Guten Morgen

An dämpfigen Tagen: Glück auf!

Jürgen Steck muss für den verhinderten Kollegen in die Bresche springen.

Wenn die Luftfeuchtigkeit sehr hoch ist und die Temperatur auch, dann ist es schwül. Mein lieber Kollege Tobias Dambacher ist eigentlich unser Experte, was die ostälblerische Wetterphänomenologie anbelangt. Er ist aber derzeit verhindert aus privaten Gründen, wozu ihm auf diesem Wege noch ein herzliches „Glück auf!“ entsandt sein soll. Er würde jetzt vermutlich über den Taupunkt dozieren, jenen Punkt, über den Schwüle definiert werden kann. Das sei, wenn ich es recht erinnere, wenn der Taupunkt 16 Grad übersteigt. Aber ich bin mir da nicht sicher. Schwül ist es eben, wenn es drückend ist, gewitterschwer sagen sie in manchen Regionen, brütend, feuchtwarm, manche nennen es „tropisch“, wobei man von einer Tropennacht zum Beispiel ja nur sprechen kann, wenn die niedrigste Lufttemperatur, gemessen zwischen 18 und 6 Uhr nicht unter die 20-Grad-Marke rutscht: Ja, ich habe aufgepasst bei Herrn Dambacher! Wie so oft aber bietet das Schwäbische in seiner so unvergleichlichen sprachlichen Vielfalt, seiner gewaltigen Tiefe und Filigranität die beste aller Bezeichnungen, für das, was uns an diesem Samstag wieder erwartet. Wenn es wieder richtig „dämpfig“ wird ...

© Gmünder Tagespost 14.08.2020 22:45
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