LEA-Bewohner demonstrieren in Ellwangen

  • Bewohner der Landeserstaufnahmestelle für Flüchtlinge demonstrieren am Fuchseck in Ellwangen. Foto: BW

Ellwangen. Sie halten Schilder hoch. „Habt keine Angst vor Immigranten“ oder „wir sind Immigranten, keine Kriminellen“, steht dort auf englisch geschrieben. Am Samstagmorgen haben Bewohner der LEA und Mitglieder des Vereins Solidarität International beim Fuchseck eine Kundgebung veranstaltet. Das Ziel: aufmerksam machen auf die Lage der Flüchtlinge, die teils seit über zwei Jahren in der LEA sind, ohne zu wissen, wie es für sie weiter geht. Gerne würden sie Arbeit finden und mehr von Deutschland kennen lernen, betonen sie. BW

© Gmünder Tagespost 02.08.2020 20:56
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Kommentare

Häberle & Pfleiderer

Vielleicht hätten sie mit ihrer englischen Sprache in England demonstrieren sollen? 

Wenn man in 2 Jahren nicht in der Lage ist, die Deutsche Sprache einigermaßen zu kennen, wie soll da eine Migration funktionieren ?? 

Passiert mir tgl. Irgendwo an den Kassen unserer Handelsgeschäfte, das hier mehr ausländisch gesprochen wird als hier im Ländle üblich ???  

Schwäbisch ist auch eine Bildungs- Sprache ähnlich Deutsche Sprache ...wenn auch schwer ...

MaWi_1980

Ich kann meinem Vorkommentator nur zustimmen. Wer sich wirklich integrieren will, der hat in zwei Jahren ausreichend Deutschkenntnisse erworben um sich überall - auch in Schriftform - verständlich machen zu können. Aber das ist ein grundsätzliches Problem unserer Asylpolitik und der nicht vorhandenen Einwanderungspolitik. In anderen Ländern (z.B. Kanada, Australien) gibt es ein klares Regelwerk in dem auch die notwendigen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Einwanderung stehen. Wer diese mitbringt hat gute Chancen. Wer nicht, darf's gerne versuchen, hat aber - anders als bei uns - nicht die Möglichkeit gegen einen negativen Bescheid x-mal Einspruch und Klage einzureichen. Aber da wir uns von behördlicher Seite nicht mal an die einfachsten Regeln halten (z.B. Asylantrag wird in dem Land gestellt, in dem die EU zuerst betreten wurde bzw. der Antragsteller wird dahin zurück überstellt), würde ich mich als Einwanderer genauso verhalten. Konsequenzen gibt's ja kaum welche zu befürchten. 

w.reile

MaWi_1980 schrieb am 03.08.2020 um 15:08

Ich kann meinem Vorkommentator nur zustimmen. Wer sich wirklich integrieren will, der hat in zwei Jahren ausreichend Deutschkenntnisse erworben um sich überall - auch in Schriftform - verständlich machen zu können. Aber das ist ein grundsätzliches Problem unserer Asylpolitik und der nicht vorhandenen Einwanderungspolitik. In anderen Ländern (z.B. Kanada, Australien) gibt es ein klares Regelwerk in dem auch die notwendigen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Einwanderung stehen. Wer diese mitbringt hat gute Chancen. Wer nicht, darf's gerne versuchen, hat aber - anders als bei uns - nicht die Möglichkeit gegen einen negativen Bescheid x-mal Einspruch und Klage einzureichen. Aber da wir uns von behördlicher Seite nicht mal an die einfachsten Regeln halten (z.B. Asylantrag wird in dem Land gestellt, in dem die EU zuerst betreten wurde bzw. der Antragsteller wird dahin zurück überstellt), würde ich mich als Einwanderer genauso verhalten. Konsequenzen gibt's ja kaum welche zu befürchten. 

Diesem Kommentar kann ich nur voll zustimmen.

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