Lesermeinung

Zum Thema Härtsfeldtrasse und zum Leserbeitrag von Klaus-Dieter Rossow:

Ja, Sie haben Recht mit der Frage: Warum kann es im schwäbischen Unterkochen nicht gelingen, dass Radler und Fußgänger einen Weg gemeinsam nutzen? Leider wird der Zweifel an der Menschheit und ihrer Toleranzfähigkeit durch den steigenden Egoismus täglich größer.
Beispielhaft ist die Situation und der Umgang mit der Corona- Pandemie. Trotz steigender Infektionszahlen im In- und Ausland werden die Abstandsregeln und die Maskenpflicht, auf Versammlungen und bei Parties von vielen Menschen ignoriert. Dieses rücksichtslose Verhalten „von Minderheiten“ (!) ist der eigentliche „Virus“, der sich in der Gesellschaft zunehmend bemerkbar macht. Über das Warum kann sich jeder selber seine Gedanken machen.
Warum es zum Beispiel bei der Härtsfeldtrasse und an ähnlichen Strecken auch nicht funktionieren wird – ist genau diesem „Ego-Virus“ geschuldet. Da helfen auch nicht Vergleiche mit dem Drauweg in Österreich. Sind auf diesen Wegen auch noch Familien mit Kindern, ältere Menschen und Hunden zu sehen? Wahrscheinlich hat sich die Mehrheit auf diesen gefährlichen Wegen schon resigniert zurückgezogen.
Appelle und Hinweise für ein rücksichtsvolles und tolerantes Miteinander lesen sich schön – die Realität ist leider, leider anders. Sollte es tatsächlich ohne Egoismus und Gefahr auf diesen (nicht vergleichbaren!) Wegen funktionieren, so teilen Sie das „außergewöhnliche, tolerante Rezept“ dafür doch bitte allen Beteiligten, allen Leserinnen und Lesern mit!
Sollte aber ein etwaiger Probebetrieb auf der Härtsfeldtrasse nicht funktionieren, beziehungsweise, sollten Menschen zu Schaden kommen, überlegen wir uns gemeinsam, wer schon immer dagegen war.

© Gmünder Tagespost 06.08.2020 20:43
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Kommentare

In my humble opinion

Man muss auch zwischen den Zeilen lesen und manchmal das, was nicht geschrieben ist:

Das war schon immer so und deshalb wissen wir manches nicht aus der Vergangenheit, weil die Chronisten so gut wie nie über das Selbstverständliche geschrieben haben, sondern nur über das von der Normalität abweichende Geschehen.

Insofern sind alle Appelle heute an ein tolerantes Miteinander nur ein erschreckendes Zeichen für den Mangel, dafür, was uns fehlt.  Und durch solche Beschwörungen kann man es auch nicht herbeizaubern.

CounterSpio

Warum es zum Beispiel bei der Härtsfeldtrasse und an ähnlichen Strecken auch nicht funktionieren wird – ist genau diesem „Ego-Virus“ geschuldet.

Stimmt genau. Am allerstärksten infiziert mit diesem Virus sind aber die "Wanderer" selber, die um jeden Preis "ihren" Weg für sich allein behalten wollen. Denn was ist es anderes als Egoismus, wenn jemand alles für sich haben will und nichts den anderen gönnt.
Das Rezept für ein rücksichtsvolles und tolerantes Miteinander ist ganz einfach: Lassen Sie die Unterstellungen und Verallgemeinerungen sein, als wären alle Radfahrer rücksichtlos und intolerant - das macht auch Ihnen nur schlechte Laune. Bedenken sie mal, dass die Radfahrer ihr Anliegen berechtigt finden, diesen Weg ebenfalls zu benutzen. Versuchen sie mal, selber Rücksicht und Toleranz zu üben.

Wenn der Weg für Radfahrer und Fußgänger frei gegeben würde, müssten sich selbstverständlich auch die Fußgänger rücksichtsvoll und tolerant den Radfahrern gegenüber verhalten.
In der derzeitigen Stimmung halten es aber manche Fußgänger anscheinend für Zivilcourage, den Radfahrern in den Weg zu treten. Das sind selbsternannte Sherrifs - die passen besser zum Wilden Westen als zur Ostalb.

Ventilator

CounterSpio schrieb am 07.08.2020 um 22:27

Stimmt genau. Am allerstärksten infiziert mit diesem Virus sind aber die "Wanderer" selber, die um jeden Preis "ihren" Weg für sich allein behalten wollen. Denn was ist es anderes als Egoismus, wenn jemand alles für sich haben will und nichts den anderen gönnt.
Das Rezept für ein rücksichtsvolles und tolerantes Miteinander ist ganz einfach: Lassen Sie die Unterstellungen und Verallgemeinerungen sein, als wären alle Radfahrer rücksichtlos und intolerant - das macht auch Ihnen nur schlechte Laune. Bedenken sie mal, dass die Radfahrer ihr Anliegen berechtigt finden, diesen Weg ebenfalls zu benutzen. Versuchen sie mal, selber Rücksicht und Toleranz zu üben.

Wenn der Weg für Radfahrer und Fußgänger frei gegeben würde, müssten sich selbstverständlich auch die Fußgänger rücksichtsvoll und tolerant den Radfahrern gegenüber verhalten.
In der derzeitigen Stimmung halten es aber manche Fußgänger anscheinend für Zivilcourage, den Radfahrern in den Weg zu treten. Das sind selbsternannte Sherrifs - die passen besser zum Wilden Westen als zur Ostalb.

Bis Dato ist die Schättere Trasse eben ein Wanderweg;und das so lange bis die Könige entschieden haben.

CounterSpio

Ventilator schrieb am 08.08.2020 um 10:42

Bis Dato ist die Schättere Trasse eben ein Wanderweg;und das so lange bis die Könige entschieden haben.

Wohl eher der Kaiser: der selbsternannte Kaiser Karl von Unterkochen. Aber das war vor über tausend Jahren. Und inzwischen sind wir im 21. Jahrhundert und haben die Aufklärung hinter uns ... und König und Kaiser würden Sie wahrscheinlich auch nicht mehr gerne haben, da hat unsere Demokratie mit Mehrheitsentscheidungen doch zu viele Vorteile.

Häberle & Pfleiderer

CounterSpio schrieb am 07.08.2020 um 22:27

Stimmt genau. Am allerstärksten infiziert mit diesem Virus sind aber die "Wanderer" selber, die um jeden Preis "ihren" Weg für sich allein behalten wollen. Denn was ist es anderes als Egoismus, wenn jemand alles für sich haben will und nichts den anderen gönnt.
Das Rezept für ein rücksichtsvolles und tolerantes Miteinander ist ganz einfach: Lassen Sie die Unterstellungen und Verallgemeinerungen sein, als wären alle Radfahrer rücksichtlos und intolerant - das macht auch Ihnen nur schlechte Laune. Bedenken sie mal, dass die Radfahrer ihr Anliegen berechtigt finden, diesen Weg ebenfalls zu benutzen. Versuchen sie mal, selber Rücksicht und Toleranz zu üben.

Wenn der Weg für Radfahrer und Fußgänger frei gegeben würde, müssten sich selbstverständlich auch die Fußgänger rücksichtsvoll und tolerant den Radfahrern gegenüber verhalten.
In der derzeitigen Stimmung halten es aber manche Fußgänger anscheinend für Zivilcourage, den Radfahrern in den Weg zu treten. Das sind selbsternannte Sherrifs - die passen besser zum Wilden Westen als zur Ostalb.

Lieber Kaiser, König, CounterSpio und Ober Egoist ***

Wanderer pauschal diesen Virus zu unterstellen, zeigt mir, dass sie vom Wandern keine Ahnung haben *** gerne lade ich sie mal dazu ein, einen Tag in unserer Region auf Wanderwegen unterwegs zu sein um selbst zu erleben, wie häufig von Radfahrern diese Regeln ignoriert werden und Wanderwege zweckentfremdet werden ....

Auch ich bin Radler und habe bislang auf der Trasse mein Rad geschoben, und keine Fußgänger, Wanderer belästigt, bzw. gefährdet * Und um aufs Härtsfeld zu kommen, gibt es genügend anderweitige Wege dorthin zu kommen ... warum zum Teufel auf der Welt muss dieses schöne Stück Natur ( diese haben wir nur einmal) für Radler zweckentfremdet werden, lasst die Finger, von Umgestaltung und Vernichtung dieser einmaligen Flora weg * Beschäftigt euch mit wichtigeren Dingen des Alltags ** wir haben schon viel zu viele Steinwüsten auf öffentlichen und privaten  Grundstücken/ Flächen sowas noch als Garten zu bezeichnen, der absolute HOHN *** gepflasterte und asphaltierte Innenstädte aktuell die absoluten Hitzekesseln..daran ändern die künstliche geschaffenen Blumen Inseln auch nicht viel..erst zu betonieren und dann künstliche Sand und Blumenflächen schaffen, was ist nur aus den Menschen geworden..wir brauchen keinen Covid Virus, wir schaffen uns selbst , schleichend ins Grab ...allen Natur Vernichtern, Gute Besserung *

CounterSpio

Häberle & Pfleiderer schrieb am 08.08.2020 um 16:37

...

Wanderer pauschal diesen Virus zu unterstellen, zeigt mir, dass sie vom Wandern keine Ahnung haben ...

CounterSpio hatte geschrieben:

infiziert mit diesem Virus sind aber die "Wanderer" selber, die um jeden Preis "ihren" Weg für sich allein behalten wollen

Hallo Herr Pfleiderer, hallo Herr Häberle,
Sie beiden sind das belebte Beispiel für meinen Vorwurf des Egoismus. Der gilt beileibe nicht allen Wanderern, sondern denen, die die Schättere für sich allein haben wollen. Lt. dem Waldgesetz von Baden-Württemberg ist Radfahren auf Wanderwegen ab 2 m Breite verträglich. Nach offiziellem Maßstab gäbe es also keinen Grund, auf der Schättere das Radfahren auszuschließen. Auch ich sehe weder beim Wandern noch beim Radfahren auf solchen Wegen ein Problem damit, weil ich Augen und Ohren habe und auf meine Mitmenschen achten kann.
Zu den anderweitigen Wegen lesen Sie bitte mal aus der Ratsvorlage zum "Probelauf Radfahren auf der Schättere"die Stellungnahme der Polizei zur Waldhäuser Steige, welche immer als "Alternative" für den Radfahrer angeboten wird: zu gefährlich, vom Radfahren auf der Steige wird abgeraten.
Das schöne Stück Natur war früher mal eine grob geschotterte Eisenbahntrasse und wird durch Radfahrer nicht mehr zweckentfremdet als durch Fußgänger. Woher wissen Sie eigentlich, dass Radfahrer für die von Ihnen beklagten Steinwüsten verantwortlich sind? Ist das nicht eher die Notwendigkeit, dass Stellplätze für Massen von Autos gebraucht werden - nicht für Fahrräder. Für Autos ist auch der Parkplatz an der Schättere asphaltiert, die Radler bräuchten den grade nicht, sie könnten tatsächlich mit einer Wiese dort mehr anfangen. Und den Asphalt auf dem Grüß-Gott-Wegle bräuchten die Radfahrer auch nicht. Die bräuchten bloß weniger Menschen, die rumgiften, weil sie immer noch nicht begriffen haben, dass die Welt nicht ihnen alleine gehört.

Josef Bess

CounterSpio schrieb am 08.08.2020 um 19:03

CounterSpio hatte geschrieben:

Hallo Herr Pfleiderer, hallo Herr Häberle,
Sie beiden sind das belebte Beispiel für meinen Vorwurf des Egoismus. Der gilt beileibe nicht allen Wanderern, sondern denen, die die Schättere für sich allein haben wollen. Lt. dem Waldgesetz von Baden-Württemberg ist Radfahren auf Wanderwegen ab 2 m Breite verträglich. Nach offiziellem Maßstab gäbe es also keinen Grund, auf der Schättere das Radfahren auszuschließen. Auch ich sehe weder beim Wandern noch beim Radfahren auf solchen Wegen ein Problem damit, weil ich Augen und Ohren habe und auf meine Mitmenschen achten kann.
Zu den anderweitigen Wegen lesen Sie bitte mal aus der Ratsvorlage zum "Probelauf Radfahren auf der Schättere"die Stellungnahme der Polizei zur Waldhäuser Steige, welche immer als "Alternative" für den Radfahrer angeboten wird: zu gefährlich, vom Radfahren auf der Steige wird abgeraten.
Das schöne Stück Natur war früher mal eine grob geschotterte Eisenbahntrasse und wird durch Radfahrer nicht mehr zweckentfremdet als durch Fußgänger. Woher wissen Sie eigentlich, dass Radfahrer für die von Ihnen beklagten Steinwüsten verantwortlich sind? Ist das nicht eher die Notwendigkeit, dass Stellplätze für Massen von Autos gebraucht werden - nicht für Fahrräder. Für Autos ist auch der Parkplatz an der Schättere asphaltiert, die Radler bräuchten den grade nicht, sie könnten tatsächlich mit einer Wiese dort mehr anfangen. Und den Asphalt auf dem Grüß-Gott-Wegle bräuchten die Radfahrer auch nicht. Die bräuchten bloß weniger Menschen, die rumgiften, weil sie immer noch nicht begriffen haben, dass die Welt nicht ihnen alleine gehört.

Ganz meiner Meinung ,aber es gibt halt doch noch selbst ernante Könige + Kaiser ,  König Karl + Kaiser Peter !!!

Karin Hofmann

CounterSpio schrieb am 08.08.2020 um 19:03

CounterSpio hatte geschrieben:

Lt. dem Waldgesetz von Baden-Württemberg ist Radfahren auf Wanderwegen ab 2 m Breite verträglich. Nach offiziellem Maßstab gäbe es also keinen Grund, auf der Schättere das Radfahren auszuschließen. 

Hallo CounterSpio,

haben Sie ausgemessen? Es gibt viele Stellen des bestehenden Weges, ob asphaltiert oder geschottert, die nicht 2 m breit sind, so wie auch über das Viadukt. Diese müssten, natürlich, vorher etwas verbreitert werden, damit es zum "Waldgesetz" für Radfahrer auf der Schätteretrasse passt.

Insofern ist dieses Argument um die Trasse zu öffnen null und nichtig.

CounterSpio

Karin Hofmann schrieb am 12.08.2020 um 17:31Es gibt viele Stellen des bestehenden Weges, ob asphaltiert oder geschottert, die nicht 2 m breit sind, so wie auch über das Viadukt

Hallo Frau Hofmann,

anscheinend gibt es in Unterkochen nicht nur "Könige und Kaiser" sondern auch andere Maßeinheiten als im Rest von Deutschland. Zoll und Elle waren früher mal. Verbindlich ist heute das metrische System.
Mein Meterstab (2 m Länge im ausgeklappten Zustand) reicht jedenfalls nicht von Wegesrand zu Wegesrand.
Posten Sie doch bitte mal ein paar Fotos von den vielen Stellen, wo Ihr Meterstab links und rechts übersteht. Oder haben Sie das Maß von einem Ihrer Vorredner im Forum abgeschrieben, der auch nicht selber nachgemessen hat?

Karin Hofmann

CounterSpio schrieb am 13.08.2020 um 00:10

Hallo Frau Hofmann,

anscheinend gibt es in Unterkochen nicht nur "Könige und Kaiser" sondern auch andere Maßeinheiten als im Rest von Deutschland. Zoll und Elle waren früher mal. Verbindlich ist heute das metrische System.
Mein Meterstab (2 m Länge im ausgeklappten Zustand) reicht jedenfalls nicht von Wegesrand zu Wegesrand.

Hallo CounterSpio,

ein Tip zu Ihrer Vermessung: Messen Sie nur den WEG, nicht den "Wegesrand" mit ein bißchen Schotter und ein paar Pflänzchen mit! Ich hoffe, ich konnte Ihnen, ohne gemeinsame Begehung, damit helfen.

Bisher steht vor der Trasse das blaue Schild für "Fußgänger", das es zu beachten gilt. Eine medienwirksame "Probefahrt" mit einer Radgruppe war somit schon nicht rechtens. Wenn Sie so sehr für Gleichberechtigung für Radler zum Fahren auf bisher ausgewiesenen Wegen für Fußgänger sind, dann kümmern Sie sich auch bitte darum, daß auch in ausgewiesenen Fußgängerzonen, wie in der Innenstadt Gleichberechtigung und Freiheit, auch für Radfahrer, herrscht. Auch da gilt es doch zu kämpfen, damit die Radfahrer von A nach B kommen. Die Radler könnten dann mit 40 km, in rasanter Fahrt mit dem Rad durch die Fußgängerzone zischen und zwischendurch direkt am Marktstand einkaufen. Das wäre doch auch eine GROSSE Aufgabe für Sie zur "Gleichberechtigung".

Karin Hofmann

CounterSpio schrieb am 07.08.2020 um 22:27

In der derzeitigen Stimmung halten es aber manche Fußgänger anscheinend für Zivilcourage, den Radfahrern in den Weg zu treten. Das sind selbsternannte Sherrifs - die passen besser zum Wilden Westen als zur Ostalb.

Hallo nochmal, Counter Spio,

bisher ist dieser Weg NUR für Fußgänger ausgewiesen, mit einem Schild von den Sheriffs des Ordnungsamtes aus Aalen, das, Gott sei Dank, seit Jahrzehnten besteht. Radfahrer müssen Verkehrsschilder kennen und wissen, daß sie auf Fußgängerwegen nicht fahren dürfen.  Die Fußgänger sollten noch mutiger werden um sich gegen die Ordnungswidrigkeit der Radler vehement zu wehren. Entgegentreten, nicht durchlassen, OHNE Diskussion.

Aber vielleicht können Sie ja dann argumentieren, daß dies ihr Weg zur Arbeit ist, Sie damit Benzin sparen und die Umwelt schützen.  

CounterSpio

Karin Hofmann schrieb am 13.08.2020 um 10:33

bisher ist dieser Weg NUR für Fußgänger ausgewiesen, mit einem Schild von den Sheriffs des Ordnungsamtes aus Aalen, das, Gott sei Dank, seit Jahrzehnten besteht. ...
... vehement zu wehren. Entgegentreten, nicht durchlassen, OHNE Diskussion.

Hallo Frau Hofmann,
lassen Sie bitte Gott aus dem Spiel - ich bin mir nicht sicher, wie er Ihre Aussagen fände: "Entgegentreten, nicht durchlassen, OHNE Diskussion." Das Gehwegschild ist nicht gottgegeben. Es wurde von der Verkehrsschau im vorigen Jahrhundert angeordnet.
Beim Ordnungsamt seien Sie sich mal nicht so sicher. Abgesehen davon, dass man dort wahrscheinlich nicht gerne als "Sherriff" bezeichnet wird, kommt vom Ordnungsamt im Namen der Verkehrsschau folgende Stellungnahme zum Radfahren auf der Schättere, die ich aus der Ratsvorlage (Sitzungsvorlage Nr. 3020/009) zum Radfahren auf der Schättere zitiere:
"Die Verkehrsschau hat die Empfehlung für das angedachte Pilotprojekt auf folgende Fakten gestützt:
- Zwischen dem Pelzwasen und dem Wanderparkplatz sind heute bereits lichte Breiten zwischen 2,20 m und 3,00 m vorhanden. Lediglich im weiteren Verlauf zwischen dem Wanderparkplatz und dem Tunneleingang beträgt die lichte Breite teilweise nur 2,00 m bis 2,10 m.
- Vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) wurde auf das Waldgesetz verwiesen, welches Rad fahren bei mindestens 2 m breiten Wegen erlaubt. Außerdem gebe es aus früheren Jahren eine Empfehlung des Landratsamtes, welche in solchen Fällen eine Mindestbreite von 2,25 m vorsieht.
- Vom Polizeipräsidium Aalen wurde in diesem Zusammenhang ausgeführt, dass in den letzten dreieinhalb Jahren im dortigen Bereich keinerlei Verkehrsunfälle registriert worden sind."
Ihren Aufruf zum "vehement sich wehren, entgegentreten und nicht durchlassen" kann man als Aufruf zu einem gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr (§ 315b StGB) ansehen, was eine strafbare Handlung wäre. Sie sollten sich überlegen, welches Licht das auf einen - sicher absolut geringen Teil - der Fußgänger auf der Schättere wirft.
Versuchen Sie es doch lieber mit Teilhabe - geteilte Freude ist doppelte Freude (am Schättereweg). Dazu dürfen Sie dann gerne Gott wieder ins Spiel bringen.
Es grüßt Sie
Klaus Berger

Josef Bess

CounterSpio schrieb am 13.08.2020 um 11:43

Hallo Frau Hofmann,
lassen Sie bitte Gott aus dem Spiel - ich bin mir nicht sicher, wie er Ihre Aussagen fände: "Entgegentreten, nicht durchlassen, OHNE Diskussion." Das Gehwegschild ist nicht gottgegeben. Es wurde von der Verkehrsschau im vorigen Jahrhundert angeordnet.
Beim Ordnungsamt seien Sie sich mal nicht so sicher. Abgesehen davon, dass man dort wahrscheinlich nicht gerne als "Sherriff" bezeichnet wird, kommt vom Ordnungsamt im Namen der Verkehrsschau folgende Stellungnahme zum Radfahren auf der Schättere, die ich aus der Ratsvorlage (Sitzungsvorlage Nr. 3020/009) zum Radfahren auf der Schättere zitiere:
"Die Verkehrsschau hat die Empfehlung für das angedachte Pilotprojekt auf folgende Fakten gestützt:
- Zwischen dem Pelzwasen und dem Wanderparkplatz sind heute bereits lichte Breiten zwischen 2,20 m und 3,00 m vorhanden. Lediglich im weiteren Verlauf zwischen dem Wanderparkplatz und dem Tunneleingang beträgt die lichte Breite teilweise nur 2,00 m bis 2,10 m.
- Vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) wurde auf das Waldgesetz verwiesen, welches Rad fahren bei mindestens 2 m breiten Wegen erlaubt. Außerdem gebe es aus früheren Jahren eine Empfehlung des Landratsamtes, welche in solchen Fällen eine Mindestbreite von 2,25 m vorsieht.
- Vom Polizeipräsidium Aalen wurde in diesem Zusammenhang ausgeführt, dass in den letzten dreieinhalb Jahren im dortigen Bereich keinerlei Verkehrsunfälle registriert worden sind."
Ihr Aufruf zum "vehement sich wehren, entgegentreten und nicht durchlassen" kann man als Aufruf zu einem gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr (§ 315b StGB) ansehen, was eine strafbare Handlung wäre. Sie sollten sich überlegen, welches Licht das auf einen - sicher absolut geringen Teil - der Fußgänger auf der Schättere wirft.
Versuchen Sie es doch lieber mit Teilhabe - geteilte Freude ist doppelte Freude (am Schättereweg). Dazu dürfen Sie dann gerne Gott wieder ins Spiel bringen.
Es grüßt Sie
Klaus Berger

Hallo Herr Berger, Klasse Ihr Beitrag , meine volle Unterstützung .

Josef Bess

Karin Hofmann

CounterSpio schrieb am 13.08.2020 um 11:43

Hallo Frau Hofmann,
lassen Sie bitte Gott aus dem Spiel - 

Hallo "Herr" Klaus Berger (CounterSpio),

Mit "Oh Herr, lass Gehirn regnen" meine nicht nicht Gott. Sondern die männlichen, sich gegen alle bestehenden Regeln durchsetzenden-wollenden Männer, die gegen bestehende Gesetze kämpfen und alle bestehenden Regeln im Sinne des Fortschritts und des Egoismus aushebeln wollen. Bisher sind es ja (fast) nur Herren...!!!??? Auch SIE, "Herr" Berger.

Ich meine damit die männlichen Kämpfer/die Herren/SIE: Einer "Freizeit-event-Modernisierungs-Lobby", um die letzte Natur zu zerstören und ein Wanderweg, allein für Fußgänger, nicht mehr toleriert wird. Andere Bundesländer, wie Bayern, sind uns in diesem Denken - pro Wanderer - pro Entspannung - pro Fußgängerwanderwege, weit voraus. 

Aber: Danke für den Tip, ich werde ihn beherzigen, denn der Spruch ist nicht mehr zeitgemäß. Er könnte verändert werden in:

"Oh, m/w/d, lasst Gehirn regnen".

CounterSpio

Karin Hofmann schrieb am 13.08.2020 um 13:26"Oh, m/w/d, lasst Gehirn regnen".


Welche Freude: Jetzt regnet es tatsächlich!
Zu früh gefreut: statt gewöhnlichem Wasser oder gar Hirn leider nur sämtliche Vorurteile, Klischees, Feindbilder und Scheinargumente, die nichts mit der Sache zu tun haben und auch bei noch so häufiger Wiederholung nicht richtiger werden. Und nun auch noch die "Regeln durchsetzenden-wollenden Männer". Wo doch ein alter Mann den Anlass für die unsägliche Diskussion gibt, weil er versucht zu diktieren, was gemacht wird. War Ihnen wohl noch nicht aufgefallen ...
Ob Sie wohl meiner Meinung wären, hätte ich mich als Frau zu erkennen gegeben?

Karin Hofmann

CounterSpio schrieb am 13.08.2020 um 16:54


Welche Freude: Jetzt regnet es tatsächlich!
Zu früh gefreut: statt gewöhnlichem Wasser oder gar Hirn leider nur sämtliche Vorurteile, Klischees, Feindbilder und Scheinargumente, die nichts mit der Sache zu tun haben und auch bei noch so häufiger Wiederholung nicht richtiger werden. Und nun auch noch die "Regeln durchsetzenden-wollenden Männer". Wo doch ein alter Mann den Anlass für die unsägliche Diskussion gibt, weil er versucht zu diktieren, was gemacht wird. War Ihnen wohl noch nicht aufgefallen ...
Ob Sie wohl meiner Meinung wären, hätte ich mich als Frau zu erkennen gegeben?

Hallo m/w/d Berger (CounterSpio),

ein gemeinsamer Rad/Fußgängerweg kann nur mit Toleranz gelingen. Daß Sie sie gegenüber den Wanderern, Fußgängern nicht haben ist zu lesen. "Alte" Menschen sind wohl auch nicht Ihr Ding und nicht ernstzunehmen? Ich kann mir vorstellen mit welchem Tempo und wie sie dann auf der geöffneten Trasse als Radfahrer unterwegs sein werden.

Herr Schlaak ist ein "alter" Mann? Das wußte ich gar nicht. Ein "alter Mann" mit seiner Meinung gibt Anlass zu unsäglichen Diskussionen? Ein Diktator? Er diktiert nicht: Er stellt seine Meinung in den Raum. Das ist gut so, leiten doch alte Männer (Herr Schäuble)..., alte Frauen (Frau Merkel)..., etc. unser Land, haben Erfahrung und jahrzehntelang gespeichertes Wissen. Die Lesermeinung von Herrn Schlaak, wenn ich ihn richtig verstehe, drehte sich um den Egoismus unserer Gesellschaft, der Ignoranz der bestehenden Gesetze, die nun alle verändert, aufgelöst, modernisiert werden sollen. Und der das rücksichtsvolle Miteinander bezweifelt. In der Corona-Krise und auf der Härtsfeldtrasse. Das beste Beispiel, daß das gemeinsame Miteinander NICHT funktionieren kann sind Sie. Ein EGO-Rebell.

Zur Härtsfeldtrasse habe ich meine Meinung und es ist mir wurscht ob Anders- oder Gleichdenkende m/w/d, alt oder jung sind. Und jetzt, junger Mann, setzen Sie sich auf Ihr Rad, nach dem Regen herrscht frische Luft und radeln Sie 20 km auf ausgewiesenen Radwegen um sich zu entspannen.

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