässsigen sind, muss man hoffen, dass dieses Projekt schnellstmöglich umgesetzt wird.

Sollte eine Erhöhung des Geländers am Viadukt notwendig sein, gibt es Möglichkeiten dies auch im Sinne des Denkmalschutzes zu bewerkstelligen. Ersatzmaßnahmen, mit denen die Beeinträchtigungen für die Fledemäuse minimiert werden sind ebenfalls möglich.

Auch beim BUND und der NABU ist man sich mehr und mehr bewusst, dass die Chancen dieses Projekts weit größer sind als die Risiken und eine konstruktive Begleitung dieses Projekts, aus Sicht des Umweltschutzes, mehr als sinnvoll ist.

Der Wunsch, einen Wanderweg nur für Fußgänger zu haben, ist natürlich grundsätzlich verständlich. Für diesen Wunsch aber die einzig geeignete Strecke für einen sicheren und komfortablen Aufstieg aufs Härtsfeld zu opfern, ist das Gegenteil von klug.

Das kann nicht im Sinne der Allgemeinheit sein und ist schlicht eine nicht nachvollziehbare Verschwendung einer wertvollen vorhandenen Strecke. Es gibt keine Möglichkeit, ein vergleichbares attraktives Angebot an anderer Stelle zu schaffen und gäbe es die Trasse nicht, wäre es heute wahrscheinlich gar nicht mehr möglich sie zu bauen.

Deshalb meine Bitte an den Aalener Gemeinderat:

ÖFFNET DIE TRASSE, JETZT!!!!!!

Lasst die Trasse bleiben, wie sie ist und schützt unsere Natur ***

Wer aufs Härtsfeld radeln möchte, findet genügend Alternativen, man muss sich einfach mit den bestehenden anderen Wegen anfreunden, auch ohne E-Bike möglich..

Also Hände weg von der Trasse und lasst dieses Stück NATUR endlich NATUR bleiben ...

NMA

Die Öffnung der Trasse ist aktiver Umweltschutz. Der jetzige Zustand eine gigantische Verschwendung.

Es gibt, wie jeder weiß der sich ernsthaft mit diesem Thema beschäftigt keine Alternative zu dieser Strecke. Durch die Öffnung der Trasse wird ein attraktives Angebot geschaffen, das auch genutzt werden wird.

Deshalb ist es wichtig, so schnell wie möglich die Trasse als sichere, familientaugliche und ganzjährig benutzbare Strecke zu öffnen. JETZT!!!!!

CounterSpio

NMA schrieb am 13.07.2020 um 20:14

Die Öffnung der Trasse ist aktiver Umweltschutz.

Häberle und Pfleiderer schrieb:

Lasst die Trasse bleiben, wie sie ist und schützt unsere Natur

Hallo NMA,
sag bloß nichts gegen Herrn Pfleiderer und Herrn Häberle! Das sind zwei berühmte schwäbische Komiker. Der eine weiß alles besser, der andere hat immer das letzte Wort. Dies ist ihr letzter Sketch.
Häberle: Ich schütze die Natur, weil ich mit dem Auto zum Spazierengehen fahre. Pfleiderer: Aber du hast letzte Woche eine Blüte zertreten, weil du einen Radfahrer durchgelassen hast. Beide: Ja, das Radfahren gehört verboten! Und alle im Refrain: Ja, das Radfahrn g'hört verboten!
Und das Publikum lacht und klatscht, weil sie ja so Recht haben. Was helfen da noch gute Argumente?

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