Lesermeinung

Zum Theater der Stadt Aalen:

Ich als Aalenerin freue mich darüber, dass das Theater der Stadt Aalen hier in unserer Stadt schon Jahrzehnte lang einen festen Platz in unserer Kulturszene hat. Und das soll auch so bleiben. Wir Aalener können darauf stolz sein, dass hier engagierte Menschen am Werke sind. Das Theater bereichert uns mit einem vielfältigen Angebot und den Aufführungen. Für jeden – von jung bis alt – ist etwas dabei. Theater unterhält, schenkt uns Momente, die uns an andere Orte, in andere Zeiten und auch in die Geschichte versetzen können. Theater gehört für mich zur Kunst, und somit auch zur Allgemeinbildung jedes Einzelnen. Auch, wenn nicht jeder Aalener von diesem Angebot Gebrauch macht, heißt das noch lange nicht, dass wir kein Theater hier brauchen. Und von Schiller und Goethe sollte doch jeder, der hier lebt, einmal gehört haben. Ich freue mich auf die Eröffnung und die neuen Aufführungen. Wo der Mensch spielt, ist er frei. Weiter so ihr lieben Theatermenschen, ohne Theater fehlt hier was.

© Gmünder Tagespost 15.09.2020 21:56
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Kommentare

Karin Hofmann

Hallo Frau Trianni,

schön, daß das Theater der Stadt Aalen wieder da ist.

Sie inspirieren uns Aalener.

Besonders mit dem Vermerk " Und von Schiller und Goethe sollte doch jeder, der hier lebt, schon einmal etwas gehört haben".

Soll das ein Scherz sein?

Ja, Frau Trianni, das haben wir. Auch die Aalener müssten diese beiden kennen.

Ihr Programm: "Crash & Care" und "die Welle". Modernes, politisches Kleinkunst-Theater.

Wann kommt den nun eine Inszenierung Ihres Theaters von Schiller und Goethe? Wir würden uns darauf freuen. 

In my humble opinion

Ich bitte vorab um Entschuldigung, aber ich kann's mir einfach nicht verkneifen:

Freilichttheater haben wir doch allen Ortes, es wird dort mit Laiendarstellern das Stück "Coronaleugner, Querdenker, Reichsbürger und die Freiheit in Gefahr" gegeben.

Karin Hofmann

Hallo Frau Trianni,

ich habe mich gefreut, etwas klassisches, Skakespeare, Anfang Oktober, in Ihrem Programm zu sehen:

"Romeo und Julia".

Handlung: Die Tragödie spielt in der italienischen Stadt Verona und handelt von der Liebe Romeos und Julias, die zwei verfeindeten Familien angehören, den Montagues (Romeo) bzw. den Capulets (Julia). ... Deshalb halten Romeo und Julia ihre Liebesbeziehung vor ihren Eltern verborgen.

Aber: Für Elena Wirth (Musikschule Aalen), auch für das Theater der Stadt Aalen, ist dies, ich zitiere: "Einfach ein interessantes Projekt, weil es verschiedene Arten der Kultur verbindet".

Romeo und Julia waren beide Italiener. Sie hatten keine verschiedene Kultur. Warum kann man dies nicht so belassen und muss aus "Romeo und Julia" eine Liebesbeziehung verschiedener Kulturen inszenieren?

 

NMA

Karin Hofmann schrieb am 17.09.2020 um 14:15

Hallo Frau Trianni,

ich habe mich gefreut, etwas klassisches, Skakespeare, Anfang Oktober, in Ihrem Programm zu sehen:

"Romeo und Julia".

Handlung: Die Tragödie spielt in der italienischen Stadt Verona und handelt von der Liebe Romeos und Julias, die zwei verfeindeten Familien angehören, den Montagues (Romeo) bzw. den Capulets (Julia). ... Deshalb halten Romeo und Julia ihre Liebesbeziehung vor ihren Eltern verborgen.

Aber: Für Elena Wirth (Musikschule Aalen), auch für das Theater der Stadt Aalen, ist dies, ich zitiere: "Einfach ein interessantes Projekt, weil es verschiedene Arten der Kultur verbindet".

Romeo und Julia waren beide Italiener. Sie hatten keine verschiedene Kultur. Warum kann man dies nicht so belassen und muss aus "Romeo und Julia" eine Liebesbeziehung verschiedener Kulturen inszenieren?

Mit verschiedener Arten von Kultur ist gemeint dass:

Eine Koproduktion des Theaters der Stadt Aalen, der Musikschule Aalen und dem House of Dance Keraamika

Im wahrsten Sinne verschiedene "Arten" von Kultur. Wieso Sie daraus vollkommen grundlos etwas anderes, für Sie böses konstruieren........

Weiter heisst es in der öffentlich zugänglichen Ankündigung:

Andererseits deckt sie auf, dass der tief empfundene Hass, den (fast) alle empfinden, nicht hinterfragt wird und niemand seine Wurzeln kennt. Ob es nicht doch ein Prinzip Romeo und Julia gibt, dass die Welt befrieden könnte? Die Welt, in der wir heute leben, in der weiterhin Tropfen geschmolzenen Hasses die Seelen vergiften und immer neues Unheil stiften? Shakespeare beschreibt uns schrankenlose Hingabe und grenzenlosen Hass als unvermeidliche Konsequenz menschlichen Zusammenlebens. Und macht es uns so zur Aufgabe, einen Ausweg aus der negativen Spirale zu suchen.

Man hätte es nicht schöner formulieren können.

Karin Hofmann

NMA schrieb am 20.09.2020 um 17:04

Wieso Sie daraus vollkommen grundlos etwas anderes, für Sie böses konstruieren........

Weiter heisst es in der öffentlich zugänglichen Ankündigung:

Andererseits deckt sie auf, dass der tief empfundene Hass, den (fast) alle empfinden, nicht hinterfragt wird und niemand seine Wurzeln kennt. 

Hallo NMA,

"Böses" konstruiert? Kritik = Böse? Nein, ich habe mich gewundert und geärgert, dass die Geschichte von Romeo und Julia verfälscht wurde.

Wieso diese neu inszenierte Geschichte darauf aufmerksam machen soll, dass "niemand seine Wurzeln kennt", und wie schlimm dies ist, bleibt mir schleierhaft. Wir alle auf der Welt kennen unsere Wurzeln. Ja, wirklich alle. Auch Romeo und Julia kannten sie. Sie waren, beide, Italiener.

NMA

Karin Hofmann schrieb am 21.09.2020 um 12:36

Hallo NMA,

"Böses" konstruiert? Kritik = Böse? Nein, ich habe mich gewundert und geärgert, dass die Geschichte von Romeo und Julia verfälscht wurde.

Wieso diese neu inszenierte Geschichte darauf aufmerksam machen soll, dass "niemand seine Wurzeln kennt", und wie schlimm dies ist, bleibt mir schleierhaft. Wir alle auf der Welt kennen unsere Wurzeln. Ja, wirklich alle. Auch Romeo und Julia kannten sie. Sie waren, beide, Italiener.

Damit sind, wie Sie sicher gelesen haben, die Wurzeln des Hasses gemeint.

"Andererseits deckt sie auf, dass der tief empfundene Hass, den (fast) alle empfinden, nicht hinterfragt wird und niemand seine Wurzeln kennt." 

Finde übrigens, dass die Ankündigung sehr schön geschrieben ist und viel Wahres beinhaltet.

Karin Hofmann

NMA schrieb am 21.09.2020 um 17:29

Damit sind, wie Sie sicher gelesen haben, die Wurzeln des Hasses gemeint.

"Andererseits deckt sie auf, dass der tief empfundene Hass, den (fast) alle empfinden, nicht hinterfragt wird und niemand seine Wurzeln kennt." 

Hallo NMA,

es gab nie eine tolerantere, liebevollere, offenere Gesellschaft der bewussten, intelligenten Menschen als heute. Warum SIE und/oder die Initiatoren des "neuen" Aalener Shakespeare davon ausgehen, daß (fast) alle Menschen tiefen Hass empfinden ist mir ein Rätsel und hat schon etwas schizophreniehaftes. Gerade in unserer jetzigen Corona-Situation der Einschränkungen den "Hass fast aller Menschen"!!! in einem Theaterstück so hochzustilisieren hätte nicht sein müssen. Trotzdem wünsche ich eine schöne Aufführung und eine hohe Besucherzahl.

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