Lesermeinung

Zum „Denglish“ im Alltag:

Der Leserbrief von Gerhard Sittner verleitet mich zu der „ketzerischen“ Frage: Soll eigentlich „Denglisch“ als zweite Sprache in Deutschland eingeführt werden? Ist es so salopp oder progressiv, einen „Lock- oder Shutdown“, einen „Hotspot“ oder ähnliches in Artikeln zu formulieren? Fast kein Artikel, nicht nur in der SchwäPo, geht ohne Denglisch ab! Von Tag zu Tag kommen neue derartige Begriffe hinzu; auch die Politik nimmt sich da nicht aus. Hinzu kommt, dass circa 20 bis 25 Prozent unserer Bevölkerung – die älteren Bürgerinnen und Bürger – diese

Begriffe nicht verstehen! Wird diese Bevölkerungsschicht völlig „ausgeblendet“? Irgendwo stimmt da Einiges nicht mehr bei uns deutschen Micheln!

Auch unsere Wirtschaft übernimmt viele derartige Begriffe, wobei es hier noch einigermaßen angeht, weil halt Englisch eine Weltsprache ist! Aber dies muss sich doch nicht bis auf die Ebene der „unteren“ Geschäftswelt (Einzelhandel) herabziehen, wie „outdoor“ oder „sale“!

Herr Sittner hat sehr recht: Französisch widersteht, Deutsch vergeht! Wir arbeiten sehr konstruktiv daran, unsere Sprachidentität zu verlieren. Das ist Besorgnis erregend!

© Gmünder Tagespost 02.08.2020 19:40
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Ventilator

Michel wollte schon immer ein wenig mehr "Hipp" sein als die Anderen.

Häberle & Pfleiderer

Und über 60 Millionen Deutsche, können kein * Schwäbisch *  

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