Weltkatzentag: die schönsten Stubentiger der SchwäPo-Leser!

Weltkatzentag Viele tolle Leserfotos – sowie Tipps von Rechtsexperten für Katzenhalter.

Aalen

Der 8. August steht ganz im Zeichen der Katze – es ist der Weltkatzentag! Hauskatzen gehören zu den weltweit verbreitetsten Haustieren. Aus diesem Grund haben wir all unsere Leser aufgefordert uns die schönsten Bilder ihrer Lieblinge zuzusenden. Vielen Dank dafür!

Und damit die flauschigen Vierbeiner nicht Gegenstand der Rechtsprechung werden, haben ARAG Experten ein paar Rechtstipps rund um den Stubentiger zusammengestellt.

Katze begeht Unfallflucht. Wer haftet?

Nicht nur, wenn schwarze Katzen von links kommen, sollen sie angeblich Unglück bringen. Wenn ein Fahrradfahrer stürzt, weil er einer Katze ausweicht, kann er nach Auskunft der Experten den Halter der Katze haftbar machen. Denn Tierhalter haften nach für die Missetaten ihrer Schützlinge. Der Haken an der Sache: Der Geschädigte muss das Tier zweifelsfrei identifizieren können.

Nachbars Garten als Katzenklo:

Wenn das eigene Grundstück von einer fremden Katze als Toilette missbraucht wird, sorgt das nicht gerade für Harmonie in der Nachbarschaft. Dennoch weisen die Experten darauf hin, dass man es dulden muss, wenn Katzen aus der Nachbarschaft das eigene Grundstück mit Kot verschmutzen. Der Grund: Es liegt in der Natur des Tieres, auf Streifzug zu gehen. Sogar die Beschmutzung von Spielgeräten eines Kindes muss hingenommen werden. Wehren kann sich der geplagte Grundstückseigentümer erst dann, wenn sich sein Grundstück als stilles Örtchen für gleich mehrere Tiere aus der Nachbarschaft etabliert.

Kratzer im Lack durch Nachbars Katze: Wer zahlt?

Die Beweislast für Lack- und Karosserieschäden liegt grundsätzlich beim Autohalter, sagen die Experten. In einem Fall verdächtigte ein Fahrzeugbesitzer die Katze seines Nachbarn, Kratzer auf seinem Autodach hinterlassen zu haben. Einen ausreichenden Beweis hatte er allerdings nicht. Deshalb verweigerte ihm das angerufene Gericht den Schadensersatz. Er bot daraufhin an, eine DNA-Analyse des auf seinem Dach gefundenen Katzenhaares durchführen zu lassen. Doch die ARAG Experten informieren, dass selbst eine DNA-Analyse nicht als Beweis ausreiche. Vielmehr müsse er beweisen, dass die konkreten Kratzer gerade von dieser einen verdächtigten Katze verursacht worden seien.

Katzenliebe und Mieterpflichten:

Auch Samtpfoten brauchen frische Luft. Katzenbesitzer sollten es aber mit dem Auslauf ihrer Tiere nicht zu weit treiben. So wie eine Katzenbesitzerin, die sogar ein Katzennetz auf dem Balkon ihrer Mietwohnung anbrachte. Doch damit war die Vermieterin gar nicht einverstanden und verlangte die Entfernung dieser Holzlatten-Netz-Konstruktion. Zu Recht, wie ein Gericht befand. Es erkannte eine bauliche Veränderung und damit einen vertragswidrigen Gebrauch der Wohnung. Das Netz musste also weg.

Katzen und das Parkett in der Mietwohnung:

Die Rechtsexperten weisen darauf hin, dass unter Umständen kein Versicherungsschutz der Haftpflichtversicherung besteht, wenn zu viele Haustiere in einer Mietwohnung gehalten werden und dadurch Schäden entstehen. In diesem Fall kann die Leistungsübernahme aufgrund übermäßiger Benutzung der Mietsache ausgeschlossen sein. Dabei verweisen die ARAG Experten auf eine Katzenliebhaberin, die in ihrer Drei-Zimmer-Wohnung - für mehrere Stunden unbeaufsichtigt - gleich drei der Stubentiger hielt, die regelmäßig den Parkettfußboden der Wohnung als Katzenklo missbrauchten. Dies hatte zur Folge, dass nach Auszug der Mieterin nicht nur der Parkettboden ausgetauscht, sondern die darunter liegende Betondecke abgefräst werden musste.

Nur zwei Katzen erlaubt:

Wer frei lebende Katzen hält, die regelmäßig draußen auf Jagd gehen, muss damit rechnen, dass er maximal zwei der wilden Stubentiger halten darf. In einem konkreten Fall hatten sich die Nachbarn über den Dreck in ihren Gärten beschwert, der von vier frei laufenden Katzen verursacht wurde. Die Richter entschieden, dass dieser Dreck nicht zumutbar sei und selbst für ländliche Gegenden zu viel war. Der Katzenliebhaber musste daraufhin zwei der Tiere abschaffen.

Katzenfüttern im Hof verboten:

Die Experten weisen Katzenbesitzer darauf hin, dass es durchaus von der zuständigen Kommune untersagt werden kann, die lieben Stubentiger im Hof des Hauses zu füttern. Zumindest, wenn sich andere Nachbarn dadurch gestört fühlen oder die begründete Angst haben, dass durch den Geruch des Katzenfutters Ratten angelockt werden könnten.

Katzen-Sitting ist haushaltsnahe Dienstleistung:

Wer seinen Stubentiger während des Urlaubs durch einen Tier-Sitter in den eigenen vier Wänden betreuen lässt, kann die Kosten als sogenannte haushaltsnahe Dienstleistung von der Steuer absetzen. 20 Prozent der Kosten für haushaltsnahe Dienstleistungen, höchstens aber 4000 Euro, können bei der Festsetzung der Einkommenssteuer berücksichtigt werden.

© Gmünder Tagespost 08.08.2020 00:23
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Kommentare

Christine Miorin

Guten Tag, ich finde es ja schön, dass Bilder von Katzen zum Weltkatzentag veröffentlicht werden. Allerdings sollte auch auf das Katzenelend aufmerksam gemacht werden, welches auch leider im Ostalbkreis existiert. Es gibt herrenlose Katzen, die ausgesetzt wurden und die ein jämmerliches Dasein führen müssen. Hotspots mit mehr als 60 Katzen, die sich unkontrolliert vermehren, krank sind und die ihren Nachwuchs kaum durchbringen. Im schlimmsten Fall werden die kleinen Kätzchen dann umgebracht (wie, möchte ich hier gar nicht schreiben). Und immer noch viel zu viele Freigängerkatzen, die nicht kastriert, gechipt oder tätowiert und auch nicht registriert sind. Wir bräuchten dringend die Einführung und Umsetzung der bereits erstellten Katzenschutzverordnung, damit dieses Elend aufhört. Diese wird ja in anderen Bundesländern flächendeckend bereits angewendet .... in Baden-Württembeg sind es nur 2 Gemeinden!!! Ich würde mich freuen, wenn dieses Thema mehr in die Öffentlichkeit kommen würde .... jede Unterstützung kann gebraucht werden.

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