Mammutprojekt für den Umweltschutz

Im Oktober sind die Erweiterungsarbeiten an der Leineckkläranlage Alfdorf fertig- gestellt. Dann steht die Einweihungsfeier des 5,5-Millionen-Euro-Projekts ins Haus.
  • Die Erweiterung der Kläranlage ist ein Millionenprojekt. Im Oktober sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Foto: jan

Alfdorf. Als man sich im Juni 2018 zum Spatenstich für die Erweiterung der Leineck-Kläranlage in Alfdorf-Pfahlbronn traf, war man sich einig. Es würde eine der größten Infrastrukturmaßnahmen in der Geschichte der Gemeinde werden. Das Land beteiligt sich an der Maßnahme mit einem 80-Prozent-Zuschuss in Höhe von 5,54 Millionen Euro.

Zeitrahmen weitestgehend eingehalten

Jetzt ist die Endphase für die umfangreichen Bauarbeiten eingeläutet. Im Oktober wird offiziell eingeweiht. Die Mitarbeiter der Firma Ebert aus Pommertsweiler schafften es, den Zeitrahmen weitestgehend einzuhalten. Neben zwei neuer Becken für die Kapazitätserweiterung galt es unter anderem, entsprechende Leitungen einzulegen. Zu- und Abläufe zwischen den einzelnen Bauwerken wurden erstellt. Rund 26 400 Kubikmeter Erde wurden bewegt und 1670 Kubikmeter Beton verbaut. Zudem galt es, 275 Tonnen Baustahl zu verarbeiten.

Eine lange Aufgabenliste stand an, die das Ingenieurbüro Strobel aus Abtsgmünd für die Arbeiten erstellte. Ein Belebungsbecken mit einem Volumen von 1400 Kubikmeter sowie ein Nachklärbecken mit einem Durchmesser von 14 Meter, Gesamtvolumen 2800 Kubikmeter, wurden gebaut. Hinzu gesellt sich eine neue Zulaufmessung und –Regelung mit Rohrleitung, die Rechenanlage ist neu, ebenso der Schacht für den Mischer und eine Phosphat-Fällstation. Ein neues Schlammsilo, die neue Maschinenhalle für Zentrifuge (Schlammentwässerung), der Umbau Betriebsgebäude mit Werkstatt und ähnlichem sowie die Erweiterung der Außenanlage und der Steuer- und Schaltzentrale sind erledigt. Es gab keine unplanmäßigen Verschiebungen.

Alte Kläranlage wird zum Pumpwerk

In der Konsequenz zur wirtschaftlichen Behandlung des Abwassers, gab es den Beschluss, dass die Alfdorfer Kläranlage stillgelegt und in ein Pumpwerk umgewandelt wird. Hierfür bedarf es zudem einer Druckleitung, die die Alfdorfer Abwässer zur Leineckkläranlage bei Pfahlbronn befördert. Diese Leitungsarbeiten haben in Alfdorf im Februar 2020 begonnen.

Positiver Nebeneffekt: Der Straßenbelag wird nach den Leitungsarbeiten erneuert. Die Zeit der unzähligen Schlaglöcher, Risse und Absenkungen wird dann vorbei sein. Die Leitung wird in zwei Bauabschnitten verlegt, vor kurzem wurde mit dem zweiten begonnen.

© Gmünder Tagespost 11.09.2020 15:32
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