Leserbeitrag von derleguan

Fahrraddemo durch den Tunnel am 25.9.20 um 14 Uhr, Treffpunkt: Bahnhof Gmünd

ich bin auf jeden Fall dabei. Wer nicht ganz behäbig satt oder faul ist und Zeit hat, wer auch nur mal ein bisschen was für eine bessere Verkehrspolitik tun will, wer ein Fahrrad hat und das auch bedienen kann, der sollte meiner Meinung nach da dabei sein.

Nach Auskunft des Landratsamtes war der Tunnel 81 Mal gesperrt im Jahr 2019. 59 Mal unvorhersehbar wegen Unfällen oder unzulässigem Wenden im Tunnel oder aussteigende Personen. Also wird pro Monat rund 7 Mal der Verkehr durch die Stadt geleitet. Die rund 2 stündige Fahrraddemonstration ist angemeldet, jeder kann sich darauf vorbereiten. Es ist genau dieselbe Situstion wie bei Wartungs- und Reperaturarbeiten. Es gibt überhaupt keine Umstellung für den Autofahrer.

© derleguan 13.09.2020 08:22
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Kommentare

Häberle & Pfleiderer

na dann sattelt mal eure Hühner und gleich vom Tunnel GD, weiter über die neue B 29 , bis zur A 7, bei Westhausen, doch die meisten Radler machen bestimmt nach 6 km schlapp *

und wer sich angemeldet hat, oder noch möchte *


Stadtradeln.de

Aalen im Ostalbkreis

Team: Komoot Radler,   hier wird geradelt *

Karin Hofmann

Ach, Leguan,

ja, wie Sie es beschreiben: Selbst die Faulen und die nicht so ganz "behäbig Satten" und auch die Vollgefressenen haben sich aufgerafft: ENDLICH, einmal im Leben, mit letzter Kraft als Radfahrer durch diesen Tunnel zu fahren, wenn es denn nun schon von Organisationen als event, für den Klimaschutz, angeboten wird.

Das Credo der Deutschen im Moment lautet: Hauptsache ICH bin dabei. Alles für eine "GUTE" Sache. Ein "event" einer Lobby wird hingeworfen, die Menschen wollen dabei sein, da sie selbst keine eigene Meinung mehr haben und die "GEMEINSCHAFT" von Kämpfern erleben wollen, egal für was. Und: Ihrem eigenen Ego zu frönen.

Durch diese Aktion und der Umleitung des ganzen Verkehrs durch die Stadt ist der C02-Ausstoss an diesen Tagen IN der Stadt ein Desaster. Aber:

Vielleicht war und ist dies ja der Sinn dieser ganzen Aktion? 

Vielleicht standen an diesen 2 Tagen, bewusst, genau platziert, C02-Messgeräte an bestimmten Stellen, die natürlich DANN erhöht waren? Die Grünen werden sicher etwas damit anfangen. Das war die Wirkung der Radaktion! Ich hoffe alle Teilnehmer haben es bei diesen Temperaturen körperlich überstanden, endlich als "event" durch den gesperrten Tunnel mit dem Rad zu fahren, während sich eine Auto-Blechlawine mit stop and go durch die Innenstadt quält.  Viele hinterfragen nicht:  Was dies für die Innenstadt an diesem Tag bedeutet hat. Die, vielleicht, gemessenen C02-Werte werden es dann beweisen: Dieser C02-Ausstoss geht nicht!

Fazit: Aufgrund dieser Werte könnte die GANZE Innenstadt Schwäbisch Gmünd zur Fußgängerzone erklärt werden! Kein Parken mehr in der Innenstadt, kein Einkauf "auf die Schnelle", kein Bummeln und keinen Parkplatz in der Nähe. Wenn das das Ziel der Sperrung des Tunnels für Autos war: Werden 3/4 der Geschäfte in der Gmünder Innenstadt schliessen müssen.

Aber, Hauptsache alle haben sich amüsiert, sind einmal wieder aufs Rad gestiegen, für eine "GUTE" (?) Sache. 

Ich wünsche allen Schwäbisch Gmünder Bürgern viel Glück, dass dieser "Tunnel-Schuss" nicht nach hinten losgeht.

In my humble opinion

Und wieder mal mit aus allen Ecken zusammengekratzten und an allen Haaren herbeigezogenen Scheinargumenten ...

Der Tunnel ist eine Kraftfahrstraße und da bekanntlich ein gewisser Teil der Fahrer zwar den Führerschein hat, ihn aber ( zumindest zeitweise ) nicht 'verdient', sind Unfälle und damit Vollsperrungen ( weil es ja auch eine Röhre mit Gegenverkehr ist ) vorhersehbar und leider auch nicht vermeidbar. Ich bin allerdings auch verwundert über die Zahl der Sperrungen für 'dringende Wartungsarbeiten', so ist mir das aus den Diskussionen 'vor dem Tunnel' nicht erinnerlich, zum weiteren Betrieb des Tunnels ( und auch für solche Fahrradstrampeldemonstrationen! ) ist das aber nötig.

Diese Fahrradstrampelei auf einer Kraftfahrstraße durch den Tunnel ist nach dem Buchstaben des Gesetzes nach Anmeldung möglich, aber das Gesetz fragt auch nicht nach der Sinnhaftigkeit des Vorgangs.

Und damit wären wir beim Punkt:

Es ist rechtlich möglich, das zu erwartende Verkehrsdurcheinander in der Stadt vorhersehbar und bekannt, die Veranstaltung für die Teilnehmer sicher ein 'Event' - aber was bitte trägt das zur Lösung der - ähem, was eigentlich soll damit bewirkt/erreicht werden?

Wäre es zuviel verlangt, wenn ich um konkrete ( und durchführbare ) Vorschläge zur Lösung des Problems bitte, zu dem diese 'Demonstration' angeblich beitragen soll?

Karin Hofmann

In my humble opinion schrieb am 13.09.2020 um 15:02

Diese Fahrradstrampelei auf einer Kraftfahrstraße durch den Tunnel ist nach dem Buchstaben des Gesetzes nach Anmeldung möglich, aber das Gesetz fragt auch nicht nach der Sinnhaftigkeit des Vorgangs.

Und damit wären wir beim Punkt:

Es ist rechtlich möglich, das zu erwartende Verkehrsdurcheinander in der Stadt vorhersehbar und bekannt, die Veranstaltung für die Teilnehmer sicher ein 'Event' - aber was bitte trägt das zur Lösung der - ähem, was eigentlich soll damit bewirkt/erreicht werden?

Wäre es zuviel verlangt, wenn ich um konkrete ( und durchführbare ) Vorschläge zur Lösung des Problems bitte, zu dem diese 'Demonstration' angeblich beitragen soll?

Hallo humble opinion,

die öffentliche Meldung:

"Klimaaktivisten" demonstrieren Ende September in Schwäbisch Gmünd im Einhorntunnel. Der B29-Tunnel wird deshalb für den Autoverkehr gesperrt - auch wenn die Stadtverwaltung dagegen ist.

Das Aktionsbündnis "Fridays for Future" hat die Aktion für den 25. September mit 50 Teilnehmern angemeldet. Die Demonstranten wollen mit Fahrrädern durch den Tunnel fahren und damit ein Zeichen für den Klimaschutz setzen. An diesem Freitag wird der B29-Tunnel, der unter der Stadt hindurchführt, für rund zwei Stunden gesperrt.

Die Stadtverwaltung erwartet ein Verkehrschaos, wenn sich der Durchgangsverkehr im Remstal zwischen Stuttgart und Aalen durch die Innenstadt quälen muss. Deswegen hatte sie im vergangenen Jahr eine derartige Demo im November nicht genehmigt. Die Aktivisten hatten dagegen geklagt und das Verwaltungsgericht Stuttgart gab ihnen recht".

Statt "Fridays for Future" nun "Fahrradfahrer for Future". Radeln Für das Klima, gegen hohe CO2-Werte, gegen unsere schlechte Luft, während sich der Verkehr durch die Innenstadt quält. Eine markabre Sache.

Lösung des Problems? Kann nur sein, in Zukunft solcherlei Veranstaltungen nicht zu genehmigen. Man hätte die "Fahrradfahrer for Future"-Demonstration auf ausgewiesene Radstrecken verweisen müssen. Aber das Gericht, das, wieder mal, auf unsere Staatskosten durch sogenannte "Klimaschützer" beschäftigt wurde, hat die Demo genehmigt. Ich zweifle an den Gehirnwindungen der Richter, die mit klarem Sachverstand entscheiden sollten. Diese Radler-Demo hat zu einer CO2-Umweltbelastung in der Innenstadt in höchstem Ausmass geführt! Insofern: Was kann man anders machen? Das nächste Mal eine Gegendemo organisieren oder alles schlucken.

Ventilator

Hoffe es sind schon genügend Trillerpfeifen und Plastik-Buttons bedruckt.

In my humble opinion

Karin Hofmann schrieb am 15.09.2020 um 08:59

Hallo humble opinion,

... Ich zweifle an den Gehirnwindungen der Richter, die mit klarem Sachverstand entscheiden sollten. ...

Etwas verkürzt dargestellt:
Der Grund für manche nur schwer nachvollziehbare Entscheidungen der Gerichte liegt darin, dass wir 'kodifiziertes' Recht haben, da steht § für § drin, was wir tun, aber hauptsächlich, was wir lassen sollen ( 'Verboten!' ), im Gegensatz dazu das anglo-amerikanische 'kompilierte' Recht, bei dem der den Prozess gewinnt, der wortreich Richter und Jury von seiner Sicht der Dinge überzeugen kann, unter Hinweis auf "und vor 150 Jahren hat schon im Fall X gegen Y das Gericht in Weiß-nicht-wo entschieden, dass ...". Unser kodifiziertes Recht soll Gesinnungsurteile verhindern und fragt deshalb auch nicht nach dem Sinn, sondern vergleicht nur die Worte und Buchstaben der Klage mit den Worten und Buchstaben des Gesetzes, dann kommt abhaken, knicken, lochen, abheften - fertig, Recht gesprochen.
Und unabhängig davon, wie es auch Kinder gibt, die sich vor der Supermarktkasse auf den Boden schmeißen und lauthals nach Süßigkeiten plärren, so gibt es auch Erwachsene, die sich mit "DAS IST MEIN RECHT!" Sachverhalte erklagen, an deren Sinn und Zweckmäßigkeit man nur noch zweifeln kann. Aber, wie gesagt, das Gesetz fragt nicht nach Sinn.

Karin Hofmann

In my humble opinion schrieb am 15.09.2020 um 13:58


Und unabhängig davon, wie es auch Kinder gibt, die sich vor der Supermarktkasse auf den Boden schmeißen und lauthals nach Süßigkeiten plärren,

Aber, wie gesagt, das Gesetz fragt nicht nach Sinn.

Hallo Mister humble,

Sie meinen, wir Gegner dieses ganzen PRO-CO2-Media-Spektakels sollten die "plärrenden Kinder" im Tunnel einfach plärren lassen? Nicht an EINER Supermarktkasse, sondern an jeder Kasse, jedem event, an dem zu plärren machbar ist? Erlaubt, keine Einwände, weil -

das Gesetz nicht nach "Sinn" fragt.

Ihr Satz: "Das Gesetz fragt nicht nach Sinn" ist interessant.  Denn:

Genau dies aber haben die Gerichte gemacht: Sie fragten nach dem "Sinn" und fanden den "Sinn", gut. 

Woher kommt der neue "Sinn" der Gerichte, die nicht mehr nach BESTEHENDEN Gesetzen entscheiden können? Die Stichworte: Rad, Bewegung, Gemeinschaft, Gesundheit, Widerstand, uns Radfahrern gehört das Land, hat (grün sind die Wiesen und die Natur) jetzt auch die Gerichte erreicht. Wir müssen uns darauf einstellen, daß in Zukunft ein Fußgänger auf einem Fußgängerweg, der von einem Radler angefahren und verletzt wird, selbst schuld ist. Nicht weil der dort rechtmässig lief, sondern weil er, als er den Radler sah, nicht zur Seite gesprungen ist. Weill es ein GRÜNER Radler war. Irgendein Gericht wird dem Radler rechtgeben.

Aus "Klimaschutz"-Gründen!

    

In my humble opinion

Karin Hofmann schrieb am 15.09.2020 um 19:35

Hallo Mister humble,

...   

Bei allen Übereinstimmungen und gegensätzlichen Anschauungen, ich versuche, die Angelegenheit mit einer Prise Sarkasmus und Ironie zu verspotten, weil ... weil die Angelegenheit viel zu ernst ist, als dass man sie noch ernst nehmen könnte.
Mit meiner Bemerkung, dass die Gerichte nicht nach dem 'Sinn' fragen und nur nach dem Buchstaben entscheiden, habe ich ein Idealbild vor Augen und belächle es zugleich, denn ich weiß wie jeder, dass Richter auch 'nur Menschen' sind, mit Verstopfung oder Durchfall, wie jeder von uns mal, und dass eine 'objektive' Rechtsfindung häufig nur eine Fiktion ist - aber deshalb ist es noch lange keine Verschwörung.
Ich kann angesichts des aktuellen Hypes um Fahrräder und solche mit E-Hilfsmotor nur den Kopf schütteln, ich habe in China in den Großstädten hunderttausende von ihnen mit unterschiedliche Bauformen als E-Mopeds gesehen, auch mit drei Rädern, auch mit Dach, und nur ganz, ganz wenige mit Pedalen dran - und selbst die wurden mit hochgezogenen Füßen rein elektrisch gefahren, wie Mofas seinerzeit. Ich habe alte, ursprüngliche Dreirad-Lastenfahrräder gesehen, aber deren Kette hing lose durch, die Füße auf dem Rahmen, weil unter der Ladefläche eine Batterie und der E-Motor eingebaut waren. Hier solche E-Mopeds, mit 60 km/h Maximalgeschwindigkeit und Führerschein ab 15 Jahren - und die Frage nach Fahrradwegen in der Stadt wären unnötig. Und noch etwas können wir von China lernen: In den neuen Stadtbezirken gibt es ganz breite Straßen mit mehreren Fahrstreifen, damit dort niemand die 'Moped-Spur' mit der Auto-Fahrbahn 'verwechselt', sind beide durch Gitter voneinender abgeteilt - und damit kein Autofahrer 'aus Versehen' über die durchgezogene Linie auf der Straße wendet, ist auch da eine Absperrung. Und vor Brücken und Tunneln mit begrenzter Durchfahrtshöhe stehen nicht nur Schilder, sondern massive Stahlrohrschilderbrücken mit der maximal möglichen Durchfahrtshöhe, danach bleiben Brücke oder Tunnel immer unbeschädigt ...

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