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Cleverer Weg zum energieeffizienten Zuhause

Fördermittel ausschöpfen: Der erste Weg sollte am besten zu einem qualifizierten und erfahrenen Energieberater vor Ort führen, um am bei Umbau- und Sanierungsmaßnahmen von allen verfügbaren Fördermittel profitieren zu können.
  • Bevor mit der energetischen Sanierung des Eigenheims begonnen wird, sollte man sich unbedingt beraten lassen. Foto: Fotolia

Die Fassade ist seit dem Bau des Eigenheims so gut wie unverändert, auch die Fenster haben bereits mehr als 25 Jahre auf dem Buckel und die Heizung verbraucht viel mehr, als heute noch zeitgemäß ist. Vielen Hausbesitzern ist klar, dass es höchste Zeit wird für eine umfassende, energetische Sanierung. Wenn das Zuhause abbezahlt ist und man es für den nahenden Ruhestand noch einmal gründlich verschönern will, ist ein guter Zeitpunkt für die Modernisierungsarbeiten gekommen. Allerdings verbinden sich für den Laien damit zahlreiche Fragen: Welche Maßnahmen lohnen sich wirklich, in welcher Reihenfolge sollte man vorgehen, wie lassen sich Zuschüsse und zinsgünstige Darlehen sichern?

Der erste Weg: Zum Energieberater

Bevor Hauseigentümer mit Sanierungsmaßnahmen beginnen, sollten sie sich zunächst professionellen Rat holen. Übereilte Entscheidungen können teuer werden, etwa wenn man Finanzspritzen von Vater Staat verschenkt oder so halbherzig saniert, dass die erhoffte Energieersparnis ausbleibt. Der erste Weg sollte daher am besten zu einem qualifizierten und erfahrenen Energieberater vor Ort führen, unterstreicht Energieberaterin Sandra Limke, Landessprecherin Deutsches Energieberater-Netzwerk (DEN e.V.) Schleswig-Holstein: „Der Energieberater begleitet bei der Planung der energetischen Modernisierung, unterstützt bei der Auswahl der Materialien für die Wärmedämmung und der neuen Heizungstechnik - und begleitet die Ausführung der Arbeiten auch.“

Keine Fördermittel verschenken

Wenn es um Fördermittel geht, ist generell auch der Energieberater der erste Ansprechpartner - anschließend führt der Weg zur Hausbank, etwa um zinsgünstige Darlehen zu beantragen. Wichtig dabei ist stets: Fördermittel müssen beantragt werden, bevor die Sanierung beginnt. Und wer clever plant, kann verschiedene Maßnahmen zu Paketen bündeln. „Wenn man mehrere Einzelmaßnahmen gleichzeitig durchführt, kann man ein ,Effizienzhauspaket‘ beantragen, welches in der Regel nochmals günstigere Förderkonditionen bietet“, erläutert Dietmar Rieth, DEN-Landessprecher Rheinland-Pfalz.

Kosten stets individuell kalkulieren

Wie teuer wird die energetische Sanierung? Eine pauschale Antwort ist nicht möglich, jedes Haus und sein Modernisierungsbedarf seien anders. „Ein detailliertes Sanierungskonzept stellt sicher, dass die Maßnahmen sinnvoll aufeinander aufbauen und in der Summe ein förderfähiges Effizienzhaus ergeben“, erklärt Peter Ackermann-Rost, DEN-Landessprecher Berlin. Neben den Kosten hängen auch die zu erwartenden Energieeinsparungen stark von vielen individuellen Faktoren ab und können nur für den Einzelfall berechnet werden. Dabei gilt die Faustformel: Je älter das Gebäude, desto größer ist in der Regel die Chance, viel Heizenergie zu sparen.

Erneuerbare Energien

Gebäudehülle, Fenster, Heizung: Dies sind die drei wichtigsten Sanierungsmaßnahmen, an denen Hausbesitzer ansetzen können, um die laufenden Heizkosten dauerhaft zu senken. Beim Heizen etwa lohnt es sich, auf erneuerbare Energien zu setzen, meint Rolf Canters, DEN-Landessprecher Baden-Württemberg: „Eine solarthermische Anlage mit Heizungsunterstützung ist bei jeder Heizungsart zu empfehlen. Auch kleine Warmwasser-Wärmepumpen können im Sommerhalbjahr in Verbindung mit selbsterzeugtem Solarstrom effizient sein.“

Raumklima verbessern

Die Wärmedämmung der Fassade und bei Bedarf auch des Dachgeschosses empfiehlt sich wiederum für fast jedes Altgebäude, einfach weil hier die größten Einsparpotenziale zu erwarten sind. Nicht verkennen sollten Hauseigentümer die weiteren Vorteile, die sich mit dem Sanieren ergeben: Das Raumklima ist ganzjährig besser und ausgeglichener, der Wohnkomfort steigt – und auf lange Sicht ist für energieeffiziente Häuser auch eine positive Wertentwicklung zu erwarten. djd

Beratungen und Informationen bei der Energie und Klimaschutzberatung des Ostalbkreises, Telefon: 07173/185516 sowie www.energiekompetenzostalb.de

© Gmünder Tagespost 25.09.2020 15:51
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