Idyllischer Ort mit großer Infrastruktur

Für eine relativ kleine Landgemeinde mit vielen Teilorten hat Eschach seinen Bürgern erstaunlich viel zu bieten. Nicht zuletzt sind dafür die ehrenamtlich Aktiven der Gemeinde verantwortlich, die sich mit großem Gemeinschaftssinn für ihre Heimat einbringen.
  • Eschach aus der Vogelperspektive. Die insgesamt knapp 1800 Einwohner verteilen sich auf den Hauptort mit den Teilorten Holzhausen, Kemnaten, Seifertshofen, Helpertshofen, Vellbach und Waldmannshofen. Foto: Anja Jantschik
  • Ein Beispiel für das bürgerliche Engagement in der Gemeinde Eschach ist der Kreisverkehr, der von Mitgliedern der Dorfgemeinschaft Holzhausen angelegt worden ist und gepflegt wird. Foto: jan
  • Bürgermeister Jochen König vor dem denkmalgeschützten Rathaus von Eschach. Foto: jan

Eschach. Inmitten der Frickenhofer Höhe präsentiert sich die idyllische 1800-Seelengemeinde Eschach. Seit September 2010 ist Bürgermeister Jochen König dort im Rathaus zu finden – wenn er nicht gerade in einem der Teilorte und Wohnplätze unterwegs ist. Denn derer gibt es viele: Batschenhof, Dietenhalden, Gehrenhof, Götzenmühle, Hagentännle, Helpertshofen, Hirnbuschhöfle, Holzhausen, Kemnaten, Seifertshofen, Vellbach, Waldmannshofen und Ziegelhütte.

Besonders hervorzuheben ist das große ehrenamtliche Engagement in der Landgemeinde. Dieses reicht von sportlicher Aktivität über kulturelle und musische Vielfalt bis hin zu rührigen Dorfgemeinschaften. Nicht zuletzt die Kneippanlage „Am Baach“ wurde durch großes bürgerschaftliches Engagement aus der Taufe gehoben. Davon profitieren nicht nur die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde, sondern sie ist auch ein beliebtes und erfrischendes Wanderetappenziel. Die Anlieger kümmern sich liebvoll um die Pflege der Anlage.

Ambitionierte Pläne für den Ausbau der Infrastruktur

Viel Geld nahm und nimmt die Gemeinde in die Hand, um die Infrastruktur zu erhalten und auszubauen. Als Beispiel kann hier der aktuelle Bau eines neuen Regenüberlaufbeckens für rund 1,7 Millionen Euro genannt werden. „Dieses garantiert uns die bauliche Entwicklung der Zukunft“, beschreibt Jochen König. Im Frühjahr 2021 soll zudem der Spatenstich für einen neuen, sechsgruppigen Kindergarten sein, der rund 4,5 Millionen Euro kosten wird.

Kindergarten mit dem besonderen Clou

Der ambitionierte Zeitplan sieht vor, dass die Einrichtung im Frühjahr 2022 bezogen werden kann. Besonderer Clou wird hierbei der Außenbereich, denn ein bereits vorhandener Hühnerstall bleibt stehen. „Wir wollen einen kleinen, landwirtschaftlichen Touch“, beschreibt König, wie die Einrichtung mit besonderem ländlichem Charakter entstehen wird.

Stolz ist er aber auch auf die bemerkenswerte Tatsache, dass in den vergangenen Jahren rund eine Million Euro in den Breitband-Ausbau gesteckt wurde. „Eschach ist zu 99,9 Prozent mit schnellem Internet versorgt.“

Eschach ist zu 99,9 Prozent mit schnellem Internet versorgt.

Jochen König, Bürgermeister

Lediglich zwei Außenbereiche, Götzenmühle und Dietenhalden, haben noch kein schnelles Internet. Aber dafür wird nun ebenfalls ein Förderantrag an das Bundesprogramm „Weiße Flecken“ gestellt. Vom schnellen Internet profitiere auch der Unterricht an der Grundschule.

Durch ein Gewerbegebiet mit einer breiten Palette an Unternehmen und Dienstleistern, aber auch vielen mittelständischen Unternehmen in den Teilorten, können viele Eschacher Einwohner direkt am Ort ihrer Arbeit nachgehen.

Und auch die übrige Infrastruktur kann sich angesichts der eher geringen Größe der Gemeinde Eschach wahrlich sehen lassen. Vollsortimenter, Apotheke, Schreibwarenladen mit Reinigungsservice und Postagentur finden sich hier ebenso wie etwa ein Arzt, eine Landmetzgerei sowie eine Bäckerei.

Bauland und Gewerbeflächen sind in Eschach begehrt

Aktuell machen sich die Gemeinderäte Gedanken über die bauliche Weiterentwicklung, denn nach wie vor ist in Eschach Bauland begehrt. Zudem gibt es keine freie Gewerbefläche mehr.

Als Alleinstellungsmerkmal von Eschach kann die „Hochzeitswiese“ betrachtet werden. Jedes Brautpaar pflanzt hier einen Baum, an den dann das jeweilige Namensschild angebracht wird. 27 Bäume stehen bereits auf der „Hochzeitswiese“. Die SAV-Ortsgruppe spendierte zudem ein Bänkle und zwei Bäume. Anja Jantschik

© Gmünder Tagespost 14.08.2020 16:57
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