Umfrage: Soll Amazon nach Gmünd kommen?

Der große Onlinehändler Amazon will bei Hussenhofen ein Verteilzentrum bauen. Im vergangenen Jahr gab  es eine Abfuhr. Nun ist es wieder im Gespräch. Was halten Sie davon? 

  • Symbolbild: Pixabay

Schwäbisch Gmünd. Neue Chance für Amazon-Verteilzentrum in Schwäbisch Gmünd? Im Plan ist das Verteilzentrum schon genau in das noch freie Grundstück neben der Fleiga im Gewerbegebiet Benzfeld bei Hussenhofen eingepasst. Der Online-Händler hat die Pläne für das 18 770-Quadratmeter-Grundstück im Benzfeld vorgestellt. 

Er ist vergangenen Dezember hatten die Gmünder Ratsmitglieder Amazon eine Abfuhr erteilt. Ein Antrag der Verwaltung, ihr grünes Licht für  Gespräche zu geben, fand im zuständigen Ausschuss keine Mehrheit. 

Eine Mehrheit hingegen fanden die Amazon Verteilzentrumspläne bei unseren Lesern. Bei unserer Umfrage waren 64 Prozent für die Ansieldung und 36 Prozent dagegen. 

Wie denken Sie rund acht Monate später?

 
© Gmünder Tagespost 21.07.2020 08:21
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Kommentare

roland ziegler

Selbstverständlich befürworte ich die Ansiedlung von Amazon.

Für die negativ-Kritiker:

- Jeder Händler ob klein oder groß hat die Möglichkeit seine Waren online anzubieten

- Jeder Unternehmer hat es selbst in der Hand ob sine Mitarbeiter bei ihm bleiben oder nicht

Joe_46

Weshalb soll der  Einzelhandel mehr leiden, wenn Amazon ein Verteilzentrum in Hussenhofen baut?
Es ist doch wichtig, Arbeitsplätze anzusiedeln und EiInnahmen in Form von Gewerbesteuer zu erwirtschaften.

 

Andreas Huwwa

Wenn nicht bei uns, dann baut Amazon 50 km weiter Und wir verzichten auf die Arbeitsplätz.

Harald Seiz

Diese Umfrage ist auf eine dümmliche Art suggestiv. Von den vielen Gründen, die gegen eine Ansiedlung von Amazon sprechen, wird nur der vermeintliche Nachteil für den Einzelhandel genannt, als gäbe es keine anderen Nachteile.

Kein Wunder, dass das Totschlagargument "Arbeitsplätze" gewinnt, wenn die Wahrheit verschwiegen wird: Riesiger Fächenverbrauch für wenige schlecht bezahlte und befristete Arbeitsplätze.

Das Schlimmste daran: es steckt wahrscheinlich nicht einmal  böse und manipulative Absicht der GT dahinter. Die Gmünder Redaktion ist sogar mit so einer an sich einfachen Umfrage schlicht überfordert. Es mangelt an Kompetenz.

AJP

In Zeiten wie diesen, sollte jedes Unternehmen, welches sich im Raum Gmünd ansiedeln will und NICHT in den Fängen und Struktur der Automobilindustrie ist, herzlich willkommen sein! Hier anzuführen, dass keine Mindestlöhne gezahlt werden, oder nur Werksverträge, oder nur Zeit- und Leiharbeiter beschäftigt werden, halte ich für erbärmlichen Mist der gerne mal zu belegen wäre.

Wir haben nicht mehr viel Industrie bei uns und die Arbeitsplätze werden weniger, da vieles sicherlich aufgrund der neuen politischen Ausrichtung zur Mobilität der Zukunft ausgelagert wird oder einfach nur verstirbt. Wie liebe Gegener von Amazon wollt Ihr das denn kompensieren?? Nur mit Kumbaya-my-lord singen wird sich sicher nix ändern! Wir brauchen Alternativen und Amazon ist eine gute Alternative, wenn man verfolgt wie stark der Onlinehandel zu nimmt und wächst!

Da müssen wir dabei sein!

fmayer

Hoffentlich setzen sich die Befürworter einer Amazon Ansiedlung durch. Denn Amazon baut in jedem Fall und verbraucht auch die Fläche. Und Gmünd benötigt dringend neue Arbeitsplätze. Und jeder weiß, die gibt es sicher nicht in der Automobilindustrie.

In my humble opinion

Wir wissen aus vielen Zeitungsberichten von anderen Standorten, wie Amazon zum Teil mit seinen Mitarbeitern ( diese Bezeichnung kann man auch ironisch verstehen ) umgeht, und auch von Händlern auf Amazon kommen Klagen über die Art, wie sich Amazon bei den Kunden ins rechte Licht rückt.

Das ist eine Frage an die Gesellschaft ( die online bei Amazon bestellt ) und an die Politik, die solche Verhaltensweisen ermöglicht.
Man kann sich über Amazon entrüsten, aber was hat Gmünd für Vor- bzw Nachteile?

In Gmünd wissen/hören wir in Gmünd von drohenden Verlusten an Arbeitsplätzen und wir hören nichts davon, welche Unternehmen sich hier in Gmünd ansiedeln und nennenswert Arbetsplätze anbieten wollen - außer Amazon eben. Auch werden die Arbeitsplätze bei Amazon nicht vergleichbar sein mit denen, die bei Bosch und anderswo verloren gehen, ich nehme aber an, dass die, die bei Bosch gehen, eher Arbeit finden werden als andere Arbeitswillige, die bei Bosch nie zum Zuge kamen oder jetzt kommen würden.

Was bleibt für Gmünd?

Doch nur die Hoffnung, dass die Arbeitsplätze mit Menschen besetzt werden, die beim Finanzamt Gmünd gemeldet sind und richtige Arbeitsverträge haben und dass die Niederlassung 'richtig' Steuern hier in Gmünd abführt, der Preis dafür ist das bebaute Grundstück und der Verkehr.

Das Argument 'das Verteillager schadet dem Einzelhandel in Gmünd' ist an Einfachheit ( man könnte auch dümmlich sagen ) nicht zu unterbieten.

Etwas überspitzt:
Es bestellt keiner im Internet, der die Ware in Gmünd zu guten Konditionen bei freundlichen Verkäufern und leichtem Transport nach Hause kriegen kann.

uwe könighaus

Harald Seiz schrieb am 21.07.2020 um 12:52

Diese Umfrage ist auf eine dümmliche Art suggestiv. Von den vielen Gründen, die gegen eine Ansiedlung von Amazon sprechen, wird nur der vermeintliche Nachteil für den Einzelhandel genannt, als gäbe es keine anderen Nachteile.

Kein Wunder, dass das Totschlagargument "Arbeitsplätze" gewinnt, wenn die Wahrheit verschwiegen wird: Riesiger Fächenverbrauch für wenige schlecht bezahlte und befristete Arbeitsplätze.

Das Schlimmste daran: es steckt wahrscheinlich nicht einmal  böse und manipulative Absicht der GT dahinter. Die Gmünder Redaktion ist sogar mit so einer an sich einfachen Umfrage schlicht überfordert. Es mangelt an Kompetenz.

Der dämlichste Kommentar zu diesem Thema........

derleguan

wie oft sollen wir diese "Scheuklappenumfragen" der Tagespost noch mitmachen? Die Frage ist doch, wie wir in Zukunft leben wollen? Selbst ein Arbeitgeber Bosch legt im Moment Praktiken an den Tag, die der Gesellschaft in Gmünd nicht gefallen, da die Produktion sehr schnell beispielsweise nach Ungarn verlegt wird, wenn dort Arbeitskräfte billiger sind. Das was Bosch uns im Moment gerade bietet ist nichts gegen das, was wir von Amazon zu erwarten haben. Die Frage wäre doc,h ob SIE bei Amazon arbeiten wollten, wenn Sie die Möglichkeit hätten, zwischen Bosch und Amazon oder gar der Arbeit in einem Gmünder Einzelhandelsgeschäft zu wählen? Wollen wir die Sozial- und Lohndumpingspirale tatsächlich immer weiter nach unten schrauben, bis wir auch in Gmünd nur noch prekäre Beschäftigung haben? Ich meine das sollten wir mit allen Mitteln verhindern.

Hier eine aktuelle WeAct Petition, die auch sie unterzeichnen sollten:

"Mensch vor Profit"

"Amazon ist ein mieser Arbeitgeber – das ist bekannt. Auch, wie schwer es ist, gegen den Versandriesen vorzugehen. Die Corona-Krise ist die Chance, das zu ändern: Immer mehr Menschen interessieren sich dafür, wie Großkonzerne ihre Mitarbeiter*innen behandeln. Fordern Sie jetzt gute Arbeitsbedingungen und faire Löhne für die Amazon-Beschäftigten – unterzeichnen Sie die WeAct-Petition."

https://weact.campact.de/petitions/beschaftigte-bei-amazon-vor-corona-schutzen-und-fair-bezahlen?bucket=20200721-wae-hv-beschaeftigte-bei-amazon&source=20200721-wae-hv-beschaeftigte-bei-amazon&utm_medium=email&utm_source=campact_mailing&utm_campaign=20200721-wae-hv-beschaeftigte-bei-amazon&utm_content=variation-a&utm_term=box

In my humble opinion

derleguan schrieb am 21.07.2020 um 18:02

... Die Frage wäre doc,h ob SIE bei Amazon arbeiten wollten, wenn Sie die Möglichkeit hätten, zwischen Bosch und Amazon oder gar der Arbeit in einem Gmünder Einzelhandelsgeschäft zu wählen? ....

Die Frage ist, ob Sie ( noch ) eine reale Wahl haben, wo Sie arbeiten können, wenn Sie arbeiten wollen.

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