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Mit dem E-Scooter sicher unterwegs

Was vor der ersten Fahrt auf den elektrischen Tretrollern beachtet werden sollte.
  • Flotter Flitzer gekonnt gebremst: Vorher üben hilft, bevor man sich mit dem E-Tretroller ins Verkehrsgetümmel stürzt.Foto: Robert Günther/dpa

Egal, ob privat gekauft oder gemietet: Bremsen auf dem E-Tretroller will gelernt sein. Am besten geht das, wenn sich Rollerfahrer möglichst weit hinten aufs Trittbrett stellen und die Knie leicht beugen, berichtet der ADAC. Das verlagert nicht nur den Schwerpunkt nach hinten und unten, sondern erleichtere Balance und Reaktionsvermögen. Alles Maßnahmen, um bei höherer Verzögerung einen Abflug über den Lenker zu verhindern.

Mit der Bremse des Vorderrads ziehen die E-Scooter-Piloten nur so kräftig, dass das Hinterrad knapp nicht abhebt. Die Hinterradbremse dagegen kann so stark betätigt werden, bis notfalls das Rad blockiert, sofern die Straße eben und gerade verläuft. Das üben E-Tretrollerfahrer aber besser vorher auf vom Verkehr abgelegenen geteerten Flächen.

AUF DEM sCOOTER abbiegen nur mit Handzeichen

Dort lässt sich auch üben, das verpflichtende Handzeichen vor dem Abbiegen zu geben. Um das richtig zu lernen, empfiehlt es sich, dies in Ruhe zu üben. Auf diesen Gefährten ist das eine wackelige Angelegenheit. Der ADAC rät, dabei mit beiden Füßen nebeneinander auf dem Trittbrett zu stehen und die eine Hand nur zum Zeichengeben vom Lenker zu nehmen, am besten nur beim Geradeausfahren und auf ebener Straße. Obwohl nicht vorgeschrieben, raten die Experten dazu, auch auf dem E-Scooter einen Helm zu tragen.

Darf ich eigentlich mit dem E-Tretroller auf dem Bürgersteig fahren? Oder in der Fußgängerzone, wenn sie für Radler frei ist? E-Scooter fahren legal nur auf Radwegen, Radfahrstreifen und Fahrradstraßen. Sie dürfen zudem getrennte und gemeinsame Geh- und Radwege nutzen, berichtet dazu der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) im Rahmen einer Schwerpunktaktion.

Wo darf man legal fahren?

Nur dann, wenn es solche Wege nicht gibt, dürfen die Tretroller auf der Straße fahren. Außerorts ist der Seitenstreifen der Fahrbahn zu nutzen. Tabu sind reine Gehwege und Fußgängerzonen. Das Schild „Radverkehr frei“ gilt nicht für die Tretroller – denn sie gelten nicht als Fahrräder. Nur das zusätzliche Schild „Elektrokleinstfahrzeuge frei“ erlaubt E-Scooter auf beschilderten Gehwegen. Wege mit dem Zusatzschild „Mofas frei“ dürfen ebenfalls befahren werden. Das ist deshalb möglich, weil verkehrsrechtlich betrachtet die E-Scooter als sogenanntes Leichtmofa zählen.

„Wie kommst du an?“

Im Rahmen der gemeinsamen Schwerpunktaktion „Wie kommst du an?“ vom DVR und den Unfallkassen (UK) und Berufsgenossenschaften (BG) geht es unter anderem darum, wie Beschäftigte mit dem Einsatz oder der Kombination verschiedener Verkehrsmittel dazu beitragen können, Verkehrsunfälle zu vermeiden. dpa

© Gmünder Tagespost 25.09.2020 16:37
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