Querpass

Versuch fehlgeschlagen

  • über die Snooker-WM in England ohne Zuschauer Thomas Gotthardt Foto: Volkmar Könneke
Das war anders gedacht. Die Snooker-WM, die derzeit im englischen Sheffield stattfindet, war von der Regierung in Downing Street 10 als Versuchsanordnung für Hallensport mit Zuschauern auserkoren worden. Im altehrwürdigen Crucible Theatre, in das knapp 1000 Zuschauer passen, waren 250 bis 350 zugelassen. Aber schon kurz nach Beginn des Turniers stoppte Premierminister Boris Johnson das Experiment wegen der steigenden Covid-19-Fallzahlen in Großbritannien.

Für den fünffachen Weltmeister Ronnie O'Sullivan sind die leeren Ränge kein Problem. Der 44-Jährige hatte schon vor der WM den Entschluss, Zuschauer zuzulassen, scharf kritisiert und dabei den Vergleich mit Laborratten verwendet. O'Sullivan, ohnehin eher publikumsscheu, fühlte sich ohne hustende und andere Geräusche produzierende Fans sauwohl und zog in Rekordzeit in die zweite Runde ein. Für das 10:1 gegen den Thailänder Un-Nooh benötigte er 108 Minuten und landete den schnellsten Sieg im Crucible.

Nein, Rekorde interessieren ihn nicht wirklich. Sie seien nett, wenn man ihnen nachjage, meinte der Engländer, der zahlreiche Bestmarken aufgestellt hat, 1997 war ihm unter anderem in fünf Minuten und acht Sekunden das schnellste Maximum Break der Geschichte (147 Punkte in einer Aufnahme) gelungen.
© Südwest Presse 10.08.2020 07:45
178 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.

Anmeldung zum E-Mail-Newsletter aus der Redaktion

Die wichtigsten und interessantesten Meldungen des aktuellen Tages aus der Redaktion direkt in Ihr E-Mail-Postfach – täglich und kostenlos jeden Abend.

Jetzt kostenlos anmelden

Aktuelle Meldungen direkt auf Ihr Handy